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Liveticker Ukraine-Krieg – Macron: Kiew sollte Feuerstellungen in Russland angreifen dürfen

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg – Macron: Kiew sollte Feuerstellungen in Russland angreifen dürfenQuelle: Gettyimages.ru © Nicolas Economou/NurPhoto
  • 28.05.2024 22:00 Uhr

    22:00 Uhr

    Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!

  • 21:53 Uhr

    Gebiet Belgorod: Französische Lenkwaffen-Bombe und Olcha-Rakete zerstört

    Gegen 20 Uhr Moskauer Zeit hat die russiche Luftverteidigung eine Lenkbombe aus französischer Produktion des Typs AASM HAMMER und eine Rakete des Olcha-Mehrfachraketenwerfers über dem Territorium des Gebiets Belgorod zerstört, teilt das russische Verteidigungsministerium mit. In einer Nachricht auf dem Telegram-Kanal der Behörde heißt es:

    "Gegen 20:00 Uhr Moskauer Zeit wurde ein Versuch des Kiewer Regimes vereitelt, einen Terroranschlag mit einer HAMMER-Lenkbombe aus französischer Produktion und einer Rakete des Olcha-Mehrfachraketenwerfersystems auf Objekte auf dem Territorium der Russischen Föderation zu verüben. Die diensthabenden Luftverteidigungskräfte zerstörten eine HAMMER-Lenkwaffen-Bombe und eine Olcha-Rakete über dem Gebiet Belgorod."

  • 21:16 Uhr

    Die USA können vollständiges Embargo gegen Exporte aus Russland verhängen

    Der Stellvertretende Nationale Sicherheitsberater für Internationale Wirtschaft Daleep Singh beim US-Präsidenten behauptet, die Vereinigten Staaten von Amerika könnten im Rahmen ihrer Sanktionspolitik möglicherweise ein umfassendes Embargo gegen russische Exporte verhängen. In einer Rede an der Denkfabrik Brookings Institution in Washington, D.C. sagte Singh:

    "Sehen Sie, die Geschichte der [verhängten Handels-]Embargos ist nicht brillant. Aber wenn man davon ausgeht, dass Russland seine gesamte Wirtschaft in eine Fabrik für die Kriegsmaschinerie umwandelt, werden wir an einen Punkt gelangen, an dem wir uns de facto in dieser [Handelsembargo-]Situation befinden."

    Singh teilte mit, die USA würden auch die Möglichkeit einer Ausweitung der finanziellen Unterstützung im Rahmen der Sanktionen und das Ausmaß der Exportkontrollen für in den USA hergestellte Produkte prüfen. Er fügte hinzu:

    "Russland hat sich angepasst. ... Wenn Russland seine gesamte Wirtschaft auf eine Kriegswirtschaft umstellt, ist es dann sinnvoll, das Finanzregime auf einige wenige Sektoren oder bestimmte Produkte aus den USA zu beschränken, wenn wir wissen, dass die benötigten Komponenten in erster Linie über den [gesamten] Warenverkehr zu beziehen sind?"

  • 20:40 Uhr

    1:0 – Lanzett-Kamikazedrohne gegen ukrainische Selbstfahrlafette

    Kamikazedrohnen Typ Lanzett des russischen Herstellers ZALA kommen dank ihrem großen Einsatzradius von 50 Kilometern und mehr, je nach Modifikation, oft gegen wichtige Ziele im ukrainischen Hinterland zum Einsatz.

    Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.

  • 20:18 Uhr

    Macron: Kiew sollte Feuerstellungen in Russland als Ziele angreifen dürfen

    Die ukrainischen Streitkräfte sollten die Möglichkeit haben, Ziele in Russland anzugreifen, von denen aus die Ukraine beschossen werde, verlangt der französische Präsident Emmanuel Macron. Derartiges wurde auf dem Social-Media-Account X des Élysée-Palastes in Paris veröffentlicht. Bei einer Pressekonferenz mit dem deutschen Bundeskanzler Olaf Scholz bekräftigte Macron wörtlich:

    "Wir sollten der Ukraine erlauben, militärische Einrichtungen auf russischem Territorium zu zerstören, von wo aus der Beschuss kommt. Aber wir sollten nicht zulassen, dass andere militärische oder zivile Einrichtungen auf ihrem Territorium getroffen werden."

    Außerdem bedeute es nach seiner Auffassung keine Eskalation des Konflikts, wenn Kiew Langstreckenwaffen erhalte, mit denen russische Militäreinrichtungen getroffen werden könnten.

  • 19:41 Uhr

    Putin: Werchowna Rada und ihr Sprecher aktuell einzige legitime Macht in Ukraine

    Die Werchowna Rada und ihr Sprecher sind aktuell die einzigen legitimen Autoritäten in der Ukraine. Dies sagte Wladimir Putin, als er in Usbekistan Fragen von Journalisten beantwortete. Er betonte:

    "Streng genommen bleiben nach einer vorläufigen Einschätzung die einzige legitime Macht (in der Ukraine) das Parlament und der Sprecher der Rada. Wenn sie im Großen und Ganzen Präsidentschaftswahlen abhalten wollten, müsste das Gesetz über das Kriegsrecht aufgehoben werden, das ist alles."

