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Liveticker Ukraine-Krieg: Kiew verliert binnen 24 Stunden über 100 Soldaten bei Krasny Liman

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: Kiew verliert binnen 24 Stunden über 100 Soldaten bei Krasny Liman© AP Photo/LIBKOS
  • 6.02.2023 17:09 Uhr

    17:09 Uhr

    Gouverneur von Kaluga: Eine Drohne explodierte bei der Stadt

    Im Gebiet Kaluga ist am Montagmorgen eine Drohne explodiert, bestätigte Gouverneur Wladislaw Schapscha auf Telegram. Die Stadt Kaluga ist nur 158 Kilometer von Moskau entfernt. Schapscha schrieb:

    "Heute Nacht hörten die Einwohner am Stadtrand von Kaluga einen Knall. Es wurde festgestellt, dass um 5 Uhr morgens eine Drohne im Wald in der Nähe der Stadt in einer Höhe von 50 Metern explodierte."

    Ihm zufolge wurde niemand verletzt, und es gab keine Schäden an zivilen Einrichtungen.

    Russische Telegram-Kanäle berichten, dass es sich um eine ukrainische Drohne vom Typ Tu-141 Strisch handeln könnte. In diese soll eine Splitterbombe vom Typ OFAB-100-120 eingebaut worden sein. Die Bombe muss wegen der geringen Flughöhe nicht explodiert sein. In einem Video, das der russische Telegram-Kanal Readovka veröffentlicht hat, ist angeblich die nächtliche Explosion in Kaluga zu sehen.

  • 16:31 Uhr

    Nowatek-Chef: EU verbirgt Interesse an Flüssiggas-Lieferungen aus Russland

    Die EU-Länder sind nach wie vor an Flüssigerdgaslieferungen (LNG) aus Russland interessiert, verheimlichen dies aber. Darauf wies der Chef des Energieunternehmens Nowatek, Leonid Michelson, gegenüber der India Energy Week hin. Er fügte hinzu:

    "Das Interesse ist nach wie vor sehr groß. Sie verstecken es so sehr, dass sie manchmal sogar Erfolg haben."

    Das Handelsblatt hatte im Dezember unter Berufung auf Daten des Preis-Informationsdienstes ICIS berichtet, dass die europäischen Länder ihre Importe von russischem Flüssigerdgas deutlich erhöht hatten. So hatte die Europäische Union im vergangenen Jahr fast 21 Prozent mehr LNG gekauft als im Jahr 2021.

    Inzwischen kommen 13 Prozent der europäischen LNG-Importe aus Russland: Der blaue Brennstoff kommt in Belgien an und wird dann nach Deutschland transportiert. Die wichtigsten Abnehmer sind Frankreich, die Niederlande und Belgien.

  • 16:02 Uhr

    DVR-Chef: Etwa 1.000 Zivilisten harren in den Kellern von Ugledar aus

    Rund 1.000 Zivilisten verstecken sich in Kellern von Ugledar, während in der Stadt heftige Kämpfe stattfinden. Dies berichtet Denis Puschilin, der amtierende Chef der Donezker Volksrepublik (DVR). Er erklärte im russischen Fernsehen:

    "In Ugledar selbst gibt es nach unseren Schätzungen etwa 1.000 Zivilisten, die sich in Kellern aufhalten. Und unsere Einheiten versuchen, sobald sich die Gelegenheit ergibt, sobald sie dieses oder jenes Haus befreit haben, die Zivilisten in Richtung Wolnowacha zu bringen, wo es zumindest relativ sicher ist, um die notwendige Hilfe zu leisten."

    Ugledar ist ein wichtiger logistischer Knotenpunkt, dessen Befreiung es ermöglichen wird, den Nachschub der ukrainischen Gruppierung in Richtung Marjinka zu stoppen. Insbesondere von dort aus wird der westliche Teil von Donezk beschossen.

  • 15:50 Uhr

    EU: Sanktionen gegen Russland sollen dessen Energieeinnahmen um 300 Millionen Euro pro Tag reduzieren

    Die Europäische Union gehe davon aus, dass Russlands Energieeinnahmen wegen der Sanktionen um 300 Millionen Euro pro Tag sinken könnten. Dies behauptete der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell in einem Interview mit spanischen Zeitung La Vanguardia.

