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Liveticker Ukraine-Krieg – Offizier: Kiew bereitet sich auf Rückzug aus der LVR vor

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg – Offizier: Kiew bereitet sich auf Rückzug aus der LVR vor© AP Photo/Andriy Andriyenko
  • 7.02.2023 18:05 Uhr

    18:05 Uhr

    Rheinmetall will 2023 bis zu 25 Leopard 1 in Ukraine liefern

    Das Düsseldorfer Rüstungsunternehmen Rheinmetall will noch in diesem Jahr die ersten 20 bis 25 Kampfpanzer vom Typ Leopard 1 in die Ukraine schicken. Bis Ende 2024 könnten dann die restlichen der 88 Exemplare ausgeliefert werden, über die Rheinmetall verfüge, sagte Vorstandschef Armin Papperger am Dienstag bei der Konferenz «Europe 2023» in Berlin. Die Bundesregierung hatte der Industrie vergangene Woche den Export von Leopard-1-Kampfpanzern genehmigt. Neben Rheinmetall hat auch die Flensburger Fahrzeugbau Gesellschaft (FFG) Waffensysteme dieses Typs.

    Der Leopard 1 ist der erste Kampfpanzer, der für die Bundeswehr nach dem Zweiten Weltkrieg gebaut wurde, und verfügt noch über keine Verbundpanzerung. Vom Jahr 1965 bis Mitte der 80er Jahre wurden 4700 Exemplare produziert. Die Bundeswehr hat ihre letzten Leopard-1-Panzer bereits vor 20 Jahren ausgemustert.

    (dpa)

  • 18:00 Uhr

    Spiegel: Berlin genehmigt Lieferung alter Leopard-1-Panzer an Kiew

    Die BRD-Regierung hat die Lieferung von 178 Panzern des veralteten Typs Leopard 1 mit 105-Millimeter-Geschütz an die Ukraine genehmigt. Die Lieferungen sollen im kommenden Sommer sowie im nächsten Jahr erfolgen, berichtet der Spiegel unter Berufung auf Behördenquellen. Eine Bekanntmachung der Entscheidung sei am selben Abend zu erwarten. Business Insider hatte zuvor berichtet, dass die deutsche Regierung zwei deutsche Rüstungsunternehmen ermächtigen werde, 187 Leopard-1-Panzer an die Ukraine zu liefern. Es ist vorgesehen, dass 88 davon von Rheinmetall und weitere 99 von der Flensburger Fahrzeugbau Gesellschaft geliefert werden. Die letztgenannte hatte die Kampffahrzeuge von Dänemark erworben, nachdem sie dort ausgemustert wurden, meldete Radio Danmark.

    Ende Januar teilte die deutsche Regierung mit, dass sie beschlossen habe, deutsche Leopard-2-Panzer an die Ukraine zu liefern. Deutschland beabsichtigt, zwei Panzerbataillone aufzustellen. In der ersten Phase ist geplant, eine Kompanie von 14 Panzern des Typs Leopard 2 A6 aus den Beständen der Bundeswehr bereitzustellen. Darüber hinaus erklärte sich Berlin bereit, die Wiederausfuhr deutscher Leopard-2-Panzer nach Kiew für diejenigen Länder zu genehmigen, die solche Lieferungen aus ihren Beständen planen.

  • 17:45 Uhr

    Erneut Luftalarm in der Ukraine

    In der Ukraine wurde erneut Luftalarm ausgerufen: Diesmal dröhnten die Sirenen in den Gebieten Dnepropetrowsk, Charkow und Poltawa. Dies schreiben entsprechend spezialisierte ukrainische Telegram-Kanäle.

    Etwa 40 Minuten später wurde der Luftalarm wieder aufgehoben.

    Seit dem Herbst 2022 setzt das russische Militär die zivil-militärische Infrastruktur der Ukraine, wie vor allem Objekte der Stromversorgung, Angriffen mit Langstrecken-Lenkflugkörpern aus. So wird die Militärlogistik der Ukraine sabotiert, da sie, wie in Russland auch, zu einem großen Teil auf Schienen bewältigt wird – und die ukrainischen Zuglokomotiven größtenteils elektrisch angetrieben sind.

