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Liveticker Ukraine-Krieg: Wagner befreit strategisch wichtige Ortschaft und kappt Weg nach Sewersk

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: Wagner befreit strategisch wichtige Ortschaft und kappt Weg nach Sewersk© PMC Wagner

 

  • 1.02.2023 22:15 Uhr

    22:15 Uhr

    Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht und einen guten Start in die neue Woche!

  • 21:30 Uhr

    Wagner-Gruppe nimmt Dorf bei Soledar ein – und kappt Versorgungsstraße nach Sewersk

    Sacco i Vanzetti, ein Dorf unmittelbar nördlich von Soledar am Frontabschnitt Donbass, wurde nach hartem Sturmgefecht eingenommen. Dies vermeldete Jewgeni Prigoschin, Leiter des russischen privaten Militärunternehmens "Wagner-Gruppe":

    "Heute, am 1. Februar 2023 um 16:00 MSK, wurde Sacco i Vanzetti von den Sturmeinheiten der PMC 'Wagner' vollständig unter Kontrolle genommen.

    Im Bild sehen Sie das einzige Haus in Sacco i Vanzetti, das noch steht."

    Die Bedeutung des Dorfes ist nicht seine Größe, sondern seine Lage: Durch Sacco i Vanzetti verläuft eine Versorgungsstraße zum von drei Seiten belagerten Sewersk. Dessen Befreiung ist ein Schritt zum Ziel, für Kiew die Front am ganzen Abschnitt Donbass zusammenbrechen zu lassen.

  • 20:35 Uhr

    Nonne einen Tag nach Klosterbeschuss mit US-Raketenwerfer an Wunden gestorben

    Die Nonne, die am Vortag beim ukrainischen Beschuss des Mariä-Entschlafens-Kloster Nikolo-Wassiljewski im Dorf Nikolskoje des Landkreises Wolnowacha der russischen Volksrepublik Donezk mit US-Hochpräzisionsgeschossen schwer verwundet wurde, erlag am 1. Februar ihren Wunden, wie eine Quelle im Kloster gegenüber RIA Nowosti erklärte:

    "Gestern wurde ein Priester im St. Nikolaus-Kloster getötet, und heute erlag eine Nonne, die Megaloschima-Nonne Sawwa, ihren schweren Wunden. Die Frontlinie verläuft jetzt ganz in der Nähe des Klosters. Der Beschuss fand gestern gegen 18 Uhr statt, sie haben mit HIMARS das Kloster gezielt beschossen. Ein Priester wurde getötet – er wurde auf der Straße von vielen Splittern getroffen. Und die verwundete Megaloschima-Nonne befand sich in einem Kellerraum. Die Rakete drang in das Gebäude ein und durchdrang drei Decken. Der Nonne wurden beide Arme abgerissen und sie trug eine schwere Brustwunde davon."

  • 20:04 Uhr

    Medien: US-Hilfspaket für Kiew mit Raketen größerer Reichweite am Freitag erwartet

    Die USA könnten am Freitag, dem 3. Februar,  möglicherweise ein neues Militärhilfepaket für die Ukraine ankündigen – und dass GLSDB-Langstreckengeschosse erstmals mit dabei sein werden. Dies berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf anonyme Quellen:

    "Es wird erwartet, dass das nächste Paket der US-Militärhilfe für die Ukraine, das am Freitag bekannt gegeben werden könnte, zum ersten Mal Langstrecken-Präzisionsbomben enthalten wird."

    Es handelt sich um GLSDB-Langstreckengeschosse mit einer Reichweite von 94 Meilen (151,3 Kilometer). Dies sind Flieger-Gleitbomben mit Lenkung nach Kreiselkompass und Satellit – die man allerdings, statt vom Flugzeug abzuwerfen, aus einem Mehrfachraketenwerfer abfeuert. Dafür wurden Fliegerbomben des Typs GBU-39 an Triebwerke von 227-Millimeter-Raketengeschossen für die Mehrfachwerfer MLRS und HIMARS angebracht; die Original-Sprengköpfe mit Streumunition wurden zuvor wegen zu hoher Bomblet-Ausfallraten ausgemustert. Für Kiew, das von den USA schon länger ATACMS-Raketen fordert, könnte dies einen guten Kompromiss bedeuten: Zwar fliegen GLSDB nur halb so weit wie die neuesten Versionen von ATACMS, dafür passen von den GLSDB ganze sechs in einen HIMARS- beziehungsweise MLRS-Startbehälter, und von den ATACMS nur je ein Stück. Nicht zuletzt ist die Lieferung im Rahmen von "Hilfen" wahrscheinlicher, da eine GLSDB 40.000 US-Dollar kostet und eine ATACMS etwa eine Million.

