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Liveticker Ukraine-Krieg – Selenskij beklagt Waffenmangel: Kiew kann jetzt keine Offensive starten

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg – Selenskij beklagt Waffenmangel: Kiew kann jetzt keine Offensive startenQuelle: AFP © ARIS MESSINIS
  • 25.03.2023 15:42 Uhr

    15:42 Uhr

    Ukrainische Truppen beschießen Alexandrowka in der DVR: Mann verwundet

    Das ukrainische Militär hat die am westlichen Stadtrand von Donezk gelegene Siedlung Alexandrowka unter Beschuss genommen. Die Vertretung der DVR beim Gemeinsamen Zentrum für Kontrolle und Koordination meldete diesbezüglich:

    "Es wurden zehn Raketen von einem Mehrfachraketenwerfer abgefeuert."

    Die Behörde gab des Weiteren bekannt, dass durch den Beschuss ein 73-jähriger Mann verletzt wurde.

  • 15:07 Uhr

    Umfrage: Fast 40 Prozent der Ukrainer haben unter ihren Bekannten Getötete oder Verletzte durch Kriegshandlungen

    Aus einer Umfrage des Rasumkow-Meinungsforschungszentrums geht hervor, dass 37 Prozent der Ukrainer mindestens einen Verwandten oder Bekannten haben, der seit dem Beginn des Krieges am 24. Februar 2022 verletzt oder getötet worden ist. Darüber hinaus haben 28 Prozent der Befragten Familienmitglieder oder nahe Verwandte, die nach dem Kriegsausbruch die Ukraine verlassen haben und im Ausland leben. Laut dieser Umfrage führt Polen als Zielland für 47 Prozent der Schutzsuchenden, gefolgt von Deutschland für 18,5 Prozent und Tschechien für 9 Prozent der Geflüchteten.

    Die Ukraine gibt keine Auskunft über die Personalverluste in der einheimischen Armee. Nach Angaben der Vereinten Nationen sollen Stand 20. März im Krieg 8.317 Zivilisten getötet worden sein. Weitere 13.892 sollen Verletzungen erlitten haben. Die wirkliche Zahl dürfte allerdings höher liegen, da diese Statistiken nicht alle Gebiete mitberücksichtigen.

  • 14:25 Uhr

    EU erwägt Sekundärsanktionen gegen Russlands Nachbarn

    Die Europäische Union könnte Sanktionen gegen Staaten verhängen, die nach Brüssels Meinung Russland helfen, die Einschränkungen zu umgehen. Dies berichtete die Zeitung The Telegraph unter Verweis auf ein EU-Dokument.

    Laut dem Artikel sei ein Anstieg des Exports von so genannten Gütern mit doppeltem Verwendungszweck, wie etwa Waschmaschinen, Gebrauchtwagen und Kameras aus der EU in zentralasiatische Staaten wie Kasachstan, Kirgisistan und Usbekistan verzeichnet worden. Die Zeitung zitierte einen EU-Diplomaten:

    "Es ist ein riesiges Problem. Ein großer Teil der Sanktionen wird umgangen."

    Die EU plane nun, die entsprechenden Staaten zu warnen, könnte aber auch Handelseinschränkungen gegen sie verhängen.

  • 13:40 Uhr

    Chef der russischen Teilrepublik Nordossetien überreicht Freiwilligen Drohnen und Militärfahrzeuge

    Der Chef der russischen Nordkaukasus-Teilrepublik Nordossetien, Sergei Menjailo, hat den Bataillonen Alanija und Storm-Ossetija und anderen ossetischen Einheiten, die sich an der Sonderoperation in der Ukraine beteiligen, fünfzehn Pick-ups, acht Kamas-Militärfahrzeuge und dreißig Drohnen überreicht. Menjailo teilte dabei mit, dass die Technik mithilfe von Geschäftsleuten aus Nordossetien angeschafft worden sei. Dies sei nicht die erste und nicht die letzte Lieferung ins Kampfgebiet.

    Der Politiker lobte die Ausstattung der Freiwilligen-Bataillone aus Nordossetien mit Waffen. Die Kämpfer würden entsprechend ihrem Bedarf ausgerüstet.

