Russland

Wegen Planung von Anschlägen in Russland: FSB verhaftet Mitglieder ukrainischer Extremistengruppe

Der Föderale Sicherheitsdienst Russlands (FSB) hat mehrere Extremisten verhaftet, die Angriffe in mehreren russischen Städten geplant haben sollen. Bei Durchsuchungen wurden unter anderem Terroranleitungen entdeckt. Die Gruppe wurde von der Ukraine aus koordiniert.
Wegen Planung von Anschlägen in Russland: FSB verhaftet Mitglieder ukrainischer ExtremistengruppeQuelle: Sputnik © Föderaler Sicherheitsdienst der Russischen Föderation (FSB)

Der Föderale Sicherheitsdienst Russlands (FSB) hat in neun Städten des Landes 16 Mitglieder der radikalen ukrainischen Jugendvereinigung M.K.U. verhaftet. Wie der Inlandsgeheimdienst am Donnerstag mitteilte, hätten sie bewaffnete Angriffe, Massenmorde und Bombenanschläge auf Verwaltungsgebäude in russischen Städten geplant. Der FSB-Einsatz wurde zusammen mit dem Ermittlungskomitee in Irkutsk, Krasnodar, Saratow, Tambow, Tjumen, Tschita, Anapa, Puschtschino und Pereslawl-Salesski durchgeführt.

Im Laufe von Durchsuchungen fanden die Beamten bei den Verdächtigen Blankwaffen, extremistische Symbole, Daten über geplante Verbrechen und Terroranleitungen. Nach Angaben der Ermittler wurde die Gruppe von der Ukraine aus koordiniert. Hinter der extremistischen Gruppierung steckte ein gewisser Jegor Krasnow, dem die Verdächtigen Meldungen und Videoberichte über durchgeführte Gewaltaktionen geschickt hatten.

Wie die Ermittler feststellten, hatte Krasnow neue Bandenmitglieder schrittweise zu Verbrechen verleitet. Wie die Festgenommenen mitteilten, hätten sie zunächst Gebäude mit extremistischen Aufschriften beschmieren, dann einen Obdachlosen verprügeln sollen. In Zukunft hätten sie nach eigenen Angaben Passanten und Polizisten mit Waffen angreifen sowie Verwaltungsgebäude in Brand setzen oder sprengen sollen.

Zuvor hatten die russischen Sicherheitsbehörden Mitte Februar in Woronesch mehrere Anhänger der radikalen ukrainischen Jugendvereinigung M.K.U. festgenommen. Ihr Anführer war ein 19-Jähriger. Die Verdächtigen sollen nach Angaben der Polizei einen jungen Mann verprügelt und mehrere Gebäude mit extremistischen Aufschriften beschmiert haben. Mitte März wurden dann in Gelendschik und Jaroslawl 14 Anhänger der Gruppierung festgenommen. Die Verdächtigen teilten damals mit, ihre Gruppierung sei im Jahr 2019 "unter dem ideologischen Einfluss" von Krasnow gebildet worden. Er soll ihnen unter anderem Anleitungen zu Terroranschlägen und Massenmorden geschickt haben.

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