    Außerdem arbeite die EU am zehnten Sanktionspaket. Die EU habe in nur wenigen Monaten ihre Abhängigkeit von russischen Energieimporten bereits verringert, stellte Borrell fest. Es werde auch erwartet, dass die täglichen russischen Energieeinnahmen nach Inkrafttreten der jüngsten Sanktionen in diesem Monat von 800 Millionen Euro auf 500 Millionen Euro sinken werden.

  • 15:38 Uhr

    Verteidigungsministerium Großbritanniens: Ukrainische Soldaten für Ausbildung angekommen

    Ukrainische Soldaten sind in Großbritannien angekommen, um im Umgang mit Panzerhaubitzen vom Typ AS90 ausgebildet zu werden, die London an Kiew übergeben. Dies geht aus einer am Montag auf Twitter veröffentlichten Erklärung des britischen Verteidigungsministeriums hervor.

  • 15:04 Uhr

    Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums

    Am Frontbericht bei Kupjansk griffen die russischen Truppen ukrainische Einheiten bei den Siedlungen Grjanowka, Sinkowka, Timkowka, Krachmalnoje im Gebiet Charkow und Nowoselowskoje in der Volksrepublik Lugansk an. Bis zu 40 ukrainische Soldaten wurden getötet und zwei Fahrzeuge zerstört.

    In Richtung Krasny Liman wurden infolge von russischem Artilleriebeschuss und Offensivmaßnahmen in den Gebieten Stelmachowka, Nowosadowoje und Jampolowka in der Volksrepublik Donezk über 100 ukrainische Soldaten getötet. Außerdem wurden ein Schützenpanzer, zwei gepanzerte Kampffahrzeuge, ein Mehrfachraketenwerfer vom Typ Grad, eine Selbstfahrlafette vom Typ Nona S und zwei Haubitzen vom Typ D-20 zerstört.

    Bei Donezk haben russische Einheiten mit Feuerunterstützung der Raketentruppen und der Artillerie ihre Offensive fortgesetzt und das Dorf Nikolajewka in der Volksrepublik Donezk befreit. Im Laufe des Tages verlor Kiew in diesem Gebiet bis zu 90 Soldaten, zwei Schützenpanzer, zwei gepanzerte Kampffahrzeuge und eine Haubitze vom Typ D-30. Darüber hinaus wurden in der Nähe der Siedlung Konstantinopel in der Volksrepublik Donezk ein Lager mit Artilleriemunition der ukrainischen Streitkräfte und ein Treibstofflager für militärische Ausrüstung zerstört.

    Am Frontabschnitt bei Süddonezk-Saporoschje nahmen russische Truppenverbände ukrainische Einheiten in der Nähe der Siedlungen Ugledar in der Volksrepublik Donezk und Nowodarowka im Gebiet Saporoschje ins Visier. Binnen 24 Stunden beliefen sich die Verluste der ukrainischen Streitkräfte in diesen Richtungen auf über 70 Soldaten, einen Panzer, einen Schützenpanzer und zwei Haubitzen vom Typ D-20 und D-30.

    In Richtung Cherson wurden innerhalb eines Tages ein Mehrfachraketenwerfer vom Typ Grad, eine Panzerhaubitze vom Typ Akazia, eine Panzerhaubitze vom Typ Gwosdika und eine Haubitze vom Typ D-30 der ukrainischen Armee zerstört. Darüber hinaus wurde ein ukrainisches Munitionsdepot in der Nähe der Stadt Otschakow im Gebiet Nikolajew vernichtet.

    Darüber hinaus wurden vier ukrainische Drohnen in der Gegend von Kremennaja (Volksrepublik Lugansk), Nikolskoje, Wolnowacha (Volksrepublik Donezk) und Welikaja Lepeticha (Gebiet Cherson) abgeschossen. Außerdem wurden von der russischen Luftabwehr 15 Raketen des Mehrfachraketenwerfers HIMARS abgefangen.

