International

Liveticker Ukraine-Krieg – Offizier: Kiew bereitet sich auf Rückzug aus der LVR vor

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg – Offizier: Kiew bereitet sich auf Rückzug aus der LVR vor© AP Photo/Andriy Andriyenko
  • 7.02.2023 16:01 Uhr

    16:01 Uhr

    Nordische Sportverbände gegen Olympia-Teilnahme von Athleten aus Russland

    Die Sportverbände in Nordeuropa sind einheitlich gegen eine mögliche Rückkehr von Sportlern aus Russland und Weißrussland zu den Olympischen Spielen und anderen internationalen Sportwettbewerben. In einem gemeinsamen Brief, der am Dienstag an das Internationale Olympische Komitee (IOC) geschickt wurde, schreiben die jeweiligen Olympischen Komitees, Paralympischen Komitees und Sportverbände:

    "Die Situation mit dem Krieg in der Ukraine hat sich nicht geändert."

    Daher sei man entschieden dafür, den internationalen Sport nicht für russische und weißrussische Athleten und Funktionäre zu öffnen. Es sei nicht der richtige Zeitpunkt, um eine solche Rückkehr in Betracht zu ziehen.

    Unterzeichnet wurde das Schreiben von den Verbandsspitzen aus Dänemark, Finnland, Island, Norwegen, Schweden sowie aus Åland, Grönland und von den Färöer-Inseln.

    Das IOC um den deutschen Präsidenten Thomas Bach hatte zuletzt angekündigt, Wege für eine Rückkehr von russischen und weißrussischen Sportlern zu internationalen Wettkämpfen zu suchen. An den Australian Open der Tennisprofis nahmen zuletzt russische und weißrussische Spieler als neutrale Sportler teil. Den Damen-Titel gewann Arina Sobolenko aus Weißrussland.

  • 15:52 Uhr

    Ukrainischen Soldaten in Marjinka werden ihre eigenen Landminen zum Verhängnis

    Bei Gefechten in und um Marjinka (nordwestlicher Vorort von Donezk) werden den ukrainischen Truppen ihre eigenen Landminen zum Verhängnis. Diese Beobachtung teilten Soldaten des 103. Motorisierten Rotbanner-Garde-Schützenregiments der russischen Landstreitkräfte Journalisten von RT mit. Kämpfer der ukrainischen Pioniereinheiten, die seinerzeit die Verteidigungsstellungen dort mit Landminen gesichert hatten, seien mittlerweile entweder tot, gefangengenommen oder verschollen – verschollen seien jedenfalls ihre Minensperrnachweise mit den entsprechenden Karten und Notizen, so die russischen Soldaten und Offiziere. Somit werden die Landminen nicht nur für die russischen Truppen auf Offensive zum Problem, sondern auch für die Ukrainer, die sich im schwer befestigten Marjinka verschanzt aufhalten.

    So seien diese zur Versorgung auf "Fuchspfade" durch benachbarte Ortschaften Paraskowijewka, Nowomichailowka und Konstantinowka angewiesen, weil sie weder die unter Artilleriebeschuss stehenden Landstraßen noch offene Felder nutzen können: Das Letztere bleibt ihnen eben wegen Kenntnismangel unverminter Wege verwehrt.

    Diese Information kann als mittelbarer Hinweis für die enorm hohen Verluste bei den kiewtreuen Truppen am Frontabschnitt Donbass aufgefasst werden.

  • 15:41 Uhr

    Russische Luftabwehr schießt neun ukrainische Drohnen ab

    Im Laufe des Tages haben die Raketen- und Artilleriekräfte des russischen Militärs 86 Artillerieeinheiten der ukrainischen Streitkräfte auf Feuerstellungen sowie ihr Personal und ihre Militärausrüstung in 139 Kreisen bekämpft. In den Volksrepubliken Lugansk und Donezk sowie im Gebiet Saporoschje zerstörte die Luftabwehr neun ukrainische Drohnen. Außerdem wurden sieben Raketen der Mehrfachraketenwerfer HIMARS und Uragan abgeschossen.

  • 15:29 Uhr

    Frontübersicht des russischen Verteidigungsministeriums

    In seiner täglichen Frontübersicht berichtet der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Generalleutnant Igor Konaschenkow, über den Verlauf der Sonderoperation in der Ukraine am Dienstag.

