Russland

Deutschen Kliniken zu gefährlich – Patient aus Deutschland in Nowosibirsk von Tumor befreit

Ärzte in der Stadt Nowosibirsk haben einem Patienten aus Deutschland erfolgreich einen Tumor entfernt. Die Operation wurde am Nationalen Medizinischen Zentrum Meschalkin durchgeführt. Deutsche Ärzte hatten den Eingriff wegen der Gefahr irreversibler Schäden abgelehnt.
Deutschen Kliniken zu gefährlich – Patient aus Deutschland in Nowosibirsk von Tumor befreitQuelle: Sputnik © Alexander Krjaschew

Russische Neurochirurgen des Nationalen Medizinischen Forschungszentrums Meschalkin in Nowosibirsk haben einem deutschen Staatsbürger einen Gehirntumor entfernt. In Deutschland hatten mehrere Kliniken den Eingriff angesichts der mit der Operation verbundenen Risiken abgelehnt, wie auf der Webseite des Nowosibirsker Zentrums zu lesen ist.

Die russischen Ärzte erklärten, dass der Tumor bei dem 35-jährigen Mann vor dem Hintergrund epileptischer Anfälle diagnostiziert worden war. Die Magnetresonanztomographie ergab eine volumetrische Vergrößerung der rechten Gehirnhälfte im Bereich des präzentralen Gyrus, wo eine Operation mit dem Risiko eines irreversiblen vollständigen oder teilweisen Versagens im linken Arm und Bein verbunden ist. In deutschen Kliniken, wo sich der Mann um eine Behandlung bemüht hatte, wurde ihm alternativ zu dem operativen Eingriff eine Kombination aus Strahlen- und Chemotherapie angeboten. Diese Art der Behandlung hätte den Patienten jedoch nicht von seinen epileptischen Anfällen geheilt.

Der Bericht stellte fest, dass sich der Patient auf der Suche nach einem zweiten medizinischen Gutachten an die Spezialisten des Meschalkin-Zentrums gewandt hatte. Das Zentrum verfügt über umfangreiche Erfahrung in der radikalen Chirurgie von Hirntumoren. Über 150 Patienten dieses Profils werden jährlich in der dortigen neurochirurgischen Abteilung behandelt. Nach Sichtung der medizinischen Unterlagen des Patienten und Abwägung aller Risiken luden die Ärzte den Mann zu dem chirurgischen Eingriff ein.

Im Ergebnis wurde dem Patienten ein voluminöser Hirntumor erfolgreich entfernt. Durch ein Computer-Navigationssystem (Neuronavigation) und moderne Operationsmikroskope ist eine sichere Entfernung des Tumors ohne Schädigung des umliegenden Gewebes möglich geworden.

Der Neurochirurg Sergei Tschernow kommentierte die erfolgreiche Operation:

"Aufgrund der Lokalisation des Tumors war es notwendig, diesen zu entfernen, um die funktionswichtigen Strukturen des Gehirns nicht zu schädigen. Eine falsche Bewegung kann zu irreversiblen Folgen führen. Das Risiko postoperativer neurologischer Störungen konnte durch ein neurophysiologisches Monitoring während des Eingriffs minimiert werden, das es erlaubt, die für die Bewegung verantwortlichen Bahnen in Arm und Bein zu kontrollieren und den Tumor unter Annäherung auf wenige Millimeter zu entfernen."

Nach der Operation war es den Ärzten auch möglich, die epileptischen Anfälle des Patienten unter Kontrolle zu bringen. Der Mann wird sich zukünftig Bestrahlungen und einer Chemotherapie unterziehen müssen, um ein Wiederauftreten des Tumors zu verhindern.

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