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Liveticker Ukraine-Krieg – DVR-Chef Puschilin: Ukraine fehlt es an Panzern und Munition

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg – DVR-Chef Puschilin: Ukraine fehlt es an Panzern und MunitionQuelle: Sputnik © Iwan Rodionow
  • 30.01.2023 22:00 Uhr

    22:00 Uhr

    Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht und einen guten Start in die neue Woche!

  • 21:50 Uhr

    DVR-Chef Puschilin: Ukrainisches Militär leidet an Panzer- und Munitionsmangel

    Den ukrainischen Streitkräften mangelt es an Panzern und gewissen Munitionsarten, erklärte das amtierende Oberhaupt der Donezker Volksrepublik Denis Puschilin. In einer Fernsendung des russischen Perwy Kanal antwortete er auf eine entsprechende Frage:

    "Im Hinblick auf die Technik sehen wir beim Gegner gewisse Schwierigkeiten. Tatsächlich haben Verbände des Verteidigungsministeriums an diversen Frontabschnitten die Technik verbrannt und ziemlich viel zerstört."

    Puschilin verwies außerdem auf die erschwerten Möglichkeiten Kiews, Technik zu reparieren, was auf Zerstörungen der ukrainischen Energie-Infrastruktur zurückzuführen sei. Gleichzeitig räumte er ein, dass das ukrainische Militär weiterhin kampffähig bleibe:

    "Wir sehen beim Gegner auch Schwierigkeiten mit gewissen Arten von Munition, doch das bedeutet nicht, dass morgen oder übermorgen alles aufhört."

  • 21:37 Uhr

    Macron schließt Lieferung von Kampfflugzeugen an Kiew nicht aus

    Der französische Präsident Emmanuel Macron hat die Lieferung von Kampfflugzeugen an die Ukraine nicht grundsätzlich ausgeschlossen. Auf einer Pressekonferenz in Den Haag nach Gesprächen mit dem niederländischen Ministerpräsident Mark Rutte antwortete Macron auf eine Frage, ob Frankreich bereit sei, Kampfflugzeuge an die Ukraine zu liefern:

    "Wir schließen grundsätzlich nichts aus."

    Gleichzeitig verwies der französische Präsident darauf, dass Lieferungen nur unter drei Bedingungen stattfinden können: Das Militärgerät müsse für die ukrainische Armee im Hinblick auf Ausbildungszeiten von Besatzungen nützlich sein. Zweitens dürfen die Lieferungen angeblich keine Eskalation verursachen und nicht für Angriffe auf russisches Staatsgebiet verwenden werden. Und drittens müsse die Verteidigungsfähigkeit der Geberländer gewährleistet bleiben. Macron schlussfolgerte:

    "Damit ist grundsätzlich nichts verboten, doch diese drei Prinzipien müssen eingehalten werden. Jeder Fall muss einzeln untersucht werden."

  • 21:19 Uhr

    Ex-Generalstaatsanwalt der Ukraine fordert "maximale Mobilmachung"

    Der ehemalige Generalstaatsanwalt der Ukraine Juri Luzenko hat eine "maximale Mobilmachung" gefordert. Die Frontlage sei kritisch, und die eigentliche Existenz des Landes stehe auf dem Spiel. Luzenko behauptete in einer Sendung des Lwower Fernsehkanals NTA:

    "Wir müssen heute eine maximale Mobilmachung nicht nur an der Front, sondern auch im Hinterland ausrufen. Heute gibt es keinen Grund, warum sich ein Mensch vor der Mobilmachung verstecken darf, denn das Land, auf das er zählt, kann aufhören, zu existieren. So kritisch ist heute die Lage."

    Das Kriegsrecht und die allgemeine Mobilmachung gelten in der Ukraine gegenwärtig bis zum 19. Februar 2023. Einberufungsbescheide dürfen an jedem gesetzlich nicht verbotenen Ort und auch von anderen Amtsträgern als Mitarbeitern von Musterungsbehörden ausgehändigt werden.

  • 20:43 Uhr

    Melnyk: Berlin soll Kiew viel mehr Panzer geben

    Deutschland könnte der Ukraine eine um ein Vielfaches größere Anzahl an Kampfpanzern Leopard 2 geben als die versprochenen 14. Dies behauptete der ehemalige ukrainische Botschafter in Berlin und stellvertretende Außenminister der Ukraine Andrei Melnyk in seiner gewohnt bescheidenen Art. In einem Interview mit dem ukrainischen Fernsehkanal Rada sagte er:

    "Der Leopard ist etwas, das wirklich schnell geliefert werden kann. Es ist zu wenig, 14 Leopards zu geben und zu sagen: 'Wir haben unsere moralische Pflicht gegenüber den Ukrainern erfüllt und können jetzt ruhig schlafen.' Ich sage: 'Nein, Jungs, danke für die 14 Panzer, aber eure Industrie kann mindestens zehnmal so viele schicken, und zwar sehr schnell, aber eigentlich müsste man es vorgestern tun.'"

    Zuvor hatte Melnyk nach Angaben des Spiegel von Deutschland bereits Jagdflugzeuge, Kampfschiffe und U-Boote gefordert.