  • 17:19 Uhr

    Ukrainischer Sicherheitsratssekretär: Keine Lösung im Stil des Koreakrieges

    Der Sekretär des ukrainischen Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates, Alexei Danilow, hat die Möglichkeit einer Beilegung des Konflikts in der Ukraine nach dem "koreanischen Szenario" abgelehnt. "Die Ukraine ist nicht Korea. Es wird keine 38. oder andere Parallelen (Breitengrade), fremde Geschichten und von außen aufgezwungene Szenarien geben", schrieb Danilow auf Twitter.

    Damit reagierte er auf eine dahingehende Äußerung von Alexei Arestowitsch: Der ehemalige Berater des Leiters von Wladimir Selenskijs Präsidialamt hatte erklärt, dass sich in der Ukraine nach dem Ende des Konflikts das "koreanische Szenario" wiederholen könnte.

    Noch vor Danilow hatte sein russischer Kollege, der stellvertretende Sekretär des russischen Sicherheitsrates, Dmitri Medwedew, Gespräche über das "koreanische Szenario" für die Ukraine kritisiert: Er nannte sie seinerseits "Wunschdenken" und eine These für lediglich den internen Gebrauch. Medwedew merkte an, die Tatsache, dass das Einfrieren des Koreakrieges seinerzeit zur Schaffung zweier unabhängiger Staaten führte, sei in der Diskussion um eine "koreanische" Lösung für die Ukraine ausgeblendet worden.

    Formell befinden sich Nordkorea und Südkorea immer noch im Krieg, da der Koreakrieg von 1950 bis 1953 mit der Unterzeichnung lediglich eines Waffenstillstands und nicht eines Friedensvertrags endete. Die entmilitarisierte Zone verläuft entlang des 38. Breitengrades und teilt die koreanische Halbinsel in zwei etwa gleich große Teile.

  • 16:48 Uhr

    New York Times berichtet über schwere Verluste der ukrainischen Truppen bei Artjomowsk

    Das ukrainische Militär erleide bei den Kämpfen um Artjomowsk schwere Verluste, berichtet die US-Zeitung New York Times. Die ukrainischen Soldaten hätten sich gegenüber dem Blatt darüber beschwert, dass sie den russischen Streitkräften zahlenmäßig und waffentechnisch unterlegen wären.

    Der US-Zeitung zufolge sei in einem der Frontkrankenhäuser in dem von Kiew kontrollierten Teil des Donbass die Leichenhalle voll mit Leichen ukrainischer Soldaten. In einem anderen Krankenhaus hätten sogar Bahren mit Verwundeten in den Fluren gelegen und den ganzen Tag über wäre ein ununterbrochener Strom von Krankenwagen eingetroffen.

  • 16:29 Uhr

    Medien: Immer mehr US-Republikaner bereit, Finanzierung für Kiew einzustellen

    Etwa die Hälfte der Abgeordneten des US-Kongresses aus der Republikanischen Partei seien nach Angaben der Zeitung Washington Post der Meinung, dass Washington zu viel für die Ukraine mache. Im April 2022 vertraten diese Haltung nur 18 Prozent der Republikaner. Die schwindende Unterstützung könne dazu führen, dass das US-Repräsentantenhaus keine Finanzierung mehr für Kiew bereitstelle.

    Am bemerkenswertesten findet die Washington Post den wachsenden Wunsch der Republikaner, Russland einen Teil der Ukraine im Austausch für den Frieden zu übergeben. Dies zeige laut dem Bericht, dass der Glaube unter den Republikanern an einen Sieg der Ukraine allmählich schwinde. Darüber hinaus sollen immer weniger Abgeordnete glauben, dass die USA wirklich Interesse an diesem Konflikt haben.

  • 16:18 Uhr

    Mehr als 360 Millionen Euro Spenden aus Deutschland für Ukraine

    Nach annähernd einem Jahr Krieg in der Ukraine sind in Deutschland mehr als 364 Millionen Euro an Spenden für das Land zusammengekommen. Dies teilt das Aktionsbündnis Katastrophenhilfe mit. Geschäftsführer Dominique Mann wird von der Deutschen Presse-Agentur mit den Worten zitiert:

    "Natürlich erhalten wir nicht mehr ganz so viele Spenden, wie in den ersten Wochen. Aber es ist beeindruckend, wie viele Menschen immer noch für unsere Ukraine-Hilfe spenden, viele davon auch zum zweiten oder dritten Mal."

