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Liveticker Ukraine-Krieg – Rostech: Leopard-Panzer leicht mit russischen Waffen ausschaltbar

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg – Rostech: Leopard-Panzer leicht mit russischen Waffen ausschaltbarQuelle: Sputnik © Wiktor Antonjuk

 

  • 1.02.2023 16:20 Uhr

    16:20 Uhr

    Antiterror-Sicherheitsmaßnahmen im Gebiet Kursk an der ukrainischen Grenze verstärkt

    Im russischen Gebiet Kursk an der Grenze zur Ukraine wurden stichprobenartige Durchsuchungen an Bahnhöfen und Busbahnhöfen verstärkt, und in Stadtbussen Alarmknöpfe installiert. Dies geschieht in Umsetzung eines jüngst von Präsident Putin erlassenen Dekrets, das den Ausbau von Sicherheitsmaßnahmen gemäß Terrorgefahr-Stufe "Gelb" vorsieht, gab der Pressedienst der Gebietsverwaltung gegenüber der TASS bekannt.

    Mit dem besagten Dekret des russischen Präsidenten Wladimir Putin wurden das Verfahren zur Feststellung der terroristischen Gefährdungsstufe und insbesondere das Verfahren der Anordnung zusätzlicher Maßnahmen zur Sicherheit des Einzelnen, der Gesellschaft und des Staates sowie der öffentlichen Ordnung geändert. Zum Beispiel wurde die "Kontrolle der Bewegung von Fahrzeugen über die administrativen Grenzen des Subjekts der Russischen Föderation, auf dessen Territorium terroristische Gefahr festgestellt wurde, die Kontrolle von Fahrzeugen mit technischen Mitteln zum Aufspüren von Waffen und Sprengstoffen" verstärkt. Bisher war diese Maßnahme nur bei Terrorgefahr-Stufe "Rot" vorgesehen.

    Im Gebiet Kursk, das an die ehemalige Ukrainische Sozialistische Sowjetische Republik angrenzt, wurde am 11. April die Terrorgefahr-Stufe "Gelb" – also "Hoch" – verhängt und anschließend mehrfach verlängert. In diesem Gebiet unterstehen Objekte der Energieversorgung, der Eisenbahn und anderer lebenswichtiger Einrichtungen besonderer Sicherheitskontrollen.

  • 15:56 Uhr

    Ukrainische Streitkräfte versuchen, Pumpstation der Druschba-Pipeline anzugreifen

    Am 31. Januar haben die ukrainischen Truppen versucht, die Nowosybkowo-Pumpstation der Druschba-Ölpipeline zu beschießen. Dies teilte Igor Demin, der Berater des Transneft-Chefs, gegenüber RIA Nowosti mit. Er erklärte:

    "Gestern Abend wurde versucht, die Nowosybkowo-Ölpumpstation zu beschießen. Die Station wird bei Spitzenbelastungen der Druschba-Ölpipeline auf Ad-hoc-Basis genutzt. Das letzte Mal, dass das Pumpwerk für ein paar Stunden eingeschaltet war, war im vergangenen Jahr. Bei dem Einschlag des Geschosses in die Station gab es keine Verletzten, und die Schäden werden derzeit von der Wartungsmannschaft behoben. Die Druschba-Pipeline funktioniert normal."

    Laut den örtlichen Rettungsdiensten fiel das aus der Ukraine stammende Geschoss auf ein Feld im Gebiet Brjansk in der Nähe des Dorfes Mamai.

  • 15:47 Uhr

    Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums

    Beim Einsatz am Frontabschnitt Kupjansk wurden bis zu 30 ukrainische Soldaten getötet, zwei Fahrzeuge und eine Haubitze vom Typ D-20 wurden zerstört.

