International

Liveticker Ukraine-Krieg – Moskau: 1.120 ukrainische Kämpfer bei Offensive auf Gebiet Kursk getötet

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg – Moskau: 1.120 ukrainische Kämpfer bei Offensive auf Gebiet Kursk getötetQuelle: Sputnik © VERTEIDIGUNGSMINISTERIUM DER RUSSISCHEN FÖDERATION
  • 10.08.2024 12:00 Uhr

    12:00 Uhr

    Russisches Militär: Bis zu 1.120 ukrainische Soldaten bei Offensive auf Gebiet Kursk getötet

    Russlands Verteidigungsministerium berichtet auf Telegram über die anhaltende Operation zur Abwehr der ukrainischen Offensive auf das russische Grenzgebiet Kursk. Der Truppenverband Nord, die eingetroffene Verstärkung, die Luftwaffe und die Artillerie hätten in den vergangenen 24 Stunden durch ihre aktiven Handlungen weitere Versuche der ukrainischen Streitkräfte verhindert, im Raum der Ortschaften Iwaschkowskoje, Malaja Loknja und Olgowka vorzustoßen. Außerdem seien in der Nähe der Siedlungen Nikolajewo-Darjino, Gujewo, Ljubimowka, Seljony Schljach und Swerdlikowo Personal und Technik des Gegners getroffen worden. Zugleich habe die russische Luftwaffe Angriffe auf gegnerische Reserven im Gebiet Sumy geflogen. Am Samstagmorgen seien am südlichen Rand der Stadt Sudscha 15 ukrainische Kämpfer durch eine Attacke mit Aerosolbomben getötet worden, hieß es.

    Die russische Militärbehörde beziffert die jüngsten Personalverluste des Gegners auf bis zu 175 Armeeangehörige. Das ukrainische Militär habe darüber hinaus 36 Panzerfahrzeuge, darunter zehn Kampfpanzer, drei Geschütze und einen Mehrfachraketenwerfer vom Typ Grad verloren. Seit dem Beginn der Kämpfe im Gebiet Kursk habe die Ukraine insgesamt bis zu 1.120 Kämpfer verloren. Getroffen worden seien 140 Panzerfahrzeuge, zwei Flugabwehrraketenkomplexe vom Typ Buk M1, ein Mehrfachraketenwerfer vom Typ Grad und sechs Geschütze.

  • 11:02 Uhr

    USA geben neue Militärhilfe für Ukraine frei

    Die USA stellen der Ukraine ein weiteres Paket mit Militärhilfe in Höhe von rund 125 Millionen US-Dollar (rund 114 Millionen Euro) zur Verfügung. Nach Angaben von US-Außenminister Antony Blinken handelt es sich dabei um Abfangraketen für die Luftverteidigung, Munition für Raketensysteme und Artillerie sowie Mehrzweckradare und Panzerabwehrwaffen. Dies ist das zehnte Paket dieser Art.

    In den vergangenen Monaten haben die USA der Regierung in Kiew mehrere Tranchen zur Verfügung gestellt, nachdem der US-Kongress Ende April neue Mittel im Umfang von rund 61 Milliarden US-Dollar (56,2 Milliarden Euro) für die Ukraine freigegeben hatte.

  • 10:34 Uhr

    IAEA warnt vor Gefahren für AKW Kursk

    Angesichts der ukrainischen Offensive auf das russische Grenzgebiet Kursk hat die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) vor möglichen Gefahren für das dortige Kernkraftwerk gewarnt. Mit Blick auf Kämpfe in der Nähe des AKW Kursk rief IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi am Freitagabend in Wien die beiden Seiten auf, sich an die Regeln für nukleare Sicherheit in Konfliktgebieten zu halten, "um einen nuklearen Unfall mit potenziell ernsten Strahlungsfolgen zu vermeiden". Es werde von "signifikanten militärischen Aktivitäten" in der Region berichtet, und er sei "persönlich in Kontakt mit den zuständigen Behörden beider Länder".

    Das AKW Kursk befindet sich bei der Stadt Kurtschatow, die etwa 100 Kilometer von der Grenze zur Ukraine entfernt liegt. Die Stadt ist früher bereits mehrfach Ziel von ukrainischen Drohnenangriffen gewesen. Nach Angaben der russischen Behörden läuft der Betrieb in der Atomanlage normal. Der Schutz des AKW Kurs ist dennoch verstärkt worden.

  • 10:03 Uhr

    Podoljaka: Frontabschnitt Kursk stabilisiert – Kiews Stoß zur Ablenkung misslungen

    Am dritten Tag nach dem ukrainischen Einfall ins russische Grenzgebiet Kursk bleibt die Lage schwer – doch man könne davon sprechen, dass die Front dort sich stabilisiert habe, so Juri Podoljakas Einschätzung. Zwar sei das Übelste noch lange nicht vorbei, aber Kiews Truppen würden höchstwahrscheinlich nicht viel weiter als in die Fronttiefe von etwa 20 Kilometern vordringen können, wie dies momentan der Fall ist, so die Prognose des Journalisten.

    Erfahren Sie mehr in Juri Podoljakas Übersicht der Gefechtslageentwicklung der letzten Tage im Ukraine-Krieg zum 9. August 2024.