  • 14:56 Uhr

    Medienbericht: Lieferung westlicher Panzer an die Ukraine wird mehr menschliche Kapazitäten erfordern, als an der Front kämpfen

    Bei der Lieferung westlicher Panzer an die Ukraine könnten logistische Schwierigkeiten auftreten, berichtet die tschechische Zeitung Lidové noviny. Das Medium schreibt:

    "Eine große Anzahl gepanzerter Fahrzeuge muss für den Transport aus dem Westen an die Ostfront mit Zügen, Traktoren und Lastwagen unter Polizeibegleitung vorbereitet werden. Und alles muss im Geheimen geschehen."

    Das Blatt stellt fest, dass ein solches Problem seit Beginn des Ukraine-Konflikts noch nicht aufgetreten ist, und fügt hinzu:

    "Es sollte auch berücksichtigt werden, dass die Einführung westlicher gepanzerter Fahrzeuge an der ukrainischen Front von einer weiteren, ebenso wichtigen logistischen 'Schlacht' um schnelle Lieferungen und eine ununterbrochene Versorgung mit Munition, Treibstoff und Ersatzteilen begleitet sein wird. Es ist zu erwarten, dass noch mehr Menschen als die, die an der Front kämpfen, all dies organisieren werden."

  • 14:37 Uhr

    Kiew spricht sich gegen vorübergehenden Waffenstillstand aus

    Michail Podoljak, Berater des Leiters des ukrainischen Präsidentenbüros, teilt mit, dass Kiew gegen einen vorübergehenden Waffenstillstand sei. Er schreibt auf Telegram:

    "Jedes Zugeständnis ist eine Kapitulation, und das werden wir unter keinen Umständen zulassen. Ein vorübergehender Waffenstillstand wird nur zur nächsten Phase des Krieges in der Ukraine führen."

    Zuvor hatte die Neue Zürcher Zeitung Quellen mit der Aussage zitiert, US-Präsident Joe Biden habe den CIA-Chef angewiesen, herauszufinden, ob Russland und die Ukraine zu Verhandlungen bereit seien. Dem Blatt zufolge boten die USA der ukrainischen Seite angeblich an, im Gegenzug für Frieden 20 Prozent ihres Territoriums aufzugeben. Moskau und Kiew seien mit einer solchen Option nicht zufrieden gewesen. Kremlsprecher Dmitri Peskow dementierte Berichte, wonach die USA angeblich einen Plan angeboten hätten, der territoriale Zugeständnisse der Ukraine im Gegenzug für Frieden vorsieht.

  • 14:25 Uhr

    Kanadas Verteidigungsministerin: Erster Leopard-2-Panzer für die Ukraine nach Polen gebracht

    Der erste kanadische Leopard-2-Panzer für die Ukraine ist bereits nach Polen gebracht worden. Dies gab die kanadische Verteidigungsministerin Anita Anand am Montag auf Twitter bekannt.

    "Der erste kanadische Leopard 2-Panzer, den wir der Ukraine gespendet haben, ist jetzt nach Polen gebracht. Gemeinsam mit unseren Verbündeten werden wir bald die ukrainischen Streitkräfte im Umgang mit dieser Ausrüstung ausbilden."

  • 14:11 Uhr

    Neue Stromgrenzwerte in drei Gebieten der Ukraine eingeführt

    Das staatliche ukrainische Energieunternehmen Ukrenergo legte für Montag neue Grenzwerte für den Stromverbrauch in der Hauptstadt und den Gebieten Kiew und Dnjepropetrowsk fest, während die Notstromversorgung nur im Gebiet Odessa aufrechterhalten worden sei.

    Nach Angaben der Energieholding würden die neuen Grenzwerte es ermöglichen, die Zeitpläne für die Stabilisierungsstromausfälle in den meisten Gebieten des Landes den ganzen Tag über einzuhalten. Die Fahrpläne würden sparsam sein, das heißt, die Möglichkeit der Stromabschaltung bei Stromausfällen werde verringert. Am 6. Februar werde nur die Notstromversorgung in der Region Odessa aufrechterhalten, wo 290.000 Verbraucher ohne Strom bleiben. Nach Angaben des Unternehmens werden die Ukrainer nachts ohne Einschränkungen Strom nutzen können.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.