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Liveticker Ukraine-Krieg: Militär der Ukraine greift Krankenhaus in Donezk mit US-Lenkraketen an

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
  • 21.02.2024 22:08 Uhr

    22:08 Uhr

    Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!

  • 22:06 Uhr

    Pentagon-Generalinspektor: Kein Langzeitwartungsplan, keine Ersatzteile, keine Munition für an Kiew geliefertes Gerät

    Die USA hätten keinen Langzeitplan für die Wartung der Waffensysteme und Kampffahrzeuge, die sie von Januar bis September 2023 an Kiew übergeben haben. Auch lieferten sie zu diesen nur unzureichende Mengen an Ersatzteilen noch Munition. Dies besagt ein Bericht der Generalinspektion des US-Verteidigungsministeriums unter Robert Philipp Storch, auf den die Presseagentur Bloomberg aufmerksam macht. Die Rede ist unter anderem von den Schützenpanzern M2 Bradley, den Schützen-Radpanzern Stryker, den Panzern M1 Abrams und den Luftabwehr-Raketensystemen Patriot.

    Ohne sachgemäße technische Wartung würde das ukrainische Militär dieses US-Großgerät nicht in einem kampffähigen Zustand halten können – dieses wiederum sei ohne die Lieferung weiterer Ersatzteile und Zusatzausstattung für Werkstätten nicht möglich. Auch sei das ukrainische Militärpersonal nur unzureichend für die Wartung geschult worden – dies betreffe unter anderem die Luftabwehrsysteme vom Typ Patriot.

    Derlei Probleme unterminierten schon jetzt die Fähigkeit der ukrainischen Truppen, die US-Waffensysteme wirksam einzusetzen, schrieb Philipp Storch. Der Generalinspektor bemerkte:

    "Obwohl das Pentagon aktuell einen Plan hierzu ausarbeitet, ruft die fehlende Voraussicht in dieser Frage Besorgnis hervor."

    Vor seiner Ernennung zum Generalinspektor beim US-Verteidigungsministerium leitete Storch die Generalinspektion beim Geheimdienst National Security Agency; davor war er stellvertretender Generalinspektor beim Justizministerium des Landes.

  • 22:00 Uhr

    Sohn des ukrainischen Oberkommandierenden gratuliert Russland zur Befreiung von Awdejewka

    Dass der neue Oberkommandierende der ukrainischen Streitkräfte, Alexander Syrski, in Russland geboren und augewachsen ist, wissen viele. Häme und Hohn wegen des Verlustes von Awdejewka, des bestausgestatteten Befestigten Raums des ukrainischen Militärs, kurz nach seiner Ernennung waren zu erwarten. Und sieh mal einer guck, in welcher Form sie daherkommen:

    Alexander Syrskis Stiefsohn, Iwan Syrski, hat anlässlich der Befreiung von Awdejewka am Dienstag das russische Konsulat in Sydney besucht, wo er Russland und den russischen Soldaten zu diesem Erfolg gratulierte. Iwan Syrski lebt seit der Trennung seiner Eltern in Australien und hat vor, russischer Staatsbürger zu werden.

  • 21:50 Uhr

    Weltwirtschaftsfonds: Keine baldige Finanzhilfe für die Ukraine

    Dementi seitens des Weltwirtschaftsfonds über baldige Verabschiedung eines weiteren Hilfspakets wurden bekannt. Stattdessen werde das Finanzierungsprogramm momentan revidiert.

  • 21:43 Uhr

    Bauernproteste in Polen: Außenministerium verurteilt das Mitführen einer Sowjetflagge aufs Schärfste

    Große Beunruhigung brachte das polnische Außenamt darüber zum Ausdruck, welche Symbolik und Slogans die im Lande protestierenden Landwirte häufig präsentieren:

    "Das Außenministerium registriert mit großer Beunruhigung, dass bei den letzten Kundgebungen der Bauern antiukrainische Losungen aufgetaucht sind – und Losungen, die Wladimir Putin verherrlichen."