    Dem Bündnis gehören die Caritas, das Deutsche Rote Kreuz, die Diakonie Katastrophenhilfe und UNICEF Deutschland an. Etwa die Hälfte der Spenden sei demzufolge bereits ausgegeben worden oder sei verplant – beispielsweise zur Beschaffung von Wohnraum und Lebensmitteln, aber auch für Schulunterricht und medizinische Hilfe. Im Mittelpunkt stehe aktuell die Winterhilfe, so der Leiter der Diakonie Katastrophenhilfe, Martin Keßler. Dazu gehören warme Kleidung, Heizöfen, Generatoren und Sammelunterkünfte.

  • 16:01 Uhr

    Nordische Sportverbände gegen Olympia-Teilnahme von Athleten aus Russland

    Die Sportverbände in Nordeuropa sind einheitlich gegen eine mögliche Rückkehr von Sportlern aus Russland und Weißrussland zu den Olympischen Spielen und anderen internationalen Sportwettbewerben. In einem gemeinsamen Brief, der am Dienstag an das Internationale Olympische Komitee (IOC) geschickt wurde, schreiben die jeweiligen Olympischen Komitees, Paralympischen Komitees und Sportverbände:

    "Die Situation mit dem Krieg in der Ukraine hat sich nicht geändert."

    Daher sei man entschieden dafür, den internationalen Sport nicht für russische und weißrussische Athleten und Funktionäre zu öffnen. Es sei nicht der richtige Zeitpunkt, um eine solche Rückkehr in Betracht zu ziehen.

    Unterzeichnet wurde das Schreiben von den Verbandsspitzen aus Dänemark, Finnland, Island, Norwegen, Schweden sowie aus Åland, Grönland und von den Färöer-Inseln.

    Das IOC um den deutschen Präsidenten Thomas Bach hatte zuletzt angekündigt, Wege für eine Rückkehr von russischen und weißrussischen Sportlern zu internationalen Wettkämpfen zu suchen. An den Australian Open der Tennisprofis nahmen zuletzt russische und weißrussische Spieler als neutrale Sportler teil. Den Damen-Titel gewann Arina Sobolenko aus Weißrussland.

  • 15:52 Uhr

    Ukrainischen Soldaten in Marjinka werden ihre eigenen Landminen zum Verhängnis

    Bei Gefechten in und um Marjinka (nordwestlicher Vorort von Donezk) werden den ukrainischen Truppen ihre eigenen Landminen zum Verhängnis. Diese Beobachtung teilten Soldaten des 103. Motorisierten Rotbanner-Garde-Schützenregiments der russischen Landstreitkräfte Journalisten von RT mit. Kämpfer der ukrainischen Pioniereinheiten, die seinerzeit die Verteidigungsstellungen dort mit Landminen gesichert hatten, seien mittlerweile entweder tot, gefangengenommen oder verschollen – verschollen seien jedenfalls ihre Minensperrnachweise mit den entsprechenden Karten und Notizen, so die russischen Soldaten und Offiziere. Somit werden die Landminen nicht nur für die russischen Truppen auf Offensive zum Problem, sondern auch für die Ukrainer, die sich im schwer befestigten Marjinka verschanzt aufhalten.

    So seien diese zur Versorgung auf "Fuchspfade" durch benachbarte Ortschaften Paraskowijewka, Nowomichailowka und Konstantinowka angewiesen, weil sie weder die unter Artilleriebeschuss stehenden Landstraßen noch offene Felder nutzen können: Das Letztere bleibt ihnen eben wegen Kenntnismangel unverminter Wege verwehrt.

    Diese Information kann als mittelbarer Hinweis für die enorm hohen Verluste bei den kiewtreuen Truppen am Frontabschnitt Donbass aufgefasst werden.

  • 15:41 Uhr

    Russische Luftabwehr schießt neun ukrainische Drohnen ab

    Im Laufe des Tages haben die Raketen- und Artilleriekräfte des russischen Militärs 86 Artillerieeinheiten der ukrainischen Streitkräfte auf Feuerstellungen sowie ihr Personal und ihre Militärausrüstung in 139 Kreisen bekämpft. In den Volksrepubliken Lugansk und Donezk sowie im Gebiet Saporoschje zerstörte die Luftabwehr neun ukrainische Drohnen. Außerdem wurden sieben Raketen der Mehrfachraketenwerfer HIMARS und Uragan abgeschossen.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.