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Warren Buffett warnt vor nächster Pandemie: "Es gibt Schlimmeres als COVID-19"

US-Multimilliardär und Wirtschaftsmogul Warren Buffett glaubt, dass die nächste Pandemie schwerer ausfallen könnte als die aktuelle COVID-19-Pandemie. Sein Freund und Milliardär Bill Gates hat ähnliche Prognosen.
Warren Buffett warnt vor nächster Pandemie: "Es gibt Schlimmeres als COVID-19"Quelle: Reuters

Der US-amerikanische Multimilliardär Warren Buffett glaubt daran, dass der Menschheit eine weitere Pandemie bevorsteht. Sie könnte schlimmer sein als die COVID-19-Pandemie, sagte er in einem Interview mit der US-Finanznachrichtenseite CNBC in der Sendung Buffett & Munger: A Wealth of Wisdom (Ein Reichtum an Weisheit). Buffett, CEO der Holding Berkshire Hathaway, erklärte, dass obwohl diese Situationen beherrschbar sind, die Welt als Ganzes nicht auf eine massenhafte Prävention vorbereitet sei. Buffett:

"Es wird eine weitere Pandemie geben. Wir wissen, dass es eine nukleare, chemische, biologische und nun auch eine Cyber-Bedrohung gibt. Diese Bedrohungen haben alle schreckliche Möglichkeiten. Es sieht nicht so aus, als wäre die Gesellschaft vollständig darauf vorbereitet, damit umzugehen."

Der Geschäftsmann verriet, dass die wichtigste Lektion, die ihn das Coronavirus gelehrt hat, ist, dass die Welt nicht darauf vorbereitet sei, mit Notfallsituationen umzugehen. Buffett:

"Ich habe gelernt, dass die Menschen nicht so viel wissen, wie sie zu wissen glauben. Aber am meisten habe ich gelernt, dass man die Pandemie kommen sehen konnte und dass dies nicht das Schlimmste ist, was man sich vorstellen kann. Die Gesellschaft kann sich nur schwer auf ferne Situationen vorbereiten, die aber möglich sind und früher oder später eintreten werden."

Der Geschäftsmann bekräftigte, dass die wirtschaftlichen Folgen von COVID-19 unverhältnismäßig stark auf kleine Unternehmen fallen, da die Auswirkungen extrem ungleichmäßig sind. "Viele Hunderttausende oder Millionen von kleinen Unternehmen sind furchtbar verletzt worden", sagte er.

Der Milliardär stellte fest, dass die Pandemie "nicht vorbei ist", aber dass es den meisten Unternehmen gut geht. Insbesondere verwies er auf die Autohersteller, für die das Virus seiner Meinung nach "ein fabelhafter Erfolg war, mit dem sie nicht gerechnet haben". Er erinnerte daran, dass der Sektor dank der Wiedereröffnung und der Verringerung des Angebotes aufgrund der Chip-Knappheit Rekordgewinne verzeichnet hat. Buffett sagte weiter:

"Die Pandemie war bisher sehr unvorhersehbar, aber sie hat für die meisten Menschen und die meisten Unternehmen besser gewirkt als erwartet. Aber sie hat auch einfach, ohne dass sie es selbst verschuldet hätten, alle Arten von Menschen und ihre Hoffnungen dezimiert."

Buffett-Freund und Milliardär Bill Gates, der Microsoft mitbegründet hat, gab bereits im Januar dieses Jahres ähnliche Prognosen ab. Gates:

"Diese Pandemie ist schlimm, aber eine zukünftige Pandemie könnte zehnmal schlimmer sein."

Gates hat in diesem Jahr erhebliche Schwierigkeiten gehabt. Seine Rolle bei der Reaktion auf die weltweite COVID-19-Pandemie wurde von vielen scharf kritisiert, zumal er kein Mediziner ist. Gates erntete auch harsche Kritik, nachdem seine enge Beziehung zu dem inzwischen verstorbenen pädophilen Jeffrey Epstein bekannt wurde. Diese wurde als möglicher Faktor dafür angeführt, dass seine langjährige Frau Melinda in diesem Jahr die Scheidung eingereicht hat.

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