Liveticker Ukraine-Krieg – Moskau: 1.120 ukrainische Kämpfer bei Offensive auf Gebiet Kursk getötet

10.08.2024 14:18 Uhr
14:18 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums

Archivbild: Ein russischer Panzer vom Typ T-80 des Truppenverbands Mitte am Frontabschnitt Awdejewka, 1. August 2024STANISLAW KRASSILNIKOW / Sputnik Russlands Verteidigungsministerium berichtet auf Telegram über den Verlauf der militärischen Sonderoperation in der Ukraine in den vergangenen 24 Stunden. Demnach habe der Truppenverband Nord am Frontabschnitt Woltschansk und Lipzy Personal und Technik von sechs ukrainischen Brigaden getroffen. Außerdem hätten Söldner aus der sogenannten Ausländischen Legion Verluste erlitten. Der Gegner habe insgesamt bis zu 95 Kämpfer verloren. Vier Pick-ups, ein Geschütz vom Typ D-20, eine Selbstfahrlafette vom Typ Gwosdika und eine Haubitze vom Typ D-30 sind außer Gefecht gesetzt worden.
Im selben Zeitraum habe der Truppenverband West günstigere Stellungen bezogen sowie Einheiten von fünf gegnerischen Brigaden nahe den Siedlungen Newskoje, Tscherwonaja Dibrowa, Stelmachowka, Nadija, Nowossadowoje und Gorochwatka getroffen. Dabei seien vier Gegenattacken der ukrainischen Streitkräfte abgewehrt worden. Das russische Militär beziffert die ukrainischen Personalverluste auf bis zu 495 Soldaten. Der Gegner habe einen Kampfpanzer, einen Mannschaftstransporter vom Typ М113, fünf Wagen, eine Haubitze vom Typ M198, eine Selbstfahrlafette vom Typ Gwosdika, ein Geschütz vom Typ L-119 und fünf Munitionslager verloren.
Auch der Truppenverband Süd habe seine taktische Lage verbessert und Personal sowie Technik von fünf ukrainischen Brigaden im Raum der Ortschaften Stupotschki, Predtetschino, Tschassow Jar und Kirowo getroffen. Der Gegner habe bis zu 680 Armeeangehörige verloren. Vier Wagen, drei Geschütze vom Typ D-20, eine Selbstfahrlafette vom Typ Akazija, eine Haubitze vom Typ Msta-B und ein Geschütz vom Typ L-119 seien außer Gefecht gesetzt worden.
Der Truppenverband Mitte habe ebenfalls günstigere Positionen bezogen und dabei in der Nähe der Ortschaften Torezk, Kalinowo, Grodowka, Nowgorodskoje, Russin Jar und Druschba Einheiten von sieben gegnerischen Brigaden getroffen. In den vergangenen 24 Stunden seien zwei Gegenoffensiven der ukrainischen Armee gescheitert. Die gegnerischen Personalverluste beziffert das russische Militär auf bis zu 350 Kämpfer. Dabei seien ein Kampfpanzer, ein Mannschaftstransporter vom Typ M113, ein gepanzertes Gefechtsfahrzeug vom Typ Kosak, drei Wagen, eine Haubitze vom Typ M777, eine Kanone vom Typ Hyazinth-B und zwei Haubitzen vom Typ D-30 getroffen worden.
Ebenso habe der Truppenverband Ost in den vergangenen 24 Stunden seine Position an der vordersten Linie verbessert. Getroffen wurden Personal und Technik zweier Brigaden der ukrainischen Streitkräfte in der Nähe der Siedlungen Wodjanoje und Solotaja Niwa. Darüber hinaus sei eine ukrainische Gegenattacke abgewehrt worden. Der Gegner habe bis zu 125 Soldaten verloren. Getroffen worden seien sieben Wagen und ein Geschütz vom Typ D-20.
Der Truppenverband Dnjepr habe im Raum der Siedlungen Nesterjanka, Kamenskoje, Scherebjanki und Malaja Tokmatschka Einheiten dreier ukrainischer Brigaden getroffen. Der Gegner habe bis zu 110 Armeeangehörige verloren. Ein Mannschaftstransporter vom Typ Oncilla, ein gepanzertes Gefechtsfahrzeug vom Typ Kosak, sechs Wagen, ein Geschütz vom Typ M777 und eine Haubitze vom Typ D-30 seien außer Gefecht gesetzt worden. Außerdem seien ein Aufklärungsradar vom Typ RADA RPS-42 und eine Anlage zur radioelektronischen Kampfführung vom Typ Anklaw-N zerstört worden.
13:39 Uhr
Grünen-Chef Nouripour kritisiert Aussagen von Ministerpräsidenten zur Ukraine

