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Liveticker Ukraine-Krieg – Putin: Westen wird Selenskij nächstes Jahr auswechseln

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg – Putin: Westen wird Selenskij nächstes Jahr auswechselnQuelle: Gettyimages.ru © Sedat Suna
  • 20.06.2024 22:00 Uhr

    22:00 Uhr

    Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!

  • 21:56 Uhr

    Russen reagieren auf EU-Sanktionspakete: "Wir machen aus allen Paketen – Raketen"

    Die EU-Staaten haben sich auf ein 14. Sanktionspaket gegen Russland verständigt. In russischen Netzwerken kursiert derweil ein Clip, der die Auswirkungen der Sanktionen auf den größten russischen Rüstungskonzern "Almas-Antei" aufs Korn nimmt. Almas-Antei stellt unter anderem die Flugabwehrraketensysteme S-300 und S-400 sowie Kalibr-Lenkflugkörper her.

    Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.

  • 21:39 Uhr

    US-Außenministerium: Ukraine wird in Zukunft Mitglied der NATO sein

    Der Sprecher des US-Außenministeriums, Matthew Miller, behauptet, dass die Zukunft der Ukraine in der NATO liege und das Land Mitglied des nordatlantischen Bündnisses werde. Bei einer Pressekonferenz sagt er:

    "Die Zukunft der Ukraine liegt in der NATO. Sie wird Mitglied der NATO werden. Das haben wir deutlich gemacht."

    Miller macht keine Angaben dazu, wann dies geschehen könnte.

  • 21:20 Uhr

    Uschgorod: Abgeordneter wegen Annahme von Bestechungsgeld für Verschiebung der Mobilisierung festgenommen

    Ein Abgeordneter des Stadtrats von Uschgorod wurde wegen des Verdachts auf Bestechlichkeit für die Verschiebung einer Mobilisierung festgenommen, teilt der Sicherheitsdienst der Ukraine (SBU) mit. In einer auf dem Telegram-Kanal des SBU veröffentlichten Erklärung heißt es:

    "Der SBU und die Nationalpolizei haben einen Abgeordneten des Stadtrats von Uschgorod festgenommen, der Bestechungsgelder für den Aufschub der Mobilisierung verlangt hat. Den Ermittlungen zufolge verlangte der Beamte Geld von wehrpflichtigen Personen, um sie aus familiären Gründen von der Einberufung zu befreien. Für verschiedene Bestechungsgelder garantierte der Beamte ihnen ein beschleunigtes Verfahren für die Ausstellung von Bescheinigungen über die Betreuung von Menschen mit Behinderungen."

  • 20:53 Uhr

    Putin: Ukraine-Verhandlungen könnten schon morgen stattfinden

    Die Verhandlungen über die Ukraine könnten schon morgen stattfinden, aber Russland wird von der aktuellen Situation ausgehen, sagt der russische Präsident Wladimir Putin. In einem Gespräch mit Journalisten in Vietnam erklärt er:

    "Wir haben diese Vorschläge von unserer Seite auf dem Tisch liegen, bitte. Es liegt nicht mehr an uns, wann alle an diesen Verhandlungen interessierten Parteien das nehmen, was auf dem Tisch liegt, und diese Verhandlungen beginnen. Schon morgen. Aber wann sie es tun wollen, ist ihre Sache. Ich wiederhole, alles wird davon abhängen, was in der Realität passiert."

    Russlands Präsident fügt hinzu, Moskau sei bereit, den Dialog mit der ukrainischen Seite auf der Grundlage von Istanbul und Minsk fortzusetzen.

    Gleichzeitig betont Putin, dass sich das russische Militär auf alle möglichen Varianten der Lageentwicklung auf dem Schlagfeld vorbereite. Er warnt Kiew auch vor Versuchen, Russland aus dem Gebiet Charkow zu verdrängen. Der russische Präsident versichert, Moskau sei bereit, in diesem Konflikt bis zum Ende zu gehen, da eine strategische Niederlage für Russland das Ende seiner Staatlichkeit bedeuten würde. Putin erklärt:

    "Für Russland bedeutet sie (die strategische Niederlage) nichts anderes als das Ende seiner Staatlichkeit. Sie bedeutet das Ende der tausendjährigen Geschichte des russischen Staates. Ich denke, das ist jedem klar. Und dann stellt sich die Frage: Warum sollten wir Angst haben? Wäre es nicht besser, bis zum Ende zu gehen? Das ist elementare formale Logik."

