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Liveticker Ukraine-Krieg: Russland verdrängt Ukrainer aus westlichen Vororten von Dwuretschnoje

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: Russland verdrängt Ukrainer aus westlichen Vororten von DwuretschnojeQuelle: Sputnik
  • 4.02.2023 23:00 Uhr

    23:00 Uhr

    Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!

  • 22:52 Uhr

    Belohnung für Übergabe westlicher Panzer ausgesetzt

    Wie der Telegram-Kanal Ukraina.ru berichtet, hat das Sudoplatow-Freiwilligenbataillon eine Prämie für jeden Leopard-, Abrams- oder Challenger-Panzer ausgelobt. Angehörige der ukrainischen Truppen würden beim Übertritt in das Gebiet von Saporoschje 12 Millionen Rubel erhalten, wenn sie dabei einen intakten westlichen Panzer der genannten Typen mitbrächten. Die Summe entspricht 170.000 US-Dollar beziehungsweise 156.000 Euro.

    Die Freiwilligen versichern, dass sie jeden Durchbruchsversuch auf das Gebiet Saporoschje seitens der ukrainischen Einheiten vereiteln und zurückschlagen würden. Siegessicher erklärten sie: Sollten die ukrainischen Soldaten sich ergeben wollen, sei es besser, dies nicht "mit leeren Händen" zu tun, sondern dabei – wie beschrieben – einen NATO-Panzer dem Freiwilligenbataillon zu übergeben.

  • 22:12 Uhr

    63 russische Soldaten aus ukrainischer Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt

    63 aus ukrainischer Gefangenschaft befreite Soldaten sind per Flugzeug auf dem Flugplatz Tschkalowski (nordöstlich von Moskau) angekommen, wie die Zeitung Iswestija auf ihrem Telegram-Kanal meldet. Die Soldaten erhalten medizinische Behandlungen und Reha-Maßnahmen. Anschließend werden sie ihre Familien und Verwandten wiedersehen, wie berichtet wird.

    Dmitri Konowalow, der in der Nähe von Isjum gedient hatte, erzählte der Iswestija-Korrespondentin Ksenia Soldatowa, wie er sich nach seiner Entlassung fühlte.

    Konowalow sagte, dass eine Familie in der Region Tambow auf ihn warte. Es seien die Gedanken an sein Zuhause und sein Kind gewesen, die ihm geholfen hatten, während seiner Gefangenschaft nicht den Mut zu verlieren:

    "Der Austausch verlief ohne Zwischenfälle, alles ging gut. Ich konnte es nicht erwarten, das Absperrband zu überqueren. Als es so weit war, waren alle glücklich und zufrieden. Man gab uns ein Telefon. Ich habe meine Verwandten, mein Kind, meine Freunde angerufen. Alles ist in Ordnung, danke."

  • 20:01 Uhr

    Medien: Deutschland könnte bis zu 160 Leopard-1-Panzer aus Lagerbeständen in die Ukraine überführen

    Die Ukraine könnte bis zu 160 Leopard-1-Panzer aus deutschen Industriereserven erhalten, berichtete das Handelsblatt unter Berufung auf Quellen. Im Artikel der Zeitung heißt es:

    "Die Ukraine könnte bis zu 160 Kampfpanzer vom Typ Leopard 1 aus deutschen Industriebeständen erhalten."

    Nach Angaben der Zeitung könnten Rheinmetall und Flensburger Fahrzeugbau die meisten ihrer Kampffahrzeuge reparieren und in die Ukraine exportieren.

    Das Bundeskabinett hatte am Freitag bestätigt, dass Deutschland die Lieferung von Leopard-1-Panzern an die Ukraine genehmigt hatte.

  • 19:30 Uhr

    Britisches Verteidigungsministerium: Ukrainisches Militär beherrscht Steuerung von Challenger-2-Panzern

    Nach Angaben des britischen Verteidigungsministeriums lernen ukrainische Soldaten den Umgang mit Challenger-2-Panzern. In einer Nachricht auf dem Twitter-Account des Ministeriums hieß es:

    "Die Panzerbesatzungen der ukrainischen Streitkräfte haben in dieser Woche die Steuerung des Challenger 2 schnell gemeistert."