ArchivbildChristoph Soeder / dpa / www.globallookpress.com Omid Nouripour hat die Ministerpräsidenten von Brandenburg, Thüringen und Sachsen wegen ihrer jüngsten Aussagen zur Ukrainepolitik kritisiert. Dietmar Woidke, Bodo Ramelow und Michael Kretschmer seien "auf der Flucht vor der Realität", erklärte der Grünenvorsitzende dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).
"Sie tun so, als käme man zum Frieden, indem man den Kopf in den Sand steckt. Aber: Feigheit schafft keinen Frieden."
Woidke hatte zuvor angeboten, er habe gute Kontakte nach Russland und könne vermitteln. Merkwürdig sei allerdings, dass ihm dies zweieinhalb Jahre nach Beginn des Krieges und wenige Wochen vor der Landtagswahl einfalle, sagte Nouripour. Ramelow forderte einen Nichtangriffspakt mit Russland. Dabei sei ein solcher Pakt vor 85 Jahren von Deutschland ausgegangen und habe anderen europäischen Ländern großes Leid gebracht. Kretschmer schließlich tue so, als wisse er nicht, dass nur Putin diesen Krieg schnell beenden könne.
13:06 Uhr
31 Geschosse auf Siedlungen im Gebiet Cherson von Ukraine aus abgefeuert

Archivbild: Das Haus der Kultur am Hauptplatz der Stadt Kachowka, 6. Juli 2023.DMITRI MAKEJEW / Sputnik Die Behörden des von Russland kontrollierten Teils des Gebiets Cherson melden anhaltende Angriffe auf Ortschaften am linken Dnjepr-Ufer. Demnach habe die ukrainische Artillerie im Laufe des 9. August 19 Geschosse auf fünf Orte abgefeuert. In Kachowka habe es sechs Einschläge gegeben. In Aljoschki seien vier Geschosse eingeschlagen, in Gornostajewka, Dnjeprjany und Nowaja Kachowka jeweils drei. In Dnjeprjany sei eine Postfiliale beschädigt worden.
Wie die Behörden weiter mitteilen, habe der Beschuss auch in der Nacht zum Samstag angedauert. Auf zivile Einrichtungen der von der russischen Armee kontrollierten Ortschaften Welikaja Lepeticha, Kosatschji Lagerja, Nowaja Majatschka und Sagi seien zwölf Geschosse abgefeuert worden. Berichte über mögliche Todesopfer oder Verletzte unter der Zivilbevölkerung liegen bislang nicht vor.
12:38 Uhr
Selenskij dankt ukrainischen Armeeangehörigen für Auffüllung des "Austauschfonds an Gefangenen"
Präsident Wladimir Selenskij hat auch in seiner Videoansprache vom Freitagabend die ukrainische Offensive auf das russische Grenzgebiet Kursk mit keinem Wort erwähnt. Dennoch enthielt seine Rede eine Behauptung, die sich als Bezugnahme auf die Kampfhandlungen deuten ließe. Der ukrainische Staatschef dankte jenen Soldaten und Einheiten, die russische Armeeangehörige gefangen nähmen. Er bezeichnete dies als "Auffüllen des Austauschfonds an Gefangenen". Damit würden sie zur Heimkehr von ukrainischen Gefangenenbeitragen.
"Dies ist äußerst wichtig, und in den vergangenen drei Tagen ist dies besonders effizient verlaufen."
Seit dem Beginn des Vorstoßes am Dienstag waren mehrere Videos aufgetaucht, die zeigen sollen, wie russische Soldaten, darunter Grenzschützer am Grenzübergang Sudscha, gefangen genommen werden.
The rescue operation in Kostiantynivka, Donetsk region, continues following a Russian strike directly on a supermarket. Dozens of other buildings have also been damaged, including a post office, shops, and residential homes. As of now, more than forty people have been injured –… pic.twitter.com/BGHY92wHLt
— Volodymyr Zelenskyy / Володимир Зеленський (@ZelenskyyUa) August 9, 202412:00 Uhr
Russisches Militär: Bis zu 1.120 ukrainische Soldaten bei Offensive auf Gebiet Kursk getötet