    Der russische Staatschef erklärte, dass eine ernsthafte und tiefgreifende Analyse zu diesem Thema durchgeführt werden sollte. Er fügte hinzu, dass die ukrainische Verfassung die Ausweitung der Befugnisse des Parlaments, nicht aber des Präsidenten während des Kriegsrechts vorsehe. Gleichzeitig sage das Grundgesetz nichts darüber aus, dass die Ergebnisse der vergangenen Wahl des Staatsoberhauptes verlängert werden, wenn keine neue Wahl stattfindet. Putin stellte klar:

    "Es gibt den Artikel 111 der ukrainischen Verfassung, der besagt, dass in diesem Fall die Befugnisse der obersten Gewalt, also die Befugnisse des Präsidenten, auf den Parlamentspräsidenten übertragen werden."

  • 19:07 Uhr

    Borrell: EU-Länder haben unterschiedliche Positionen zu Angriffen auf Russland

    Die EU-Länder hätten unterschiedliche Positionen zu einem Einsatz von Waffen, die der Ukraine für Angriffe auf russisches Territorium übergeben wurden. Hier könne es keinen Zwang geben, sagt der EU-Diplomatiechef Josep Borrell nach einem Treffen der EU-Verteidigungsminister in Brüssel, an dem auch NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg teilgenommen hat. Borrell behauptet:

    "Es ist völkerrechtlich legitim, aber eine solche Entscheidung muss von jedem einzelnen Staat auf nationaler Ebene getroffen werden, um dafür verantwortlich zu sein... Niemand kann einen EU-Staat zwingen, diese Art von Beschränkungen aufzuheben."

  • 18:33 Uhr

    Putin: Ukraine schafft es nicht, die Situation auf dem Schlachtfeld zu drehen

    Der Ukraine gelingt es nicht, die Situation auf dem Schlachtfeld zu wenden, und jeder neue Versuch wird nur zu einer Zunahme der ukrainischen Verluste führen. Das sagt der russische Präsident Wladimir Putin nach seinem Besuch in Usbekistan.

    Wie der Präsident betont, wolle der kollektive Westen den Anschein erwecken, die internationale Gemeinschaft unterstütze die Ukraine. Putin erklärt:

    "Sie wollen ein bestimmtes Bild zeichnen, den Anschein erwecken, dass die Welt das unterstützt, was sie selbst freiwillig und auf der Grundlage ihrer Wünsche vorgezeichnet haben, und es als eine konsolidierte Position der Weltgemeinschaft präsentieren. Nun, so wird es nicht funktionieren."

    Diese Situation zeige, dass der Westen nicht zu verhandeln gedenke, sondern versuche, "etwas anderes zu bekommen", fügt der russische Staatschef hinzu:

    "Das zeigt nur, dass sie nicht verhandeln wollen, sondern sich daran klammern, etwas anderes zu bekommen und die Situation auf dem Schlachtfeld zu drehen. Das funktioniert nicht. Und je mehr Versuche unternommen werden, desto mehr Verluste wird es geben. Und die Verluste sind keineswegs zu Gunsten der ukrainischen Streitkräfte."

    Der Präsident erinnert daran, dass nicht Russland sich weigere zu verhandeln, sondern die ukrainische Seite, die sich ganz öffentlich dagegen ausspreche.

  • 18:13 Uhr

    Podoljaka: Bei Kiews Militär knarzt es gefährlich im Gebälk

    Aus der Puste und abgesoffen – so sieht das vorläufige Ergebnis der zuvor von Selenskij angekündigten und geforderten Gegenoffensive im Norden des Gebiets Charkow aus, die das ukrainische Militär einen bis eineinhalb Tage lang bis zum 27. Mai 2024 auf die Beine zu stellen versuchte, wertet Juri Podoljaka. Schon aufgrund dessen, dass diese Gegenoffensive vom Kiewer Kommando erforderte, Reserven von anderen Frontabschnitten abzuziehen und an diesen Frontabschnitten Russlands Fortschritte dementsprechend größer ausfallen als dies vielleicht sonst der Fall gewesen wäre, könne die Eröffnung des neuen Frontabschnitts im Norden des Gebiets Charkow durch das russische Militär als Erfolg bezeichnet werden, so der Journalist.

    Erfahren Sie mehr in der Analyse der Gefechtslageentwicklung im Ukraine-Krieg zum 27. Mai 2024 von Juri Podoljaka.

  • 17:50 Uhr

    Estland macht EU Vorschlag zur Ausbildung von 100.000 ukrainischen Soldaten

    Estland sieht die Notwendigkeit, die Ausbildung von ukrainischen Soldaten in EU-Ländern zu intensivieren. Verteidigungsminister Hanno Pevkur hat am Dienstag bei einem EU-Treffen in Brüssel dies damit begründet, dass Russland derzeit mehr Druck ausübe. Man müsse an das Land eine sehr klare Botschaft senden. Konkret schlug der Minister vor, das EU-Ausbildungsziel für die ukrainischen Streitkräfte von derzeit 60.000 auf 100.000 Soldaten zu erhöhen.

    Dem Europäischen Auswärtigen Dienst zufolge wurden von EU-Ländern bisher 52.000 ukrainische Armeeangehörige ausgebildet. Ursprünglich hatte das Ziel bei 15.000 gelegen. Später wurde die Vorgabe dann mehrfach angehoben. Allein die deutsche Bundeswehr bildete im vergangenen Jahr 10.000 ukrainische Soldaten aus.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.