  • 13:01 Uhr

    Russische Luftabwehr schießt ukrainische Bayraktar-Drohne ab

    Das russische Verteidigungsministerium hat am Samstagnachmittag bei seinem täglichen Briefing über die aktuelle Situation an der Kontaktlinie berichtet. Wie Ministeriumssprecher Generalleutnant Igor Konaschenkow mitteilte, seien in den vergangenen 24 Stunden allein am Frontabschnitt Kupjansk bis zu 55 ukrainische Armeeangehörige getötet worden. Außerdem habe die ukrainische Armee dort zwei Panzerfahrzeuge und zwei Militärwagen verloren.    

    Die gegnerischen Personalverluste am Frontabschnitt Krasny Liman bezifferte Konaschenkow auf mehr als 85 Mann. Dort seien zudem zwei Panzerwagen, drei Pick-ups und eine Haubitze vom Typ D-20 zerstört worden. Am Frontabschnitt Donezk seien mehr als 155 ukrainische Soldaten ums Leben gekommen. Der Gegner habe drei Panzerfahrzeuge, fünf Militärwagen und eine Haubitze vom Typ D-30 verloren.  

    Südlich von Donezk und im Gebiet Saporoschje seien in den letzten 24 Stunden nach Angaben von Konaschenkow bis zu 70 ukrainische Kämpfer getötet worden. Als Verluste der ukrainischen Armee listete der Sprecher eine Haubitze vom Typ D-30 und drei Militärwagen auf. Am Frontabschnitt Cherson habe die russische Armee bis zu 35 ukrainische Soldaten getötet sowie zehn Militärwagen und eine Selbstfahrlafette vom Typ Gwosdika zerstört.  

    Nach Angaben von Konaschenkow habe das russische Militär in den vergangenen 24 Stunden insgesamt 76 Artillerie-Einheiten und 112 Orte mit Technik und Personal der ukrainischen Streitkräfte getroffen. Die russische Luftabwehr habe sechs Olcha- und HIMARS-Geschosse sowie eine Antiradarrakete vom Typ HARM abgefangen. Außerdem seien elf ukrainische Drohnen, darunter eine vom Typ Bayraktar TB2, zerstört worden.   

    Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau habe die Ukraine seit dem Beginn der Sonderoperation am 24. Februar 2022 insgesamt 404 Flugzeuge, 224 Hubschrauber, 3.573 Drohnen, 414 Flugabwehrraketenkomplexe, 8.399 Panzer, 1.072 Mehrfachraketenwerfer sowie 4.428 Geschütze und Mörser verloren.

  • 12:34 Uhr

    Einwohner von Donezk stößt auf Schmetterlingsmine –  Opferzahl steigt auf 103 Personen

    Die Behörden von Donezk haben am Samstag einen weiteren Verletzten durch die Explosion einer Antipersonenmine vom Typ PFM-1 gemeldet. Der 52-jährige Mann habe demnach Verletzungen erlitten. Somit stieg die Zahl der Opfer solcher über die Volksrepublik verstreuten Schmetterlingsminen auf 103 Personen, darunter auch neun Minderjährige. Drei Opfer sind ihren Verletzungen erlegen.

  • 12:07 Uhr

    Kämpfer aus Polen stirbt in der Ukraine

    Der Chef der Kanzlei des polnischen Ministerpräsidenten, Michał Dworczyk, hat am späten Freitagabend auf Twitter den Tod eines polnischen Bürgers in der Ukraine vermeldet. Er habe für die Ukraine gekämpft. Der Zustand zweier weiterer Söldner, die vor einigen Tagen verletzt wurden, bleibe ernst, fügte Dworczyk hinzu.

    Wie der Korrespondent des Nachrichtenportals Polsat News, Mateusz Lachowski, auf Twitter präzisierte, heiße der getötete Pole Michał. Er habe eine Einheit der internationalen Legion der Ukraine befehligt und seit April 2022 gekämpft.