SymbolbildVERTEIDIGUNGSMINISTERIUM DER RUSSISCHEN FÖDERATION / Sputnik Russlands Verteidigungsministerium berichtet auf Telegram über die anhaltende Operation zur Abwehr der ukrainischen Offensive auf das russische Grenzgebiet Kursk. Der Truppenverband Nord, die eingetroffene Verstärkung, die Luftwaffe und die Artillerie hätten in den vergangenen 24 Stunden durch ihre aktiven Handlungen weitere Versuche der ukrainischen Streitkräfte verhindert, im Raum der Ortschaften Iwaschkowskoje, Malaja Loknja und Olgowka vorzustoßen. Außerdem seien in der Nähe der Siedlungen Nikolajewo-Darjino, Gujewo, Ljubimowka, Seljony Schljach und Swerdlikowo Personal und Technik des Gegners getroffen worden. Zugleich habe die russische Luftwaffe Angriffe auf gegnerische Reserven im Gebiet Sumy geflogen. Am Samstagmorgen seien am südlichen Rand der Stadt Sudscha 15 ukrainische Kämpfer durch eine Attacke mit Aerosolbomben getötet worden, hieß es.
Die russische Militärbehörde beziffert die jüngsten Personalverluste des Gegners auf bis zu 175 Armeeangehörige. Das ukrainische Militär habe darüber hinaus 36 Panzerfahrzeuge, darunter zehn Kampfpanzer, drei Geschütze und einen Mehrfachraketenwerfer vom Typ Grad verloren. Seit dem Beginn der Kämpfe im Gebiet Kursk habe die Ukraine insgesamt bis zu 1.120 Kämpfer verloren. Getroffen worden seien 140 Panzerfahrzeuge, zwei Flugabwehrraketenkomplexe vom Typ Buk M1, ein Mehrfachraketenwerfer vom Typ Grad und sechs Geschütze.
11:02 Uhr
USA geben neue Militärhilfe für Ukraine frei

