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Liveticker Ukraine-Krieg: USA diskutieren Erlaubnis an Kiew, Russland mit US-Waffen anzugreifen

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: USA diskutieren Erlaubnis an Kiew, Russland mit US-Waffen anzugreifen© Getty Images / Gerasimov174
  • 23.05.2024 11:59 Uhr

    11:59 Uhr

    Peking: Ukraine-Krise vom Westen in die Länge gezogen

    Die Krise in der Ukraine hat sich aufgrund der Aktionen des Vereinigten Königreichs und seiner Verbündeten, die Moskau und Kiew daran gehindert haben, Frieden zu schließen, in die Länge gezogen. Dies verkündet Wang Wenbin, der offizielle Vertreter des chinesischen Außenministeriums.

    "Es gibt Informationen, dass Russland und die Ukraine vor zwei Jahren kurz davor standen, eine Vereinbarung zur Beendigung des Konflikts zu treffen. Aufgrund von Hindernissen seitens des Vereinigten Königreichs und anderer Parteien dauert der Konflikt jedoch bis heute an."

    "China zu verunglimpfen, wird Londons ineffektive Haltung in der Ukraine-Frage nicht ändern und auch nicht die akuten Probleme lösen, mit denen Großbritannien innenpolitisch konfrontiert ist."

    Wang betont, dass Peking weiterhin seine legitimen Rechte und Interessen verteidigen werde.

    Zuvor hatte der britische Verteidigungsminister Grant Shapps auf einer Londoner Konferenz zu Verteidigungs- und Sicherheitsfragen behauptet, britische und US-amerikanische Geheimdienste hätten Beweise dafür, dass "tödliche Militärhilfe von China an Russland geliefert und dann in die Ukraine kommen" werde. Shapps bezeichnete dies als "eine bedeutende Veränderung der Situation".

  • 11:45 Uhr

    Großbritannien kündigt weitere 176 Millionen Euro als Militärhilfe für Kiew an

    London schickt ein weiteres Militärpaket im Wert von 150 Millionen Pfund (176 Millionen Euro) an die Ukraine, um ihre Luft- und Seeverteidigung zu stärken, teilt die Zeitung Sun unter Berufung auf den britischen Verteidigungsminister Grant Shapps mit.

    Großbritannien und seine Verbündeten stellen Luftverteidigungsradare, Täuschtechnik und Systeme zur elektronischen Kampfführung im Wert von 70 Millionen Pfund (82 Millionen Euro) zur Verfügung.

    Weitere Waffenlieferungen im Wert von 80 Millionen Pfund (94 Millionen Euro) beinhalten kleine Boote, Aufklärungsdrohnen und unbemannte Wasserfahrzeuge.

  • 11:29 Uhr

    DVR-Beamter: Kiew verlegt Soldaten der ausländischen Legion nach Tschassow Jar

    Die ukrainischen Streitkräfte haben Kämpfer der ausländischen Legion nach Tschassow Jar verlegt, berichtet Igor Kimakowski, ein Berater des Oberhauptes der Donezker Volksrepublik (DVR), gegenüber TASS.

    "Es ist bekannt geworden, dass Ausländer nach Tschassow Jar verlegt wurden, die ausländische Legion ist eine Einheit mit Vertretern verschiedener Nationalitäten."

    Darüber hinaus wurde die Verlegung mehrerer Einheiten westlicher gepanzerter Fahrzeuge registriert.

  • 11:23 Uhr

    Medienbericht: US-Regierung diskutiert Erlaubnis an Kiew, Russland mit US-Waffen anzugreifen

    Laut einem Bericht der New York Times findet innerhalb der US-Regierung eine Diskussion darüber statt, ob ukrainische Streitkräfte bei Angriffen auf Russland US-Waffen einsetzen dürfen.

    Bislang besteht US-Präsident Joe Biden auf der Bedingung, dass Kiew US-Waffen nur zur Verteidigung auf dem eigenen Territorium zum Einsatz bringt.