    Am Frontabschnitt Krasny Liman wurden bei Luftangriffen und Artilleriebeschuss nahe den Siedlungen Stelmachowka, Tscherwonaja, Dibrowa, Kusmino in der Lugansker Volksrepublik (LVR) und Torskoje in der Donezker Volksrepublik (DVR) rund 95 ukrainische Militärs getötet, drei gepanzerte Kampffahrzeuge und ein Auto wurden zerstört.

    Bei der Offensive am Frontabschnitt Donezk wurden vorteilhafte Stellungen eingenommen. Über 100 ukrainische Soldaten wurden getötet. Ein Panzer, drei gepanzerte Kampffahrzeuge, eine Haubitze vom Typ Msta-B, ein Mehrfachraketenwerfersystem vom Typ Uragan und eine französische Caesar-Selbstfahrlafette wurden ausgeschaltet.

    Am Frontabschnitt Süddonezk-Saporoschje wurden mehr als 60 ukrainische Militärs getötet. Mehrere Kampffahrzeuge, zwei Haubitzen vom Typ D-30 und eine Haubitze vom Typ D-20 wurden lahmgelegt. Im Gebiet Saporoschje wurde ein US-Gegenbatterieradar AN/TPQ-37 zerstört.

    Nahe der Ortschaft Schostka im Gebiet Sumy wurden Werkstätten zur Herstellung von Artilleriemunition zerstört.

    Am Frontabschnitt Cherson wurden zwei Motorboote der ukrainischen Armee zerstört und bis zu zehn Soldaten getötet. Nahe den Siedlungen Gawrilowka und Antonowka wurden drei Munitionsdepots und eine Selbstfahrlafette vom Typ Gwosdika zerstört.

    Die Luftverteidigungssysteme haben neun ukrainische Drohnen abgeschossen – in der LVR, DVR sowie im Gebiet Saporoschje. Auch wurden drei HIMARS-Raketenwerfer aus US-Produktion erbeutet. 

  • 15:39 Uhr

    DVR: Offensive hat sich bei Ugledar verlangsamt

    Die Offensive der russischen Streitkräfte hat sich in der Nähe von Ugledar verlangsamt. Die Befreiung der Stadt wird durch das Vorhandensein zweier Bergbauminen erschwert. Das teilte Jan Gagin, Berater des amtierenden Oberhaupts der Donezker Volksrepublik (DVR), mit. Er erklärte im russischen Fernsehen:

    "Was die Offensive in Richtung Ugledar angeht, so wurde sie nicht gestoppt, sondern nur verlangsamt. Täglich werden die feindlichen Stellungen – vor allem mit der Artillerie – angegriffen. Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass die Stadt Teil eines großen Industriegebiets ist und das Vorhandensein von zwei Bergbauminen die Angriffsmaßnahmen erschwert. Deshalb hat sich die Offensive nur verlangsamt, um unsere Truppenkräfte zu schonen."

    Ihm zufolge ist die Frontlinie in der Volksrepublik Donezk jetzt ziemlich ausgedehnt, aber es lassen sich zwei Gebiete unterscheiden, in denen die aktivsten Kampfhandlungen stattfinden: Artjomowsk und Ugledar.

    Am Vortag hatte der amtierende Chef der Donezker Volksrepublik, Denis Puschilin, erklärt, dass Kiew weiterhin seine Reserven nach Ugledar verlagere.

  • 15:15 Uhr

    Russischer Diplomat: Berlin legt Verantwortung für Gräueltaten Nazi-Deutschlands ab

    Mit der Entscheidung Berlins, schweres Kriegsgerät an Kiew zu liefern, legt Deutschland endgültig seine historische Verantwortung für die Verbrechen des Nationalsozialismus ab. Dies erklärte Konstantin Gawrilow, Leiter der russischen Delegation bei den Wiener Gesprächen über militärische Sicherheit und Rüstungskontrolle, am Mittwoch auf einer Plenarsitzung des OSZE-Forums für Sicherheitskooperation. Er betonte:

    "Wir möchten an unsere deutschen Kollegen appellieren: Die weißen Kreuze auf euren Panzern dürfen nicht übermalt werden, sie werden unsere Kämpfer zu neuen militärischen Heldentaten inspirieren. Die Entscheidung Berlins markiert endgültig die Weigerung der BRD, ihre historische Verantwortung gegenüber unserem Volk für die schrecklichen, zeitlosen Verbrechen des Nationalsozialismus während des Großen Vaterländischen Krieges anzuerkennen. Wenn die Leopard-2A6-Panzer in das Blickfeld der russischen Armee geraten, werden sie wie vor 80 Jahren zerstört. Wir gehen davon aus, dass die westlichen Mitgliedstaaten der OSZE nicht vergessen haben, wie die Dinge damals endeten."

    Dem russischen Diplomaten zufolge "ist Deutschland auf Geheiß Washingtons zur Hauptdrehscheibe für die Bündelung der praktischen Bemühungen des 'kollektiven Westens' bei der Fortsetzung der Feindseligkeiten in der Ukraine geworden". Auf seinem Territorium sind das US-Militärkommando in der europäischen Zone sowie das Kommando der US-Bodentruppen in Europa und Afrika stationiert, die die Ausbildung der ukrainischen Truppen und den Transport westlicher Militärgüter nach Kiew koordinieren, so Gawrilow.

  • 14:47 Uhr

    Moskau: Kiew misst beim Gefangenenaustausch mit zweierlei Maß

    Tatjana Moskalkowa, die russische Ombudsfrau für Menschenrechte, hat darauf hingewiesen, dass sich der Prozess des Kriegsgefangenenaustauschs mit der ukrainischen Seite wegen der Doppelmoral Kiews hinziehe. Sie forderte die ukrainische Seite auf, den Prozess zu beschleunigen. Die russische Beamtin schrieb auf Telegram:

    "Ich stelle mit großer Sorge fest, dass der Austausch von Kriegsgefangenen mit der ukrainischen Seite nicht so verläuft, wie wir uns das wünschen. Viele ukrainische Soldaten, vor allem Gefreite und Unteroffiziere, wurden von Kiew seit mehr als zehn Monaten von der Austauschliste gestrichen. Viele werden absichtlich als vermisst geführt."

    Moskalkowa sagte, sie erhalte Anrufe von Müttern, Schwestern und Kindern ukrainischer Soldaten, die sie um Hilfe bei der Suche nach ihren Angehörigen unter den Vermissten bäten. Sie fügte hinzu:

    "Wir finden sie lebend unter den Kriegsgefangenen auf russischem Territorium und bieten sofort an, sie gegen unsere Jungs in ukrainischer Gefangenschaft auszutauschen. Leider steht der politische Nutzen für die ukrainischen Behörden über Barmherzigkeit und Menschlichkeit. In den Austauschlisten werden in der Regel vorrangig Persönlichkeiten aus den Medien aufgeführt, während die einfachen Soldaten für sie kaum von Interesse sind. Das mindert natürlich die Wirksamkeit des Austauschs."

  • 14:24 Uhr

    Ukrenergo meldet erhebliches Kapazitätsdefizit im ukrainischen Energiesystem

    Die Ukraine habe immer noch ein erhebliches Kapazitätsdefizit im Energiesystem, berichtet das staatliche Energieunternehmen Ukrenergo. In einer Erklärung auf seinem Telegram-Kanal betont das Unternehmen:

    "Es bestehen weiterhin erhebliche Stromengpässe."

    In der Mitteilung wird auch darauf hingewiesen, dass alle regionalen Stromversorgungsunternehmen über die für den Tag geltenden Verbrauchsgrenzen informiert wurden, bisher in den ukrainischen Gebieten aber keine Überschreitung der Grenzwerte festgestellt wurde.