SymbolbildIgor Golovniov / Keystone Press Agency / www.globallookpress.com Die USA stellen der Ukraine ein weiteres Paket mit Militärhilfe in Höhe von rund 125 Millionen US-Dollar (rund 114 Millionen Euro) zur Verfügung. Nach Angaben von US-Außenminister Antony Blinken handelt es sich dabei um Abfangraketen für die Luftverteidigung, Munition für Raketensysteme und Artillerie sowie Mehrzweckradare und Panzerabwehrwaffen. Dies ist das zehnte Paket dieser Art.
In den vergangenen Monaten haben die USA der Regierung in Kiew mehrere Tranchen zur Verfügung gestellt, nachdem der US-Kongress Ende April neue Mittel im Umfang von rund 61 Milliarden US-Dollar (56,2 Milliarden Euro) für die Ukraine freigegeben hatte.
10:34 Uhr
IAEA warnt vor Gefahren für AKW Kursk
Angesichts der ukrainischen Offensive auf das russische Grenzgebiet Kursk hat die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) vor möglichen Gefahren für das dortige Kernkraftwerk gewarnt. Mit Blick auf Kämpfe in der Nähe des AKW Kursk rief IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi am Freitagabend in Wien die beiden Seiten auf, sich an die Regeln für nukleare Sicherheit in Konfliktgebieten zu halten, "um einen nuklearen Unfall mit potenziell ernsten Strahlungsfolgen zu vermeiden". Es werde von "signifikanten militärischen Aktivitäten" in der Region berichtet, und er sei "persönlich in Kontakt mit den zuständigen Behörden beider Länder".
IAEA Director General @RafaelMGrossi statement on developments in the Russian Federation: https://t.co/gNFI7SISY4pic.twitter.com/Hu92sJ8URc
— IAEA - International Atomic Energy Agency ⚛️ (@iaeaorg) August 9, 2024Das AKW Kursk befindet sich bei der Stadt Kurtschatow, die etwa 100 Kilometer von der Grenze zur Ukraine entfernt liegt. Die Stadt ist früher bereits mehrfach Ziel von ukrainischen Drohnenangriffen gewesen. Nach Angaben der russischen Behörden läuft der Betrieb in der Atomanlage normal. Der Schutz des AKW Kurs ist dennoch verstärkt worden.
10:03 Uhr
Podoljaka: Frontabschnitt Kursk stabilisiert – Kiews Stoß zur Ablenkung misslungen

Am dritten Tag nach dem ukrainischen Einfall ins russische Grenzgebiet Kursk bleibt die Lage schwer – doch man könne davon sprechen, dass die Front dort sich stabilisiert habe, so Juri Podoljakas Einschätzung. Zwar sei das Übelste noch lange nicht vorbei, aber Kiews Truppen würden höchstwahrscheinlich nicht viel weiter als in die Fronttiefe von etwa 20 Kilometern vordringen können, wie dies momentan der Fall ist, so die Prognose des Journalisten.
Erfahren Sie mehr in Juri Podoljakas Übersicht der Gefechtslageentwicklung der letzten Tage im Ukraine-Krieg zum 9. August 2024.
09:31 Uhr
Mann stirbt nach Drohnenattacke auf Gebiet Lipezk
Ein im Jahr 1997 geborener Mann, der am Freitag bei einem massiven ukrainischen Drohnenangriff auf das Gebiet Lipezk schwere Verletzungen erlitten hatte, ist gestorben. Wie die Verwaltung der rund 200 Kilometer von der Grenze entfernten Region auf Telegram am Samstag mitgeteilt hat, sei der Betroffene in einem Krankenhaus einer schweren durchdringenden Splitterwunde am Kopf erlegen. Die Ärzte hätten ihr Bestes getan, um den Patienten zu retten. Nach Angaben der Behörden sei ein weiterer Patient noch auf der Intensivstation. Die anderen Verletzten seien außer Lebensgefahr.
In der Nacht zum Freitag waren über dem Gebiet Lipezk mehrere Drohnen abgeschossen worden. Der Gouverneur der Region meldete neun Verletzte. Getroffen wurde auch ein örtlicher Militärflugplatz.
09:07 Uhr
DVR meldet 22 ukrainische Angriffe binnen 24 Stunden

Archivbild: Folgen eines ukrainischen Angriffs auf Donezk, 22. Juli 2024.TAISSIJA WORONZOWA / Sputnik Die Behörden in Donezk haben innerhalb der vergangenen 24 Stunden 22 Angriffe durch die ukrainischen Truppen registriert. Demnach wurden auf das Territorium der Volksrepublik 62 Geschosse abgefeuert. Bei den Angriffen im Zeitraum von 0 Uhr am 9. August bis 0 Uhr am 10. August (Ortszeit) wurden zwei zivile Einwohner verletzt. Durch den Beschuss wurden fünf Häuser, ein ziviles Infrastrukturobjekt und zwei Autos beschädigt.
Am Vortag hatten die Behörden von Donezk 42 Angriffe aus der Ukraine gemeldet. Dadurch wurden zwei Zivilisten verletzt. Beschädigt wurden zudem vier Häuser und ein Auto.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.