    Russland hatte vor Kurzem den NATO-Staaten eine Note bezüglich deren Waffenlieferungen an die Ukraine übermittelt. Russlands Außenministerium gab bekannt, dass jede Ladung mit Waffen für die Ukraine ein legitimes Ziel für Russland sei und dadurch, aber auch durch Ausbildungshilfen und Weitergabe von Aufklärungsdaten, die USA und die NATO direkt in den Konflikt in der Ukraine verwickelt seien, sie also "mit dem Feuer spielen" würden.

  • 19:24 Uhr

    Mitglied des russischen Sicherheitsrates: Mit Panzerlieferungen vergisst Deutschland, was 1945 geschah

    In einem Interview mit der russischen Zeitung Rossijskaja Gaseta hat sich der stellvertretende Sekretär des russischen Sicherheitsrates, Nail Muchitow, zu Waffenlieferungen aus den westlichen Ländern geäußert. Seiner Meinung nach werde sich der Westen nicht nur auf Panzerlieferungen beschränken. Mit Blick auf eine mögliche Übergabe von Kampfjets oder schwerer Artillerie an Kiew betont Muchitow, dass man zum Beispiel in Deutschland und Frankreich vergesse, womit die Pläne des Dritten Reiches im Jahr 1945 oder Napoleons Einmarsch in Russland im Jahr 1812 geendet hätten.

    In diesem Zusammenhang weist der Politiker auch darauf hin, dass der Westen seit langem versuche, Russland zu verleumden. Von den Mythen über die Herrschaft von Zar Iwan dem Schrecklichen bis in die heutige Zeit. Deshalb seien einige Punkte der Grundlagen der staatlichen Kulturpolitik, die Präsident Wladimir Putin Ende Januar verabschiedet hat, äußerst wichtig. Unter anderem werde im Dokument ausdrücklich erklärt, dass die Deformation des historischen Gedächtnisses und die negative Bewertung bedeutender Perioden der russischen Geschichte eine Gefahr für die Zukunft des Landes darstellen könnten, so Muchitow.

  • 18:50 Uhr

    Moskau bei UN-Abrüstungskonferenz: Westliche Waffenlieferungen an Kiew erhöhen Atomkonflikt-Risiko

    "Militärhilfen" an Kiew mit westlichen Waffen, die für den Beschuss der Zivilbevölkerung im Donbass verwendet werden, erhöhen die Wahrscheinlichkeit eines Zusammenstoßes zwischen den Atommächten. So warnte die russische Delegation vor dem jüngsten Plenum der UN-Abrüstungskonferenz mit Augenmerk vor allem auf Frankreich, den USA und dem Vereinigten Königreich. RIA Nowosti zitiert:

    "Durch ihre zunehmende Verwicklung in die militärische Konfrontation in der Ukraine, indem sie Waffen liefern, Söldner ausbilden und nachrichtendienstliche Informationen bereitstellen, schaffen diese Länder die reale Gefahr eines unmittelbaren bewaffneten Zusammenstoßes zwischen Atommächten."

    Die russische Delegation betonte, dass aufgrund der Weitergabe von Waffen und Munition aus dem Westen an das ukrainische Militär jeden Tag Menschen im Donbass sterben:

    "Derartige Unterstützung des Kiewer Regimes steht zudem im Widerspruch zu den Erklärungen offizieller Vertreter dieser Länder – Erklärungen über die Notwendigkeit einer politischen und diplomatischen Lösung der Situation in der Ukraine – und führt zu einer Verlängerung des Konflikts und infolgedessen zu neuen zahlreichen Opfern."

  • 18:25 Uhr

    Noch mehr Panzer für Selenskij: Warschau stellt Leerung postsowjetischer Bestände in Aussicht

    Polen kann der Ukraine weitere Panzer der Typen T-72 und PT-91 Twardy (in Polen modernisierte Version des Erstgenannten) aus sowjetischer Produktion liefern. Dies erklärte der polnische Präsident Andrzej Duda am Mittwoch in Riga, sein Auftritt wurde live im polnischen TV übertragen.

    Wie der polnische Staatschef erinnerte, hatte Polen zuvor beschlossen, der Ukraine eine Kompanie Leopard-2-Panzer zu schicken – bis zu 14 Stück:

    "Wir haben noch Panzer aus postsowjetischen Beständen, mehr oder weniger modernisiert: T-72-Panzer in einer modernisierten Version, sowie PT-91 Twardy. Das sind gute Waffen, die gut funktionieren, also sind wir bereit, der Ukraine auch auf diese Weise zu helfen."