  • 09:31 Uhr

    Mann stirbt nach Drohnenattacke auf Gebiet Lipezk

    Ein im Jahr 1997 geborener Mann, der am Freitag bei einem massiven ukrainischen Drohnenangriff auf das Gebiet Lipezk schwere Verletzungen erlitten hatte, ist gestorben. Wie die Verwaltung der rund 200 Kilometer von der Grenze entfernten Region auf Telegram am Samstag mitgeteilt hat, sei der Betroffene in einem Krankenhaus einer schweren durchdringenden Splitterwunde am Kopf erlegen. Die Ärzte hätten ihr Bestes getan, um den Patienten zu retten. Nach Angaben der Behörden sei ein weiterer Patient noch auf der Intensivstation. Die anderen Verletzten seien außer Lebensgefahr.  

    In der Nacht zum Freitag waren über dem Gebiet Lipezk mehrere Drohnen abgeschossen worden. Der Gouverneur der Region meldete neun Verletzte. Getroffen wurde auch ein örtlicher Militärflugplatz.  

  • 09:07 Uhr

    DVR meldet 22 ukrainische Angriffe binnen 24 Stunden

    Die Behörden in Donezk haben innerhalb der vergangenen 24 Stunden 22 Angriffe durch die ukrainischen Truppen registriert. Demnach wurden auf das Territorium der Volksrepublik 62 Geschosse abgefeuert. Bei den Angriffen im Zeitraum von 0 Uhr am 9. August bis 0 Uhr am 10. August (Ortszeit) wurden zwei zivile Einwohner verletzt. Durch den Beschuss wurden fünf Häuser, ein ziviles Infrastrukturobjekt und zwei Autos beschädigt.

    Am Vortag hatten die Behörden von Donezk 42 Angriffe aus der Ukraine gemeldet. Dadurch wurden zwei Zivilisten verletzt. Beschädigt wurden zudem vier Häuser und ein Auto.

  • 08:36 Uhr

    "Antiterror-Operationsmodus" in Russlands Grenzgebieten Belgorod, Brjansk und Kursk

    Das Nationale Antiterrorkomitee der Russischen Föderation (NAK) hat im Auftrag des Direktors des Föderalen Sicherheitsdienstes (FSB), Alexander Bortnikow, in den Grenzgebieten Belgorod, Brjansk und Kursk den "Antiterroroperationsmodus" ausgerufen. Die Maßnahme soll demnach die Sicherheit der Bevölkerung vor Ort gewährleisten. Im Rahmen der Antiterroreinsätze wollen die Behörden mögliche Sabotageakte und Aufklärungsmissionen des Gegners verhindern.

    Zu diesem Zweck gelten nun in den genannten Regionen einige Einschränkungen. So können jetzt die Sicherheitsbehörden Menschen ohne Ausweispapiere auf Polizeireviere bringen, um sie zu identifizieren. Der Antiterroroperationsmodus" kann darüber hinaus je nach Lage Evakuierungen, die Überwachung von Kommunikation und Datenverkehr sowie Durchsuchungen vorsehen.  

    In der NAK-Mitteilung heißt es unter anderem, dass die ukrainischen Streitkräfte und Geheimdienste einen "beispiellosen Versuch" unternommen hätten, die Situation in mehreren russischen Regionen zu destabilisieren.       

    "Das Ergebnis der terroristischen Attacke auf das Gebiet Kursk durch Einheiten der ukrainischen Streitkräfte sind Opfer unter der Zivilbevölkerung sowie zerstörte Wohnhäuser und andere zivile Objekte."

  • 08:05 Uhr

    "Ununterbrochener Beschuss" – Menschen werden aus russischen Grenzgebieten evakuiert

    Die Bewohner in den Grenzkreisen des Gebiets Kursk werden aufgrund von Gefahren für Leben und Gesundheit evakuiert. Zu diesem Zweck wurden in Kursk und anderen Städten spezielle Notunterkünfte eingerichtet. Eltern von Kleinkindern wird angeboten, in den Regionen Moskau oder Leningrad Urlaub zu machen.

    Die Bewohner dieser Ortschaften berichten, dass die ukrainischen Truppen ihren Angriff tief in der Nacht begonnen hätten. Der Beschuss sei so intensiv gewesen, dass zwischen den Salven nicht einmal ein paar Sekunden vergangen seien, erzählt eine Bewohnerin der Stadt Sudscha. Erst am Morgen, als der Beschuss nachgelassen habe, hätten sie sich mit dem Auto in Sicherheit gebracht.

    Das Video gibt es hier auf unserer Website zu sehen. 

  • 07:29 Uhr

    Russische Luftabwehr zerstört 26 Drohnen über Grenzgebiet Kursk

    Das russische Verteidigungsministerium hat am Samstagmorgen über andauernde Versuche der ukrainischen Streitkräfte berichtet, Terroranschläge auf Objekte in Russland zu verüben. Auf Telegram schrieb die Militärbehörde in Moskau, dass in der vergangenen Nacht insgesamt 32 ukrainische Drohnen unschädlich gemacht worden seien. Allein über dem Grenzgebiet Kursk habe die russische Luftabwehr 26 unbemannte Luftfahrzeuge zerstört. Weitere sechs seien demnach über dem Gebiet Jaroslawl abgefangen worden.

    Gouverneur Michail Jewrajew bestätigte am frühen Samstagmorgen ebenfalls auf Telegram, dass mehrere ukrainische Drohnen beim Anflug auf Jaroslawl zerstört worden seien. Die versuchte Attacke habe einem Betrieb gegolten. Es gebe weder Zerstörungen noch Opfer. Der Politiker warnte die Bevölkerung eindringlich davor, sich den Trümmerteilen zu nähern und diese zu berühren. Wrackteile könnten für die Untersuchung wichtig sein, hieß es.

  • 9.08.2024 22:00 Uhr

    22:00 Uhr

    Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.