  • 20:06 Uhr

    Russischer Rat für Menschenrechte versendet Beweise für ukrainische Verbrechen ins Ausland

    Der Rat für Entwicklung der Zivilgesellschaft Menschenrechte beim Präsidenten der Russischen Föderation hat begonnen, Materialien über Verbrechen der ukrainischen Streitkräfte und Nationalbataillone an ausländische Empfänger zu versenden. Wie aus der über Telegram veröffentlichten Erklärung des Rats hervorgeht, beinhaltet die nunmehr zwölfte Zusammenstellung von Dokumenten Foto- und Videobeweise für Verbrechen des ukrainischen Militärs im Zeitraum November bis Dezember 2022. Unter den Materialien befindet sich auch das berüchtigte Video von der Hinrichtung russischer Kriegsgefangener in Makejewka vom November 2022.

    Der Vorsitzende des Rats Waleri Fadejew erklärte in einem Begleitschreiben:

    "Schwere Waffen, die von den NATO-Ländern an die Ukraine geliefert werden, werden regelmäßig zur Zerstörung ziviler Objekte und Morden an Zivilisten eingesetzt. Wir bitten Sie, die vorgelegten Informationen bei der Bewertung der Ereignisse in der Ukraine und bei Entscheidungen über ihre militärische Unterstützung zu berücksichtigen."

    Mehr zum Thema "Außer Russland wird sich niemand drum scheren": Erneut Hinrichtungsvideo aufgetaucht

  • 19:29 Uhr

    DVR: Kiew verstärkt Garnisonen von Artjomowsk und Ugledar

    Die Ukraine verstärkt ihre Kampfgruppen in Artjomowsk (ukrainisch Bachmut) und Ugledar in einem Versuch, die beiden Städte zu halten. Dies berichtete der Nachrichtenagentur TASS der Berater des amtierenden Oberhaupts der Donezker Volksrepublik Jan Gagin, wobei er erklärte:

    "Die Ukraine versucht, Artjomowsk zu halten: Sie liefert Munition und verstärkt das Personal. Die gleiche Lage herrscht in Ugledar. Die Ukraine versucht, möglichst viel Militärpersonal hinzuwerfen, um diese beiden Städte zu halten."

    Am heutigen Montag hatte das amtierende Oberhaupt der DVR Denis Puschilin erklärt, dass sich die russischen Streitkräfte am Ostrand von Ugledar befestigt haben und auch in Artjomowsk Geländegewinne erzielen.

  • 18:56 Uhr

    Frankreich und Australien vereinbaren gemeinsame Produktion von Artilleriegranaten für die Ukraine

    Die Regierungen Frankreichs und Australiens haben vereinbart, gemeinsam Artilleriegranaten vom Kaliber 155 Millimeter zu produzieren, um diese an die Ukraine zu liefern. Dies gab der französische Verteidigungsminister Sébastien Lecornu bei einer Pressekonferenz nach Gesprächen mit seinen australischen Kollegen bekannt.

    Laut Lecornu ist die Herstellung von Artilleriegeschossen "der erste Wunsch der Ukraine". Die Granaten werden im Rahmen einer Industriepartnerschaft von Frankreich und Australien hergestellt werden, so der Verteidigungsminister weiter. Der Produzent von französischer Seite sei das Rüstungsunternehmen Nexter.

  • 17:39 Uhr

    Gouverneur des Gebietes Kursk: Schutz der Grenze mit zusätzlichen Einheiten verstärkt

    In den kommenden Tagen werden in das russische Gebiet Kursk zusätzliche Kräfte und Mittel verlegt, um die Staatsgrenze zu schützen und die Sicherheit zu gewährleisten. Dies berichtet der Gouverneur des Gebietes Roman Starowoit und betont dabei, den ankommenden Soldaten werde in vollem Umfang jegliche Unterstützung geleistet, damit sie so schnell wie möglich mit der Erfüllung ihrer Aufgaben beginnen können. Starowoit zufolge gibt es im Gebiet Kursk bereits ein solides Kontingent von Kräften und Mitteln des Verteidigungsministeriums, des Grenzschutzes, des Föderalen Sicherheitsdienstes und der Nationalgarde.

    Am 11. April 2022 war im Gebiet Kursk, das unmittelbar an der Grenze zur Ukraine liegt, die Notstufe Gelb verhängt worden.

  • 17:06 Uhr

    Munitionslager auf verlassenem Bauernhof in Melitopol entdeckt

    Wie das Innenministerium des Gebietes Saporoschje mitteilte, wurden auf dem Gelände eines verlassenen Bauernhofs in Melitopol ein Munitionslager gefunden. In einer Mitteilung der Behörde heißt es:

    "Die Einsatzkräfte erhielten Informationen darüber, dass sich auf dem Gelände eines verlassenen Bauernhofs in der Stadt Melitopol ein Munitionslager befindet. Bei der Überprüfung wurden die Informationen bestätigt. In einem abgelegenen Gebäude auf dem Gelände des Bauernhofs fanden die Einsatzkräfte: zehn Panzerabwehrminen, zwei Handgranaten mit Zünder, zwei TNT-Blöcke mit einem Gesamtgewicht von 400 Gramm und eine ukrainische Flagge."

    Alle gefundenen Gegenstände wurden beschlagnahmt. Die Polizei sucht nach denjenigen, die an der illegalen Lagerung der Munition beteiligt sind.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.