  • 13:51 Uhr

    Kreml: Mögliche Lieferung von US-Langstreckenraketen an die Ukraine wird Verlauf der Sonderoperation nicht beeinflussen

    Dass die USA über eine mögliche Lieferung von Raketen mit größerer Reichweite an die Ukraine sprechen, führt zu einer Eskalation der Spannungen, aber all dies wird den Verlauf der militärischen Sonderoperation nicht ändern – sie wird fortgesetzt. Dies verkündete Kremlsprecher Dmitri Peskow am Mittwoch vor Reportern.

    Er wies darauf hin, dass das Hauptziel für Russland nun darin bestehe, die Militäroperation fortzusetzen und dass es vor allem darum gehe, "die vom Staatschef gestellten Aufgaben zu erfüllen".

    Auf die Frage, ob Moskau vor dem Hintergrund der Situation in der Ukraine die Möglichkeit von Verhandlungen mit Washington auf höchster Ebene statt mit Kiew in Betracht ziehe, sagte Peskow:

    "Es gibt noch keine Pläne für Gespräche zwischen Putin und Biden."

  • 13:33 Uhr

    Russischer Rüstungskonzern: Leopard-Panzer können mit russischen Waffen effektiv ausgeschaltet werden  

    Die deutschen Leopard-2-Panzer, die an die Ukraine geliefert werden sollen, seien zwar moderne und gut geschützte Kampffahrzeuge, verfügten aber im Gegensatz zu russischen Panzern über keinen dynamischen Schutz, teilte die russische Rüstungsunternehmen-Gruppe Rostech mit. Der Leopard könne mit russischen Panzerabwehrraketensystemen vom Typ Kornet, mit den Panzerabwehr-Lenkraketen Wichr und Ataka, aber auch mit den 125-Millimeter-Projektilen Mango effektiv außer Gefecht gesetzt werden, sagte ein Vertreter gegenüber TASS.

    Kampferfahrung habe zudem gezeigt, dass die deutschen Panzer auch mit Hilfe alter tragbarer Panzerabwehr-Raketenkomplexe zerstört werden können, die bezüglich ihrer technischen Eigenschaften den von der russischen Armee eingesetzten Waffen deutlich unterlegen seien, hieß es. Dem russischen Militär stünden zudem moderne Kampffahrzeuge wie T-90M Proryw (dt.: Durchbruch) zur Verfügung, welche dem Leopard hinsichtlich mehrerer Indikatoren überlegen seien.

  • 13:02 Uhr

    Medienbericht: Orbán bezweifelt, dass die Ukraine ein souveräner Staat bleiben wird

    Ungarns Premierminister Viktor Orbán stellt laut Politico die Lebensfähigkeit der Ukraine als souveräner Staat in Frage. Nach Meinung des Politikers werde Kiew den Konflikt verlieren, weil die Zeit auf Moskaus Seite stehe. Gleichzeitig soll er die Ukraine als "Niemandsland" bezeichnet und festgestellt haben, dass sie sich "in Afghanistan verwandelt hat".

    Die ehemalige ungarische Nationalratsabgeordnete Zsuzsanna Szelényi kommentierte Orbáns Äußerungen mit den Worten:

    "Ich glaube, er sagt das, weil er glaubt, dass viele Europäer so denken – und er erwartet, dass Europa die Ukraine am Ende nicht unterstützen wird."

    Die ungarische Regierung setze auf eine schnelle Lösung des Konflikts und hoffe, dass Ungarn von der Aufrechterhaltung seiner Beziehungen zu Russland profitieren werde, so Szelényi. Sie fügte hinzu:

    "Einige dachten offenbar, Ungarn würde zu einer Art Brücke zwischen Russland und dem übrigen Europa werden und gleichzeitig vom Handel und anderen Vorteilen profitieren."

    Während die meisten westlichen Länder Kiew militärisch unterstützen, beharrt Budapest darauf, die Militäraktionen einzustellen. Wie Orbán selbst betont, hat Ungarn von Anfang an auf Frieden bestanden und sich geweigert, Waffen in die Ukraine zu schicken, weil es sich auf keiner Seite an dem Konflikt beteiligen will.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.