    Die New York Times meldete indes am Samstag, dass der Plan der ukrainischen Führung, Kämpfer aus dem Ausland anzuwerben, momentan ins Stocken geraten sei. Derzeit gebe es in der internationalen Legion des Landes ungefähr 1.500 Menschen, schrieb die Zeitung unter Berufung auf Quellen. Demnach hätten die ukrainischen Beamten ursprünglich mit 20.000 potenziellen Freiwilligen geprahlt. In der Tat seien aber viel weniger angeworben worden.    

    Zuvor hatte die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa die Zahl der ausländischen Söldner in der Ukraine auf über 8.000 beziffert. Demnach stammten sie aus über 60 Ländern der Welt. Die meisten seien aus Polen, den USA, Kanada, Rumänien und Großbritannien angereist.

  • 11:35 Uhr

    Russischer Militär: Ukrainische Scharfschützen nehmen jetzt Wasserkraftwerk Kachowka vermehrt unter Beschuss

    Die Agentur RIA Nowosti berichtet unter Berufung auf einen Kommandeur der russischen Militäreinheit, die das Wasserkraftwerk Kachowka im Gebiet Cherson bewacht, dass sich der Charakter der ukrainischen Angriffe auf das Energie-Objekt in der letzten Woche verändert habe. Nach Angaben des Armeeangehörigen mit dem Funknamen Graf setze die ukrainische Armee jetzt auch großkalibrige Scharfschützengewehre mit einer Reichweite von zwei bis drei Kilometern ein.    

    "Wir führen jetzt Maßnahmen durch, um die Schützenstellungen herauszufinden, und werden dann diese zerstören."

    In der letzten Woche habe sich die Situation um das Wasserkraftwerk spürbar verändert. Es lasse sich an dem Charakter und der Intensität der Angriffe erkennen, dass die ukrainische Armee auf dem gegenüberliegenden Ufer eine Truppenrotation vorgenommen oder neue Einheiten zusammengezogen habe, sagt der russische Armeeangehörige. Außerdem schicke das ukrainische Militär täglich Kampf- und Aufklärungsdrohnen zum Energie-Objekt. Gleichzeitig unternehme der Gegner seit mehreren Wochen keine Versuche mehr, über den Dnjepr überzusetzen.

  • 11:08 Uhr

    Wagner-Chef Prigoschin: Inzwischen mehr als 5.000 in Gefängnissen rekrutierte Kämpfer nach Ukraine-Einsatz freigelassen

    Der Gründer des privaten Militärunternehmens Wagner, Jewgeni Prigoschin, hat über seine Pressestelle auf Fragen des Nachrichtenportals Mos.news geantwortet. Prigoschin gab Statistiken zu Wagner-Kämpfern bekannt, die sein Unternehmen in Gefängnissen angeheuert hatte. Demnach hätten inzwischen mehr als 5.000 vorbestrafte Menschen ihren Vertrag mit Wagner beendet und seien nach ihrem Einsatz in der Ukraine begnadigt worden. Die Zahl der ehemaligen Wagner-Kämpfer, die innerhalb eines Monats nach ihrer Freilassung erneut eine Straftat begangen hatten, bezifferte Prigoschin auf 0,31 Prozent.  

    "Dieser Kennwert ist zehn- bis zwanzigmal niedriger als der vor der Sonderoperation."

    Prigoschin zufolge werde solchen Wiederholungstätern in den meisten Fällen zur Last gelegt, Anhänger der ukrainischen Führung und Gegner der Sonderoperation angegriffen und verletzt zu haben.

  • 10:46 Uhr

    Alexander von Bismarck im Interview: "Russland wird auch nach dem Krieg unser Nachbar bleiben"

    Alexander von Bismarck erläuterte in einem Gespräch, welche Initiativen er bereits ergriffen hat, um dem Niedergang der deutsch-russischen Beziehungen entgegenzuwirken, und welche Erfahrungen er bei seinen zahlreichen Reisen nach Russland gemacht habe. Für ihn stehe die Freundschaft und das Aufrechterhalten der diplomatischen Beziehungen der beiden Länder im Vordergrund. Denn Russland werde, wie er betonte, auch nach dem Krieg unser Nachbar bleiben.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.