  • 20:16 Uhr

    Gebiet Kiew: Schismatiker besetzen ukrainisch-orthodoxe St.-Georgs-Kirche

    Vertreter der schismatischen Orthodoxen Kirche der Ukraine (PCU) haben am Donnerstag die St.-Georgs-Kirche der kanonischen Ukrainisch-Orthodoxen Kirche (UOC) in Irpen im Gebiet Kiew in ihre Gewalt gebracht, wie die Union der Orthodoxen Journalisten (UOJ) berichtet. In einer auf der Webseite der Union veröffentlichten Erklärung heißt es:

    "In Irpen, Gebiet Kiew, drangen am 20. Juni gegen 10.00 Uhr Anhänger der PCU in das Gelände der Heiligen St.-Georgs-Kirche der UOC ein und schlugen die Kirchentüren ein. Angeführt wurde die Eroberung der Kirche von Sergei Wosny, einer Persönlichkeit des öffentlichen Lebens. Als sich Gemeindemitglieder der St.-Georgs-Kirche in der Nähe versammelten, wurden sie von der Polizei am Betreten der Kirche gehindert. Aktivisten und Geistliche der PCU beleidigten die UOC-Gläubigen und hetzten zum Hass auf. Sie bestanden mit gefälschten Dokumenten auf ihrem Recht, die Kirche in Beschlag zu nehmen."

  • 19:42 Uhr

    Ehemalige US-Militärs: Putin denkt wie ein moderner Politiker

    Präsident Wladimir Putin denkt wie ein moderner Politiker, wenn er sagt, dass Europa mit Russland befreundet sein sollte, um als eines der Entwicklungszentren erhalten zu bleiben. Dies erklärten der pensionierte US-Oberstleutnant Daniel Davis und der ehemalige Pentagon-Berater Oberst Douglas Macgregor im YouTube-Kanal "Deep Dive".

    "Wladimir Putin blickt weit voraus und spricht nicht nur über die Notwendigkeit, an den Verhandlungstisch zurückzukehren, sondern auch über die Aufrechterhaltung von Beziehungen. Selbst nach den Aktionen des Westens gegenüber Russland und der Menge an eingesetzten Waffen sagt er, dass wir zusammenleben und daher Beziehungen haben müssen", bemerkte Davis.

    Macgregor fügte hinzu, dass Putin ein moderner Politiker sei, während westliche Staatsmänner im letzten Jahrhundert steckengeblieben seien. Sie würden in alten Kategorien denken, während der russische Präsident verstehe, dass bewaffnete Konflikte der modernen Welt schaden.

  • 19:18 Uhr

    "Ein Knochen für das Kiewer Regime": Sacharowa zu Stoltenbergs Äußerungen über F-16-Lieferung

    Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, kommentierte am Mittwoch beim wöchentlichen Briefing die Äußerungen des NATO-Generalsekretärs Jens Stoltenberg zur Lieferung von F-16-Kampfflugzeugen an die Ukraine. Genaugenommen, kommentierte sie die scheinbaren Versprecher, die ihm dabei passierten. Die Diplomatin sagte:

    "Einerseits kann man das als einen Freudschen Versprecher betrachten. Andererseits denke ich, das ist der Knochen, der Kiewer Führung zugeworfen wurde, damit sie dieses Zitat in ihren Nazi-Bataillonen und den ukrainischen Streitkräften verbreitet und zeigt, dass sie bereits in der Allianz ist."

    Mehr dazu hier auf unserer Webseite

  • 19:00 Uhr

    Putin: Westen wird Selenskij nächstes Jahr auswechseln

    Russlands Präsident Wladimir Putin glaubt, dass die westliche Seite alle unpopulären Entscheidungen auf Wladimir Selenskij schieben und dann einen Ersatz für ihn finden wird, was in der ersten Hälfte des nächsten Jahres geschehen könnte. Auf einer Pressekonferenz in Vietnam erklärt der russische Staatschef:

    "Im Westen will man ihn (Selenskij) einfach nicht austauschen, die Zeit ist nicht reif. Ich denke, das ist für jeden offensichtlich. Sie werden ihm alle unpopulären Entscheidungen anhängen, einschließlich der Herabsetzung des Wehrpflichtalters, und das war's. Und dann werden sie ihn auswechseln. Ich denke, das wird irgendwann in der ersten Hälfte des nächsten Jahres sein."

  • 18:43 Uhr

    Guardian: Für Ukraine vorgesehene F-16 werden nahe Charkow eingesetzt

    Die der Ukraine zur Verfügung gestellten F-16 sollen im Gebiet Charkow eingesetzt werden, wo Russland eine überwältigende Luftüberlegenheit hat, berichtet der Guardian unter Berufung auf Quellen.

    Viele westliche Experten betonen, dass die ukrainischen Streitkräfte auf große Schwierigkeiten beim Einsatz der F-16 stoßen werden, da diese Flugzeuge nicht nur qualifizierte Piloten, sondern auch eine ganze Reihe von ausgebildetem Bodenpersonal erfordern. Darüber hinaus würden die NATO-Militärs ohne ernsthafte zusätzliche Unterstützung durch die neuesten F-35 selbst keine F-16 in die Luft bringen, heißt es in dem Artikel.

    Zuvor hatte der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses der Staatsduma, Andrei Kartapolow, erklärt, dass sowohl die F-16 als auch die Flugplätze, auf denen sie stationiert seien, zu einem legitimen Ziel für die russischen Streitkräfte werden, wenn sie an Kampfeinsätzen teilnehmen.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.