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Liveticker Ukraine-Krieg: Polen will Ukrainer in nur fünf Wochen an Leopard-Panzern schulen

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: Polen will Ukrainer in nur fünf Wochen an Leopard-Panzern schulenQuelle: www.globallookpress.com © Armin Weigel

 

  • 31.01.2023 22:10 Uhr

    22:10 Uhr

    Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!

  • 22:03 Uhr

    Polen will Ausbildung an Leopard-Panzern für ukrainische Soldaten auf fünf Wochen verkürzen

    Polen will ukrainische Soldaten an Leopard-Panzern ausbilden. Zu diesem Zweck soll nach Angaben von Reuters ein Ausbildungszentrum in dem westpolnischen Dorf Świętoszów dienen. In einer mit Simulatoren ausgestatteten Einrichtung könnten 14 Besatzungen mit je vier Mann gleichzeitig ausgebildet werden. Gewöhnlich dauere der Prozess etwa zehn Wochen, doch soll diese Zeit auf fünf Wochen verkürzt werden. Major Maciej Banaszyński, der Leiter des polnischen Leopard-Ausbildungszentrums, sagte gegenüber Reuters

    "Wenn wir die Ausbildung intensivieren, indem wir die Zahl der Ausbilder erhöhen, unsere Zeit und unsere Wochenenden einsetzen, können wir eine ganze Besatzung in fünf Wochen ausbilden."

    Darüber hinaus biete das Ausbildungszentrum Banaszyński zufolge Kurse für Mechaniker an, die sich mit der Bewaffnung, dem Fahrgestell und der Ausrüstung der Leopard-Panzer befassen.

  • 21:44 Uhr

    Gründer der US-Söldnertruppe Mozart wird der sexuellen Belästigung und des Betruges beschuldigt

    Andy Milburn, Gründer der US-Söldnertruppe Mozart, ist der sexuellen Belästigung, des Betruges und anderer Straftaten beschuldigt worden. Nach Angaben von RT wurde die Klage gegen den US-Marine-Veteranen und die Mozart-Truppe, die derzeit in der Ukraine tätig ist, vom ehemaligen Finanzdirektor des Unternehmens, Andy Bain, eingereicht. Ihm zufolge habe Milburn Spendengelder unterschlagen, Geld von Privatunternehmen herausgepresst, ehemalige Mozart-Mitglieder erpresst und einige Mitarbeiterinnen sexuell belästigt.

    Darüber hinaus stellt sich aus den Dokumenten heraus, dass alle Aussagen der Vertreter der Mozart-Gruppe, sie seien in der Ukraine ohne Waffen und würden lediglich die ukrainischen Streitkräfte militärisch unterstützen, Lügen sind. Vor einigen Tagen hatte Milburn selbst in einem Interview mit RT gesagt, das Hauptziel der Ausbildung sei es, Menschen zu töten.

    "Wozu bilden wir Jungs aus? Damit sie sich nicht nur verteidigen, sondern auch den Feind töten können. Alle unsere Aktivitäten bewegen sich eindeutig im Rahmen der NATO-Politik. Der Westen versorgt die Ukraine mit tödlichen Waffen, die Russen töten. Wenn ukrainische Soldaten von uns ausgebildet werden, ist dies ihr Ziel. Deshalb bringen wir ihnen bei, wie man mit Waffen umgeht."

  • 21:20 Uhr

    Ukraine nimmt drei Siedlungen in DVR unter Beschuss

    Innerhalb von 15 Minuten hat das ukrainische Militär drei Siedlungen in der Volksrepublik Donezk (DVR) beschossen. Dies berichtet die DVR-Vertretung beim Gemeinsamen Zentrum für die Kontrolle und Koordinierung von Fragen im Zusammenhang mit den ukrainischen Kriegsverbrechen. 

    Um 20:40 Uhr (Ortszeit) sind vier Granaten des Kalibers 152 Millimeter in der Siedlung Jakowlewka eingeschlagen. Fünf Minuten später feuerte die ukrainische Artillerie fünf Geschosse des Kalibers 155 Millimeter auf die Siedlung Mineralnoje ab. Um 20:55 Uhr wurde die Stadt Jassinowataja mit sechs 155-Millimeter-Granaten beschossen.

  • 20:53 Uhr

    Luftabwehr zweimal über Gebiet Belgorod eingesetzt

    Der Gouverneur des russischen Gebietes Belgorod, Wjatscheslaw Gladkow, hat über den Beschuss des Gebietes durch ukrainische Truppen berichtet. Über den Kreisen Belgorod und Schebekinski sollen die Luftabwehrsysteme zwei Raketen erfolgreich abgeschossen haben. Ferner sei über sechs Explosionen berichtet worden, die einen erneuten Einsatz der Luftabwehr signalisieren könnten.

    Gladkow betonte, es gebe infolge des Beschusses keine Todesopfer oder Verletzten. Die Rettungskräfte klärten derzeit mögliche Schäden am Boden.

  • 20:29 Uhr

    Human Rights Watch berichtet über Todesopfer wegen möglichen Einsatzes ukrainischer Landminen

    In einem Bericht teilt die internationale Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) mit, ukrainische Truppen sollen in der Stadt Isjum Antipersonenminen vom Typ Lepestok abgeworfen haben, wodurch elf Zivilisten ums Leben gekommen sein sollen. Die HRW habe laut dem Bericht ihre Studie über den Einsatz von Landminen in Isjum vom 19. September bis zum 9. Oktober 2022 durchgeführt. Die Mitarbeiter der Organisation sollen über 100 Personen, darunter Augenzeugen, Betroffene, Rettungskräfte, Ärzte und Pioniere, befragt haben.

