Nordamerika

Leitender CNN-Mitarbeiter gesteht Framing gegen Trump ein: "Propaganda und Angst verkaufen sich gut"

Charlie Chester, technischer Leiter bei CNN, gibt zu: Der US-Sender betreibt Propaganda. Bei der letzten Propagandakampagne habe man bewusst Donald Trump aus dem Amt befördert, um mit COVID-19 und dem Klimawandel Angst zu verkaufen.
Leitender CNN-Mitarbeiter gesteht Framing gegen Trump ein: "Propaganda und Angst verkaufen sich gut"Quelle: AP © Patrick Semansky/Peter Kramer/File

Manche machten es dem US-Fernsehsender bereits zuvor zum Vorwurf, doch nun stellt ein hochrangiger Mitarbeiter schwarz auf weiß die Quittung dafür aus: CNN betreibt massiv Propaganda. Vor laufender Kamera offenbart der technische Direktor von CNN Charlie Chester, wie das Nachrichtennetzwerk im Rahmen der US-Wahlkampagne gezielt den Kandidaten Joe Biden in einem positiven Licht darstellte und den damaligen US-Präsidenten Donald Trump im Gegenzug schwarzmalte. Mit dem explizit gesetzten Ziel, ihn aus dem Amt zu befördern. Das Video wurde von einem Journalisten des rechtskonservativen Nachrichtenportals Project Veritas bei einem Gespräch mit dem technischen Leiter mit verstecker Kamera aufgenommen. Chester erklärt wörtlich:

"Schau doch, was wir geschafft haben: Wir haben Trump hinausbefördert. Das will ich mit 100-prozentiger Sicherheit behaupten. Und ich bin mir auch zu 100 Prozent sicher: Ohne CNN war es alles andere als garantiert, dass Trump abgewählt worden wäre. Ich kam zu CNN, weil ich dabei mitmachen wollte."

Im Einzelnen gesteht Chester unter anderem ein, dass CNN daran arbeitete, Trump "für das Amt als gesundheitlich ungeeignet" aussehen zu lassen. Im Gegenzug porträtierte man Biden als kerngesund, um im Volk grassierende Befürchtungen zu unterdrücken, dass der immerhin 78-Jährige die Präsidentschaft nicht durchhalten könnte. Hierfür zog Chester "Medizin-Leute" [sic!] hinzu, um eine Story über Trumps vermeintliches Händezittern zu verkaufen. Eine Story, "die nichts als Spekulation war, dass Trump einen Nervenschaden habe, dass er langsam am Durchdrehen sei."

"Wir haben da eine Story geschaffen, zu der wir nichts wussten. So etwas ist… Ich denke, das ist Propaganda."

CNNs Dienst an Biden während des Präsidentschaftsrennens 2020 saht laut Chesters so aus:

"Wir zeigten immer Aufnahmen von ihm beim Joggen und dass er gesund ist, weißt du, und mit der Fliegerbrille und so. Wie man ihn eben als einen Junggebliebenen malen würde."

Diese Strategie habe als Ablenkung von Bidens Alter, aber auch von den zahlreichen öffentlichen Fauxpas gedient.

Während des Präsidentschaftsrennens betrieb CNN rege Berichterstattung über Trumps Gesundheit. Dazu gehörte ein Artikel von Brian Stelter mit der Schlagzeile: "Es liegt nun an den Journalisten, die Wahrheit über Trumps Gesundheit herauszufinden".

Ebenfalls im Oktober lautete der Titel eines Artikels von Jim Acosta, einem ausgesprochenen Trump-Kritiker: "Trumps Ärzte malen ein rosiges – aber vages – Bild von seiner Gesundheit während der COVID-19-Behandlung".

Wahlkampf passé, COVID-19 bald vorbei und der Klimawandel als das neue Schreckgespenst

Der CNN-Mitarbeiter behauptet auch, dass die Strategie seines Senders, sobald man das Themengebiet COVID-19 allmählich hinter sich lassen kann, den Fokus auf den Klimawandel setzen wird:

"Darauf wird unser Fokus liegen. So wie unser Fokus darauf lag, Trump aus dem Amt zu bekommen, nicht wahr? Ohne dass man es jetzt ausspricht, darauf lag er, nicht wahr? Und unsere nächste Sache wird das Bewusstsein für den Klimawandel sein."

Chester fügt hinzu, dass er nicht genau weiß, wie die Berichterstattung hierüber aussehen soll. Wahrscheinlich werden jedoch angstmachende Videos über die Auswirkungen, die der Klimawandel auf die Wirtschaft hat, sowie über den Rückgang der Eisschichten und die Erderwärmung dabei sein. "Fear sells", kommentierte der technische Direktor bei CNN:

"Angst verkauft sich gut."

Der Entscheidungsträger über all diese einseitige Berichterstattung soll CNN-Chef Jeff Zucker persönlich sein.

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Eine Reaktion seitens CNN auf das Video blieb bisher aus. Die einzige Information über die Umstände der Entstehung des Videos soll eine CNN nahestehende Quelle dem Nachrichtenportal Mediaite zugespielt haben. Im entsprechenden Artikel heißt es, Charles Chester sei von einer Journalistin von Project Veritas über die Dating-App Tinder angesprochen worden. Dort soll Chester angegeben haben, dass er für CNN arbeite. Die Journalistin gab sich für eine Krankenschwester aus, das Videomaterial nahm sie bei den fünf Rendezvous mit Chester auf. 

Kritiker von CNN machten bereits auf das Undercover-Video aufmerksam. Sie berufen sich darauf als einen Beweis für lang gehegte Überzeugungen, dass der Sender seine Berichterstattung nach einer bestimmten politischen Agenda ausrichtet.

Seth Dillon, Geschäftsführer des Satire-Magazins The Babylon Bee, verglich CNN mit der New York Times:

"CNN verkauft wie die New York Times Fehlinformationen unter dem Deckmantel des Journalismus."

Die rechtskonservative US-Politkommentatorin Liz Wheeler fasste zusammen:

"CNN-Direktor gibt zu: - CNN sendet Propaganda - CNN hat versucht, Trump aus dem Amt zu drängen - Ohne CNN hätte Trump nicht verloren - CNN hat Narrative zu Themen durchgepeitscht, von denen sie nichts wussten - Als Nächstes (nach COVID) wird CNN Klimaangst pushen - All das kommt von Jeff Zucker."

Der Produzent, Showmaster, Rechtsanwalt und ehemalige Richter Alex Ferrer kommentierte:

"Bin so gar nicht überrascht, weil ich das schon immer gesagt habe. Wie kann man einem 'Nachrichtensender' vertrauen, der sich ausdrücklich als Ziel gesetzt hat, einen Kandidaten den anderen schlagen zu lassen. Ihre 'Nachrichten' werden immer je nach dem Ergebnis ausgesucht, das sie anstreben. Bitte teilen Sie diese Nachricht, bevor sie plötzlich als 'Verstoß gegen die Twitter-Regeln' markiert wird."

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