    Nach dem Besuch des US-Außenministers Antony Blinken in der Ukraine sprechen sich Abgeordnete um den Diplomaten dafür aus, der Ukraine zu ermöglichen, Ziele in Russland, die den russischen Truppenvormarsch ermöglichen, anzugreifen.

    Blinken soll diese Initiative wegen der jüngsten Erfolge der russischen Streitkräfte bei Charkow vorgeschlagen haben. Nach NYT-Angaben ist der Vorschlag Biden jedoch noch nicht offiziell vorgelegt worden. Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij pocht schon seit langem auf diese Erlaubnis. Großbritannien hat diesbezügliche Restriktionen bereits teilweise aufgehoben.

  • 10:56 Uhr

    Prorussischer Untergrund: Russische Armee greift gegnerische Truppen in Nowoandrejewka an

    Russische Truppen sollen ukrainische Truppen in Nowoandrejewka auf dem von Kiew kontrollierten Teil des Gebietes Saporoschje angegriffen haben, meldet Sergei Lebedew, Koordinator des prorussischen Untergrunds in Nikolajew, gegenüber RIA Nowosti.

    "In Nowoandrejewka im Bezirk Orechowo gab es sogar zwei Angriffe mit Luftraketen. Der Grund für diese Aufmerksamkeit war die Bewegung von Ausrüstung aus Orechow in Richtung der Kontaktlinie."

    Nach Angaben des Untergrundaktivisten wurde bei dem Angriff auch Artillerie eingesetzt.

    Darüber hinaus hätten russische Truppen die Sammelpunkte und Lager der ukrainischen Armee in Alexandrowka im Gebiet Nikolajew sowie einen verlassenen Flugplatz, von dem aus ukrainische Drohnen in der Nähe von Wyssokopolje im Gebiet Cherson starten, getroffen. Außerdem seien ukrainische Saboteure getroffen worden, die auf Inseln nahe der Antonowski-Brücke hätten landen wollen, so Lebedew.

  • 10:42 Uhr

    Österreich, Chile, Albanien und Mosambik nehmen an Schweizer Ukraine-Konferenz teil

    Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij hat sich bei mehreren Telefonaten am Mittwoch die Zusagen von Österreich, Chile, Albanien und Mosambik für die geplante Ukraine-Konferenz in der Schweiz zugesichert. Der Politiker bedankte sich auf der Plattform X bei Mosambiks Staatschef Filipe Nyusi, Österreichs Bundeskanzler Karl Nehammer, Albaniens Regierungschef Edi Rama und Chiles Staatschef Gabriel Boric.

    In einer Videobotschaft vom Mittwochabend erklärt Selenskij:  

    "Unser Friedensgipfel und die Teilnahme führender Politiker aus aller Welt können der UN-Charta wieder zu voller Wirksamkeit und vollem Schutz für alle Nationen verhelfen."

    Nehammer und Boric bestätigten ebenfalls auf der Plattform X ihre Teilnahme an dem Gipfel Mitte Juni.

    Russland hat keine Einladung zur Konferenz erhalten. Die Initiative für die Konferenz geht vom ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij aus, der auf einer Umsetzung seines Friedensplans besteht. Moskau weist den Plan als realitätsfern zurück.

  • 10:37 Uhr

    Norwegen verhängt Einreiseverbot für russische Touristen

    Oslo wird die Einreisebeschränkungen für Russen verschärfen, wie aus einer auf der Webseite der norwegischen Regierung veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht. In dem Dokument heißt es:

    "Russischen Staatsbürgern, die zu touristischen oder anderen nicht vorrangigen Zwecken nach Norwegen kommen, wird die Einreise beim Grenzübertritt verweigert."

    Die neuen Vorschriften treten am 29. Mai in Kraft. Sie gelten auch für Personen, die ein Visum aus anderen Schengen-Ländern erhalten haben.

    Ausnahmen sind möglich für Personen, die enge Verwandte im Land besuchen wollen, sowie für Personen, die arbeiten oder studieren.