    Zuvor hatte der stellvertretende britische Verteidigungsminister Alex Chuck erklärt, dass das Vereinigte Königreich Ende März Challenger-2-Panzer an die Ukraine liefern wolle und dass die Ausbildung des ukrainischen Militärs für die Wartung dieser Panzer am Montag dieser Woche begonnen hatte. Der britische Verteidigungsminister Ben Wallace sagte seinerseits, dass die britischen Challenger-2-Panzer möglicherweise noch vor dem Sommer an der Front in der Ukraine eintreffen werden.

  • 19:01 Uhr

    Französisches Außenministerium nennt Grund für Macrons Anrufe bei Putin

    Der französische Präsident Emmanuel Macron rief das russische Staatsoberhaupt Wladimir Putin auf Bitten seines ukrainischen Amtskollegen Wladimir Selenskij an, so die Sprecherin des französischen Außenministeriums Anne-Claire Legendre gegenüber RTVI. Sie klärte auf:

    "Herr Macron telefoniert mit Präsident Putin hauptsächlich auf Ersuchen von Präsident Selenskij und immer in Abstimmung mit unseren Verbündeten, um einen Kanal für den Dialog aufrechtzuerhalten."

    Legendre fügte hinzu, dass das französische Staatsoberhaupt mit seinem russischen Amtskollegen auf Ersuchen des ukrainischen Präsidenten auch die Frage des Atomkraftwerks Saporoschje in Energodar im Gebiet Saporoschje erörtert habe, was zur Entsendung von Beobachtern der IAEO geführt habe.

    Anfang Januar hatte der russische Präsidentensprecher Dmitri Peskow erklärt, dass Putin und Macron in Kontakt stünden. Nach Angaben des Kremlsprechers ist der Dialog zwischen den beiden Staatsoberhäuptern derzeit "in der Pause". Gleichzeitig waren frühere Kontakte "sehr nützlich und sehr konstruktiv, trotz aller bestehenden, auch tiefen Meinungsverschiedenheiten".

    Das letzte Gespräch zwischen den beiden Staatschefs hatte im September stattgefunden.

  • 18:36 Uhr

    Kiewer Sprecher: Moskau ist ein legitimes militärisches Ziel der Ukraine

    Kiew werde nicht garantieren, dass westliche Militärausrüstung nicht gegen Ziele in Russland eingesetzt werde, teilte ein Vertreter von Wladimir Selenskij, das Mitglied des ukrainischen Parlamentsausschusses für nationale Sicherheit, Verteidigung und Nachrichtendienste Fjodor Wenislawski, in einem Interview mit der Bild mit. Er sagte:

    "Manche westliche Experten haben die Vorstellung, dass die Ukraine zusichern soll, dass sie ihre Militärtechnik nicht auf dem Territorium der Russischen Föderation genutzt werden soll. Diese Vorstellung kommt aus einer Parallelwelt."

    Dem Beamten zufolge betrachtet Kiew alle Standorte, an denen Russland seine Raketen lagert, als legitime militärische Ziele. Er betonte, dass dies auch für Moskau gilt. Gleichzeitig gab Wenislawski keine Antwort auf die Frage, ob die Ukraine sie angreifen würde, und erklärte, die Entscheidung hänge von der militärischen Führung in Kiew ab.

  • 18:11 Uhr

    Kiew verhängt Sanktionen gegen verstorbene Bischöfe der russisch-orthodoxen Kirche

    Die ukrainischen Sicherheitsdienste haben längst verstorbene Bischöfe der russisch-orthodoxen Kirche auf ihre Sanktionslisten gesetzt, berichtete der Metropolit von Wolokolamsk Antoni und Vorsitzende der Abteilung für kirchliche Außenbeziehungen des Moskauer Patriarchats. In einer Rede im Fernsehsender Rossija 24 sagte er:

    "Die erste derartige Liste erschien im Sommer, sie wurde von der Hauptdirektion des Nachrichtendienstes der Ukraine veröffentlicht. … Zu meiner Überraschung sah ich auf der Liste den ersten Vorsitzenden der Abteilung für kirchliche Außenbeziehungen, Metropolit Nikolai, der in der Mitte des letzten Jahrhunderts verstorben ist. Offenbar stellt er auch Jahrzehnte nach seinem Tod noch eine Gefahr für die Ukraine dar."