    Selbstverständlich wurde auch sofort vor einem möglichen Einfluss russischer Agenten gewarnt. Die Diplomatiebehörde rief die Organisatoren der Proteste auf, die "Einzelnen" ausfindig zu machen und aus ihrer Bewegung auszuschließen, von denen solche und derartige Aktionen ausgingen. Davon würde abhängen, ob die Forderungen der Landwirte erfüllt werden.

    Zuvor wurde in Polen ein an den Traktorkorsos teilnehmender Schlepper gesichtet, der mit einer Flagge der Sowjetunion dekoriert war und ein Plakat mit dem Aufruf trug, "mit der Ukraine, Brüssel und unseren Regierenden" endlich aufzuräumen. Vor allem für die Sowjetflagge droht dem Besitzer eine Haftstrafe von bis zu drei Jahren wegen "Propaganda eines totalitären Systems", schreibt Onet.

    Der Protest der polnischen Landwirte begann am 9. Februar 2024; eine der Hauptforderung ist der Einfuhrstopp ukrainischer Landwirtschaftserzeugnisse.

  • 21:23 Uhr

    Ukrainisches Militär beschuldigt New York Times "russischer Propaganda"

    Der Sprecher der operativ-strategischen Gruppe "Tawrija" der ukrainischen Armee, Dmitri Lichowoi, warf in einer Sendung des ukrainischen TV-Senders Rada der US-Zeitung New York Times die Verbreitung "russischer Propaganda" vor. Er bezog sich dabei auf einen Artikel, in dem über Hunderte getöteter beziehungsweise gefangen genommener ukrainischer Soldaten in Awdejewka berichtet wurde.

    Lichowoi zufolge seien die Quellen, auf die sich die New York Times beruft, "völlig unhaltbar", da es "solche Leute" nicht gebe und es sich dabei nicht um "Tatsachen" handele. Zugleich räumte er ein, dass es Gefangene gibt, die sich in Awdejewka der russischen Armee ergeben hätten, meinte jedoch, deren Zahl gehe "keineswegs in die Hunderte". Aussagen der "russischen Propaganda" über Hunderte von ukrainischen Gefangenen seien "völlige Desinformation", behauptet der ukrainische Sprecher.

    In dem besagten Artikel hatte die New York Times zwei ukrainische Militäroffiziere mit der Aussage zitiert, zwischen 850 und 1.000 ukrainische Soldaten seien bei dem Rückzug aus Awdejewka gefangen genommen worden oder würden vermisst.

    Mehr zum ThemaUkraine bezichtigt die New York Times "russischer Propaganda"

  • 21:10 Uhr

    Russische Soldaten betrachten Awdejewka als Brückenkopf für künftige Offensive

    Militärangehörige des russischen Bataillons "Sparta" sehen die kürzlich eingenommene Stadt Awdejewka als einen günstigen Brückenkopf für eine künftige Offensive an. Ein Kämpfer des Bataillons "Sparta" mit dem Rufzeichen Kubik wörtlich:

    "Ich denke, dass diese Stadt jetzt ein vollständiger Stützpunkt und ein Brückenkopf für eine künftige Offensive in Richtung Westen ist."

    Sein Kampfgefährte Damir ist sicher, dass es für die ukrainischen Truppen praktisch keine Möglichkeit gebe, hinter Awdejewka Fuß zu fassen:

    "Awdejewka ist keine kleine Stadt. Hier geht es um Logistik, in Zukunft um die Befreiung neuer Gebiete. Dies wird den Truppen die Möglichkeit geben, weiter vorzurücken. Der Feind kann sich nirgendwo festsetzen, es gibt keine großen Städte in großer Entfernung von Awdejewka."

  • 20:47 Uhr

    Ukrainischer Artillerieterror mit US-Lenkraketen – Krankenhaus in Stadtmitte von Donezk angegriffen

    Sicherheitsdienste der russischen Volksrepublik Donezk beklagen einen erneuten Angriff der ukrainischen Truppen auf Zivilisten im Zentrum der Stadt:

    "Das ukrainische Militär hat gezielt das siebte Gebäude des Kalinin-Krankenhauses beschossen. Eine Mitarbeiterin wurde verwundet. Es gibt Sachschäden."