    Am Frontabschnitt Kupjansk bekämpften die russischen Schlacht- und Heeresflieger ukrainische Truppen in der Nähe der Siedlungen Iwanowka und Berestowoje im Gebiet Charkow sowie Nowoselowskoje in der Volksrepublik Lugansk. Die Verluste des Feindes beliefen sich im Laufe des Tages auf mehr als 50 Soldaten, zwei gepanzerte Kampffahrzeuge, vier Fahrzeuge und eine Haubitze vom Typ D-30.

    In Richtung Krasny Liman verloren die ukrainischen Streitkräfte in den Volksrepubliken Donezk und Lugansk über 100 ukrainische Soldaten, drei gepanzerte Kampffahrzeuge und zwei Fahrzeuge.

    Durch Artilleriefeuer und Offensivaktionen des russischen Militärs am Frontabschnitt Donezk erlitt die Ukraine erhebliche Verluste, und zwar über 90 Soldaten, vier gepanzerte Kampffahrzeuge, ein Grad-Mehrfachraketenwerfer und eine Haubitze vom Typ MSTA-B. Außerdem wurde in der Nähe von Iljitschewka in der Volksrepublik Donezk ein ukrainisches Lager mit Artilleriemunition zerstört.

    In Richtungen Süd-Donezk und Saporoschje bekämpfte die russische Artillerie ukrainische Einheiten bei den Siedlungen Ugledar und Wodjanoje der Volksrepublik Donezk. Darüber hinaus wurden in der Republik vier ukrainische Munitionsdepots zerstört. Die Gesamtverluste des Feindes in diesen Richtungen betrugen über 80 Soldaten, einen Panzer, zwei gepanzerte Kampffahrzeuge, zwei D-20-Haubitzen, zwei D-30-Haubitzen sowie eine Panzerhaubitze vom Typ Gwosdika.

    In Richtung Cherson wurden in der Nacht bis zu 20 ukrainische Soldaten getötet. Außerdem wurden eine Panzerhaubitze vom Typ Akazija und ein Munitionsdepot in der Nähe des Dorfes Tarasa Schewtschenko im Gebiet Cherson durch systematischen Artilleriebeschuss auf Ansammlungen feindlicher Truppen und Ausrüstung zerstört.

  • 15:03 Uhr

    Ukrainische Truppen setzen Beschuss von Donezk fort

    Die ukrainischen Truppen feuerten zwei 155-Millimeter-Granaten auf den Kirowski-Bezirk von Donezk ab. Dies berichtet die Vertretung der Volksrepublik Donezk beim Gemeinsamen Zentrum für Kontrolle und Koordinierung von Fragen im Zusammenhang mit ukrainischen Kriegsverbrechen.

  • 14:48 Uhr

    Melnyk: Waffenlieferungen können Russland zu Verhandlungen motivieren

    Nach der Meinung des stellvertretenden Außenministers der Ukraine, Andrei Melnyk, könnte Moskau nur durch neue Waffenlieferungen an Kiew zu Friedensverhandlungen gedrängt werden. Im Interview mit dem deutschen TV-Sender ZDF betont der Politiker, dass die Ukraine an Verhandlungen interessiert sei.

    "Man braucht ja zwei für einen Tanz und man braucht zwei für Friedensgespräche. Im Moment ist es leider nicht so, dass die Russen bereit sind."

    Zuvor hatte Russlands Außenminister Sergei Lawrow erklärt, dass die These, Russland gebe die Verhandlungen mit der Ukraine auf, eine Lüge sei. Ihm zufolge versucht niemand, Kiew zur Rückkehr zu Verhandlungen mit Moskau zu bewegen.

    Mehr zum Thema – Interview mit Lawrow: Ziele der Sonderoperation, Druck des Westens und "Endlösung der Russenfrage"

  • 14:34 Uhr

    Ukrainische Truppen beschießen Nowobachmutowka

    Die ukrainische Armee hat sechs 120-Millimeter-Granaten auf Nowobachmutowka in der Volksrepublik Donezk (DVR) abgefeuert. Dies berichtet die DVR-Vertretung beim Gemeinsamen Zentrum für Kontrolle und Koordinierung von Fragen im Zusammenhang mit ukrainischen Kriegsverbrechen.