    Metropolit Nikolai, der laut der Webseite der Russischen Orthodoxen Kirche im Jahr 1961 gestorben war, leitete von 1946 bis 1960 die Abteilung für kirchliche Außenbeziehungen. Ab 1942 war er außerdem Mitglied der Außerordentlichen staatlichen Kommission zur Feststellung und Untersuchung der Gräueltaten der deutschen Nazi-Invasoren und ihrer Komplizen.

    Metropolit Antoni vermutet, dass diejenigen, die die Liste zusammengestellt haben, einfach die Namen und Nachnamen aller Bischöfe der russisch-orthodoxen Kirche von ihrer offiziellen Webseite oder aus einem Kirchenkalender, in dem solche Listen veröffentlicht werden, kopiert haben.

    Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij hatte zuvor einen Beschluss des ukrainischen Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates über persönliche Sanktionen gegen zehn Vertreter der kanonischen ukrainisch-orthodoxen und der russisch-orthodoxen Kirche erlassen.

  • 17:45 Uhr

    DDR-General a. D. im Exklusiv-Interview für RT: "Ich kann nicht daran glauben, dass das russische Volk den Krieg will"

    Zwei ehemalige Generäle der Nationalen Volksarmee der DDR rufen zum Protest auf. Zwei offene Briefe an die russische Botschaft schlagen bereits erste Wellen in der Zivilgesellschaft. Generalleutnant a. D. Manfred Grätz und Generalmajor a. D. Sebald Daum prangern die Entscheidung der Bundesregierung an, Leopard-2-Panzer an die Ukraine zu liefern, wodurch "Deutschland in eine neue Phase der Kriegsbeteiligung gegen Russland eintritt und so die Aussage seiner Außenministerin, im Krieg mit Russland zu stehen, verwirklicht". Einem RT-Korrespondenten ist es gelungen, Generalmajor a. D. Daum zu interviewen. Seiner Meinung nach wolle auch das russische Volk diesen Krieg nicht.

  • 17:12 Uhr

    Ex-Pentagon-Berater McGregor: Russland will Sonderoperation fortsetzen, bis ukrainische Streitkräfte besiegt sind

    Russland wird die militärische Sonderoperation bis zur vollständigen Niederlage der ukrainischen Streitkräfte fortsetzen, die mithilfe des Westens zu einer Bedrohung für die Sicherheit des Landes geworden sind, sagte der ehemalige Pentagon-Chefberater Oberst Douglas McGregor in einem Blog auf YouTube. Der Experte erläuterte:

    "Sie werden nicht aufhören, bis sie die ukrainischen Streitkräfte zerstört haben, die eine Bedrohung für Russland darstellen. Wir nennen das eine 'Invasion', aber in Wirklichkeit ist es ein Gegenschlag. Die Russen reagieren auf eine Bedrohung, deren Metastasen sich in der Ostukraine ausgebreitet haben und die darauf abzielt, Russland selbst zu zerstören."

    Die Entscheidung, die ukrainischen Streitkräfte vollständig zu entmilitarisieren, sei von Präsident Wladimir Putin gleich zu Beginn der Sonderoperation getroffen worden.

    McGregor hatte zuvor die Zahl der bisherigen ukrainischen Opfer auf 150.000 Soldaten geschätzt. Ihm zufolge musste Kiew aufgrund des Mangels an Mobilisierungsressourcen Notmaßnahmen ergreifen und nun sogar Jugendliche im Alter von 13 Jahren sowie arbeitsunfähige Personen rekrutieren. Gleichzeitig lobte der Offizier die Ausbildung der russischen Armeeangehörigen und ihren verantwortungsvollen Umgang mit den Kampfaufgaben.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.