    Daraufhin habe die HRW die Verwendung von Lepestok-Minen in neun verschiedenen Bezirken der Stadt sowie in deren Umgebung festgestellt. Außer elf Todesopfern seien etwa 50 Personen, darunter fünf Kinder, nach Angaben der befragten Ärzte behandelt worden. In diesem Zusammenhang fordern die Menschenrechtsaktivisten Kiew auf, den möglichen Einsatz von Lepestok-Minen durch die ukrainischen Streitkräfte in Isjum und Umgebung zu untersuchen.

    Die Schützenabwehr-Sprengmine vom Typ PFM-1 oder Lepestok wird durch Auftreten ausgelöst und kann die Beine eines Betroffenen beschädigen. Sie wird mit Hilfe von Flugzeugen oder Hubschraubern eingestreut. Die Ständige Vertretung Russlands bei den Vereinten Nationen hatte zuvor in einem Schreiben an den Sicherheitsrat über den Einsatz von Lepestok-Minen durch die Ukraine gegen Zivilisten berichtet.

  • 19:57 Uhr

    DVR-Chef: Ohne Awdejewka kann Ukraine Donezk nicht beschießen

    Denis Puschilin, Chef der Volksrepublik Donezk (DVR), hat der Zeitung Komsomolskaja Prawda gegenüber berichtet, die ukrainischen Truppen würden mit allen Kräften versuchen, die Stadt Awdejewka zu halten. Derzeit beschieße die ukrainische Artillerie von Awdejewka aus regelmäßig das Territorium der DVR. Mit dem Verlust dieser Stadt verliere die Ukraine auch die Möglichkeit, Granaten auf solche Städte wie Donezk und Jassinowataja abzufeuern.

  • 19:25 Uhr

    Medien: Großbritannien erkennt Probleme bei Streitkräften

    Nach Angaben des britischen TV-Senders Sky News hat der Verteidigungsminister des Landes Ben Wallace zugegeben, dass die Streitkräfte Großbritanniens hinter den Armeen anderer Länder zurückgeblieben sind.

    Zuvor hatte sich der Beauftragte für Verteidigung im britischen Parlament Tobias Ellwood ähnlich geäußert, wobei er den Zustand des nationalen Militärs als beklagenswert und veraltet bezeichnete.

    Wallace betonte, er hätte die Probleme bei den Streitkräften und die Notwendigkeit von Investitionen bereits seit einigen Jahren deutlich signalisiert. Derzeit sollen alle europäischen Länder auf eine große Herausforderung gestoßen sein, und zwar Schwierigkeiten in den Lieferketten. Ausgerechnet dafür werde Wallace zufolge das neue Geld eingesetzt. Es sei wichtig, der Industrie zu signalisieren, dass die Regierung in das Militär investiere. In diesem Zusammenhang erinnerte der Verteidigungsminister an die Militärrichtlinie aus dem Jahr 2020, der auch weitere Maßnahmen folgen würden.

    Sky News hatte zuvor unter Berufung auf Quellen in Verteidigungskreisen berichtet, ein hochrangiger US-General habe in einem privaten Gespräch mit Wallace gesagt, dass die britische Armee nicht mehr als Kampftruppe der Spitzenklasse angesehen wird. Die britischen Streitkräfte sollen ihm zufolge auch kaum der zweiten Klasse angehören.

  • 18:47 Uhr

    DVR-Chef: Verlust von Artjomowsk wird Positionen der Ukraine spürbar schwächen

    In einem Interview mit der russischen Zeitung Komsomolskaja Prawda hat der Chef der Volksrepublik Donezk (DVR) Denis Puschilin über die Lage um Artjomowsk gesprochen. Seiner Meinung nach werde die Befreiung der Stadt durch die russischen Streitkräfte für die Ukraine einen spürbaren Verlust ihrer Positionen bedeuten. Für die russischen Truppen werde damit der Weg zu den Städten Kramatorsk und Slawjansk frei.

    Puschilin fügte außerdem hinzu, dass das ukrainische Militär in Artjomowsk, genauso wie in Mariupol, mehrere tief gestaffelte Verteidigungslinien aufgebaut habe. Die große Aufmerksamkeit, die die Ukraine in ihren Medien dieser Stadt zuteile, ist dem DVR-Chef zufolge auf die große Symbolik zurückzuführen, die Kiew Artjomowsk, wie zuvor Soledar, selbst verliehen habe.

  • 18:17 Uhr

    Kiew: Ukraine wird im Rahmen der ersten Welle bis zu 140 Panzer aus westlicher Produktion erhalten

    Der ukrainische Außenminister Dmitri Kuleba verkündete am Dienstag, dass Kiew im Rahmen der ersten Hilfswelle 120 bis 140 Panzer westlicher Bauart erhalten werde. Er sagte während eines Briefings:

    "Im Rahmen der ersten Welle der Bereitstellung werden die ukrainischen Streitkräfte 120 bis 140 Einheiten moderner Panzer westlicher Modelle erhalten. Es handelt sich um Leopard 2, Challenger 2 und M1 Abrams. Und wir zählen sehr auf die Leclerc."

    Kuleba wies darauf hin, dass die sogenannte Panzerkoalition derzeit zwölf Teilnehmer hat, merkte aber an, dass es noch zu früh sei, alle Länder und ihre praktischen Beiträge zu nennen, da einige Staaten noch formelle Beschlüsse in Übereinstimmung mit ihren internen Verfahren genehmigen müssten.

    Nach Angaben des ukrainischen Außenministers arbeitet Kiew weiterhin daran, die Panzerkoalition zu erweitern und die Anzahl der Panzer zu erhöhen, die die Teilnehmer bereit sind, Kiew zur Verfügung zu stellen.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.