  • 14:23 Uhr

    Russischer Verteidigungsminister: Kiewer Regime verübt weiterhin Terroranschläge auf Bürger der neuen russischen Gebiete

    Die ukrainischen Behörden führen weiterhin Einschüchterungsmaßnahmen gegen Bürger in den neuen russischen Gebieten durch, wobei die ukrainischen Streitkräfte Wohngebiete und Krankenhäuser beschießen. Darauf wies der russische Verteidigungsminister Sergei Schoigu am Dienstag bei einer Telefonkonferenz des Verteidigungsministeriums hin. Er erklärte:

    "Da die ukrainische Führung weiß, dass es nicht möglich sein wird, Russland militärisch zu besiegen, greift sie weiterhin zu kriminellen Aktionen, um die Bürger in den neuen russischen Föderationssubjekten einzuschüchtern. Die ukrainischen Streitkräfte greifen Wohngebiete, Krankenhäuser und Orte an, an denen sich die Zivilbevölkerung versammelt, und verüben Terroranschläge auf staatliche und soziale Einrichtungen."

  • 14:14 Uhr

    LVR-Volksmiliz: NATO-Militärs kämpfen im Donbass

    Der Kommandeur der Spezialeinheit Achmat und Offizier der Lugansker Volksmiliz, Apty Alaudinow, hat darauf hingewiesen, dass wahrscheinlich NATO-Militärs auf ukrainischer Seite an den Militäraktionen im Donbass teilnehmen. Er sagte im russischen Fernsehen:

    "Es handelt sich nicht um Söldner, sondern um professionelle Kader des NATO-Blocks. Das ist eine eindeutige Sache, denn wenn es sich um gewöhnliche Söldner handeln würde, glaube ich nicht, dass sie Hunderte von ukrainischen Militärs einsetzen würden, um eine Leiche eines solchen Söldners herauszuholen."

    NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat wiederholt erklärt, dass das Bündnis nicht in den Konflikt in der Ukraine verwickelt ist und auch nicht sein werde. Das Bündnis würde keine Truppen oder Flugzeuge in die Konfliktzone entsenden. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass der Westen der Ukraine modernere und schwerere Waffen nicht nur zur Selbstverteidigung, sondern auch für die "Rückeroberung von Gebieten" liefere und berücksichtigen sollte, dass "Russland neue Offensiven vorbereitet".

  • 14:08 Uhr

    Gouverneur von Cherson: Möglichkeiten des Westens, Waffen in die Ukraine zu pumpen, schwinden

    Der Grundstein für den entscheidenden Sieg Russlands wird bereits in diesem Jahr gelegt, denn die Möglichkeiten des Westens, das Kiewer Regime weiter mit Waffen vollzupumpen, und seine Bereitschaft zur Konfrontation mit Russland gehen zu Ende. Darauf wies Wladimir Saldo, der amtierende Gouverneur des Gebietes Cherson, in einem Gespräch mit TASS hin.

    "Militärische Maßnahmen sind schwer vorherzusagen. Es ist ein Kampf zwischen zwei militärischen und wirtschaftlichen Systemen, in diesem Fall zwischen dem gesamten konsolidierten Westen und Russland. Dieser Kampf ist jedoch asymmetrisch. Der Westen ist von tiefen Widersprüchen zerrissen, und seine Fähigkeit, das Kiewer Regime mit Waffen und Geld zu versorgen, ist nicht unbegrenzt."

    Saldo fügte hinzu, dass "die intensive Phase militärischer Konflikte zwischen vergleichbaren Rivalen höchstens vier Jahre dauert", wie die Geschichte zeige. Er hob hervor:

    "Das zweite Jahr erweist sich in der Regel als Wendepunkt –, es entscheidet über den Sieger. Die Kräfte des Kiewer Regimes gehen nun zur Neige. Und es geht nicht so sehr um die militärische Versorgung, die halten unsere Feinde nicht auf, sondern um die moralische und psychologische Kampfbereitschaft und die wirtschaftliche Basis. Die Bereitschaft geht zur Neige, und die Wirtschaft befindet sich in einer schweren Krise."

    "Wenn der Konflikt nicht eingefroren wird – und die Voraussetzungen für ein solches Szenario sind noch nicht erkennbar – werden die Grundlagen für einen entscheidenden russischen Sieg in diesem Jahr gelegt."

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.