    Nach Angaben des polnischen Präsidenten schickt die Republik ständig militärische Unterstützung in die Ukraine:

    "Wir haben mehr als 240 Panzer, mehr als 100 gepanzerte Fahrzeuge, Zehntausende von automatischen Waffen, eine riesige Menge an Munition, tragbare Flugabwehrraketensysteme vom Typ Piorun und moderne Panzerhaubitzen vom Typ Krab in die Ukraine geschickt."

  • 17:48 Uhr

    Medienbericht: Immer mehr Polen teilen Russlands Position zur Ukraine

    Die polnische Gesellschaft hat begonnen, ihre Haltung zum Konflikt in der Ukraine zu ändern, berichtet das polnische Portal RMF24 unter Berufung auf eine Umfrage, die im Auftrag des Warsaw Enterprise Institute durchgeführt wurde.

    Die Umfrage umfasste mehrere Thesen, von denen die Befragten auswählen sollten, welchen sie zustimmen und welchen nicht. Insbesondere wurden die Polen nach ihrer Einstellung zu acht bestimmten Aussagen befragt. Zu ihnen gehörten unter anderem diese:

    "Ohne die NATO-Osterweiterung hätte Putin die Ukraine und die Ukrainer nicht angegriffen."

    "Die Flüchtlinge aus der Ukraine sind in Wirklichkeit Wirtschaftsmigranten."

    "Wir sollten der Ukraine nicht helfen, solange sie nicht für Wolhynien Buße tut und Bandera verurteilt."

    "Wir sollten keine Waffen mehr liefern, weil wir damit einen Konflikt weiter anheizen, der nichts mit uns zu tun hat."

    Die Umfrage zeigte, dass 41 Prozent der Befragten mindestens vier von ihnen "voll und ganz" oder "eher" zustimmen. Im September waren es noch 34 Prozent. Den Meinungsforschern zufolge würden die 25- bis 34-Jährigen den in der Umfrage verwendeten Thesen eher zustimmen als andere Altersgruppen. Die Studie wurde im September 2022 und Januar 2023 durchgeführt.

  • 17:23 Uhr

    Demokratischer Gouverneurskandidat in Kentucky: Wer Kiewer Nazi-Regime mithilfe von Selenskis Judentum weißwäscht, ist Antisemit

    Eine unter Anhängern und Mitgliedern der Demokratischen Partei der USA momentan recht selten öffentlich geäußerte Ansicht hat der demokratische US-Politiker und Gouverneurskandidat für den Bundesstaat Kentucky, Geoffrey M. Young, auf Twitter geteilt. Er argumentiert:

    "Die ukrainische 'Regierung' wird heute von Nazis geführt. Viele sagen mir: 'Das kann nicht sein, weil Selenski JUDE ist!' Ich aber denke hingegen, dass Menschen, die immer und ständig darauf hinweisen, dass der Nazi-Führer eines gewalttätigen, Menschenrechte verletzenden Regimes ein Jude ist, als Antisemiten betrachtet werden können."

    Young hatte sich bei mehr als dieser einen Gelegenheit ähnlich harsch geäußert. So forderte er am 14. Januar, dass Biden wegen seiner Kriegsverbrechen in der Ukraine, im Jemen, in Syrien, im Irak und anderswo sowie wegen der Fortsetzung des Stellvertreterkriegs gegen Russland sofort angeklagt werden sollte. Mehr noch: Seiner Ansicht nach sind ausnahmslos alle US-Präsidenten seit dem Jahr 1945 Kriegsverbrecher. Darüber hinaus kritisierte Young das Weiße Haus scharf dafür, Kiew zu unterstützen und mit Waffen zu beliefern.

  • 17:01 Uhr

    20 Zivilisten getötet und 36 weitere verletzt bei Beschuss durch ukrainische Streitkräfte im Januar

    Im vergangenen Monat haben die ukrainischen Streitkräfte 35-mal die Volksrepublik Lugansk beschossen, berichtet die Vertretung der Lugansker Volksrepublik beim Gemeinsamen Zentrum für die Kontrolle und Koordinierung von Fragen im Zusammenhang mit ukrainischen Kriegsverbrechen. Dabei wurden insgesamt 18 Ortschaften angegriffen. Ukrainische Truppen haben insgesamt 62 HIMARS-Raketen, 34 Geschosse im Kaliber 155 Millimeter, eine Olcha-Rakete und eine 120-Millimeter-Mine abgefeuert. Außerdem haben sie beim Beschuss sieben Drohnen eingesetzt.

    Insgesamt wurden im vergangenen Monat bei dem Beschuss durch ukrainische Truppen 20 Menschen getötet, darunter ein Kind, und 36 weitere Zivilisten verletzt. Zudem wurden 145 Häuser und 37 zivile Infrastrukturobjekte, darunter vier medizinische und fünf Bildungseinrichtungen, zerstört oder beschädigt.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.