    Vorläufigen Daten zufolge wurde der Terrorangriff mit Lenkflugkörpern GMLRS M31 oder GLSDB aus den Mehrfachraketenwerfern HIMARS verübt – Spezialisten argumentieren:

    "Angesichts dessen, dass zwei Stockwerke durchschlagen wurden, sind HIMARS anzunehmen."

    Dmitri Garzew, amtierender Gesundheitsminister der DVR, informierte die russische Nachrichtenagentur TASS: Das Leben der Verwundeten sei außer Gefahr. Das Krankenhaus setze seinen Betrieb planmäßig fort.

  • 20:28 Uhr

    Wie in Mafia-Filmen – Selenskij fordert Tusk zu Treffen an der Grenze auf

    Der ukrainische Präsident Selenskij fordert den polnischen Ministerpräsidenten Donald Tusk dazu auf, sich an der Grenze der beiden Länder zu treffen – zum Beilegen der von polnischen Landwirten organisierten Grenzblockade für Lastverkehr. Den Eindruck, hier würde der Anführer einer Bande einen Konkurrenten oder Feind zu einem Treffen auf neutralem Territorium aufrufen – etwa zur Gebiets-, Rang- oder Beziehungsklärung –, verstärkt der Ton seiner ins Polnische übersetzten Botschaft

    "Ich habe unsere Regierung beauftragt, in allernächster Zeit – bis zum 24. Februar – an der Grenze zwischen unseren Staaten zu sein. Ich bitte dich, Herr Premierminister Donald, auch zur Grenze zu fahren. Herr Präsident Andrzej, ich bitte dich, diesen Dialog zu unterstützen.

    Ich bin auch bereit, an der Grenze zusammen mit unserer Regierung zu sein."

    Das Ende seiner Botschaft hingegen soll wohl den Eindruck von Respekt erwecken – dieses veröffentlichte Selenskij gar ausschließlich in Polnisch, jedenfalls in der Videoaufnahme:

    "Schluss mit Moskau in unserem Land! Schluss mit den Missverständnissen. Man darf sich nicht gegenseitig erniedrigen, und genauso wenig weder die ukrainischen noch die polnischen Farmer."

    Polnische Landwirte protestieren seit geraumer Zeit landesweit gegen die Einfuhr ukrainischer Agrarerzeugnisse in die Europäische Union: Landwirte und Lkw-Fernverkehrsbetriebe der Ukraine genießen wegen der Feindseligkeiten im Land Präferenzen und Steuervergünstigungen seitens der Europäischen Union, was die polnischen Bauern für einen unfairen Wettbewerbsvorteil halten. Die besagte Blockade ist ein zentraler Bestandteil dieser Proteste und gewissermaßen des Arbeitskampfes der Landwirte Polens.

  • 20:00 Uhr

    Cherson-Gouverneur: Durchkämmen am Stadtrand von Krynki fortgesetzt

    Nach Ansicht des Gouverneurs des Gebiets Cherson, Wladimir Saldo, war das wichtigste Ereignis an der Front im Gebiet Cherson in den vergangenen Tagen die Herstellung der Kontrolle russischer Truppen über die Siedlung Krynki am linken Ufer des Dnjepr. Demnach durchkämme nun das russische Militär die Siedlung:

    "Heute wird das Durchkämmen einzelner kleiner Gruppen des Feindes in den Ruinen von Wohngebäuden und Grünanlagen am Rande des Dorfes fortgesetzt. Nachdem die Hauptkräfte der feindlichen Garnison vernichtet worden waren, konnten die russischen Streitkräfte gepanzerte Fahrzeuge in den Straßenkämpfen einsetzen, wobei das Risiko, dass sie getroffen werden, minimal war."

    Dem Gouverneur zufolge habe die ukrainische Arme im Frontabschnitt Cherson 165 Mann verloren. Zudem habe sie einen Panzer, fünf gepanzerte Kampffahrzeuge, acht Geschütze und Mörser eingebüßt. Darüber hinaus seien sechzehn Autos und zwei Boote zerstört und siebenundzwanzig Drohnen abgeschossen oder unterdrückt worden, so Saldo.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.