    "Die norwegischen Behörden beobachten die Situation an der Grenze und am Grenzübergang Stur Koog genau und sind bereit, erforderliche Maßnahmen zu ergreifen."

  • 10:36 Uhr

    Kadyrow: An Russlands Sonderoperation in Ukraine nahmen inzwischen rund 43.500 Kämpfer aus Tschetschenien teil

    Bei einem Treffen mit Wladimir Putin in Moskau hat Ramsan Kadyrow neben der aktuellen sozialen und wirtschaftlichen Situation in der Teilrepublik Tschetschenien auch über das Engagement der südkaukasischen Region bei der Sonderoperation in der Ukraine berichtet.

    Der Republikchef teilte unter anderem mit, dass seit dem 24. Februar 2022 inzwischen 43.500 Kämpfer, darunter 18.000 Freiwillige, aus Tschetschenien in die Konfliktzone gereist seien. Sie alle seien im Vorfeld entsprechend ausgebildet worden und hätten alle notwendige Ausrüstung erhalten.

    Eine tschetschenische Stiftung habe seit dem Beginn der Sonderoperation 1.693 Militärfahrzeuge und 6.000 Quadrocopter gespendet. Außerdem erweise die Achmat-Chadschi-Kadyrow-Stiftung verwundeten Kämpfern alle notwendige Hilfe, unterstütze die Familien der gefallenen Soldaten und schicke humanitäre Ladungen in die von Russland kontrollierten Gebiete. Insgesamt seien dorthin 26.000 Tonnen Hilfsgüter befördert worden.

    Auf Telegram berichtet Kadyrow:

    "Ich habe dem Staatschef wiederholt gesagt, dass ein paar Dutzend von geschulten und ausgerüsteten Reservisten bereit sind, auf Befehl in die Zone der Sonderoperation zu reisen."

  • 10:06 Uhr

    Stockholm sagt Kiew Militärhilfe im Wert von 6,5 Milliarden Euro zu

    Schweden will die Ukraine mit weiteren 6,5 Milliarden Euro militärisch unterstützen. Die Summe soll nach Angaben von Ministerpräsident Ulf Kristersson auf drei Jahre bis 2026 verteilt werden. In einem auf der Plattform X veröffentlichten Video erklärt der Politiker:

    "Die Sache der Ukraine ist die Sache Schwedens."

    Seit dem Ausbruch des Krieges vor über zwei Jahren habe sein Land bereits 15 Pakete mit Militärhilfe für die Ukraine geschnürt. Schweden habe dem osteuropäischen Land Luftverteidigungssysteme, Gefechtsfahrzeuge, Kampfpanzer, Boote, Geschütze und Antipanzerwaffen zur Verfügung gestellt.

    Seine Videobotschaft an die Ukrainer hat Kristersson mit dem militärischen Gruß "Ruhm der Ukraine" begleitet, der unter anderem in der Organisation Ukrainischer Nationalisten üblich war, die aufseiten der deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg gekämpft hatte.

  • 09:58 Uhr

    Dutzende Geschosse auf Ortschaften in Cherson von Ukraine aus abgefeuert 

    Die Behörden des von Russland kontrollierten Teils des Gebiets Cherson melden andauernde Angriffe auf Ortschaften am linken Dnjepr-Ufer. Demnach habe die ukrainische Artillerie im Laufe des 22. Mai 19 Geschosse auf vier Orte abgefeuert. Allein in der Stadt Nowaja Kachowka seien neun Geschosse eingeschlagen. In Aljoschki seien es vier gewesen. In Golaja Pristan und Kachowka habe es jeweils drei Einschläge gegeben.  

    Wie es in der Mitteilung weiter heißt, habe der Beschuss auch in der Nacht zum Donnerstag angedauert. Auf zivile Infrastrukturen der von der russischen Armee kontrollierten Ortschaften Nowaja Kachowka, Obrywka, Aljoschki und Sawodowka seien insgesamt 17 Geschosse abgefeuert worden. Berichte über mögliche Todesopfer oder Verletzte unter der Zivilbevölkerung liegen bislang nicht vor.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.