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Trumps Twitter-Alternative "Truth Social" startet holprig in Apples App Store

Trumps Twitter-Alternative "Truth Social" kann seit Montag im US-amerikanischen App Store für Apples iPhone heruntergeladen werden. Nutzer berichteten von diversen Hürden. Sie hätten zum Teil Probleme bei der Anmeldung gehabt und seien auf eine Warteliste verwiesen worden.
Trumps Twitter-Alternative "Truth Social" startet holprig in Apples App StoreQuelle: www.globallookpress.com © Christoph Dernbach

Nachdem die Kanäle des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump innerhalb kürzester Zeit zu Jahresbeginn 2021 auf den drei Social-Media-Plattformen Twitter (mehr als 87 Millionen Menschen folgten Trump auf dessen Account @realDonaldTrump), Meta (ehemals Facebook) und YouTube gesperrt wurden, kündigte dieser gut neun Monate später an, über das Medienunternehmen Trump Media & Technology Group (TMTG) eine eigene Social-Media-Plattform anbieten zu wollen.

Ziel der Plattform namens "Truth Social" sei es, eine Alternative zu den großen Anbietern zu bieten, ähnlich wie Parler, Gettr und Rumble. Im Oktober 2021 teilte Trump mit:

"Ich habe Truth Social und TMTG gegründet, um der Tyrannei von Big Tech die Stirn zu bieten. Wir leben in einer Welt, in der die Taliban eine riesige Präsenz auf Twitter haben, aber euer liebster US-amerikanischer Präsident zum Schweigen gebracht wurde. Dies ist inakzeptabel."

Trump ist seit dem 7. Januar 2021 bis Anfang 2023 auf Facebook und seit dem 12. Januar 2021 auf YouTube gesperrt. Im November des Vorjahres startete dann das neue Netzwerk für geladene Gäste, für Anfang 2022 wurde die landesweite Möglichkeit der Nutzung angekündigt. Am 15. Februar twitterte Trumps Sohn Donald Trump Jr. folgende Ankündigung:

Da bisher für die wenigen Nutzer nur eine sogenannte Beta-Version zur Verfügung stand, aktualisierte laut Versionshistorie am 20. Februar Truth Social auf Version 1.0 (und später nach Fehlerbehebungen auf 1.0.1). Die Umstellung hatte der Chief Product Officer, der sich Billy B. nennt, am vergangenen Freitag während einer Fragestunde mitgeteilt.

Die Tech-Webseite CNET teilte nun in einem Artikel mit, dass zum Download-Start am Sonntagabend im App Store von Apple doch diverse Nutzer Probleme gehabt hätten, ein Konto zu erstellen. So heißt es in dem Beitrag:

"Personen, die die App heruntergeladen haben, berichteten, dass sie Fehlermeldungen erhielten, als sie versuchten, ein Geburtsdatum, eine E-Mail oder eine Telefonnummer einzugeben, um ein Konto zu erstellen. 'Es ist etwas schief gegangen. Bitte versuchen Sie es erneut', hieß es in der Meldung."

Andere Nutzer berichteten, dass sie nach der Anmeldung auf eine Warteliste gesetzt worden seien. "Aufgrund der großen Nachfrage haben wir Sie auf unsere Warteliste gesetzt", hieß es in einer Nachricht, die auch eine Wartelistennummer für die User enthielt. Personen, die Truth Social vorbestellt hatten, bekamen laut CNET die App automatisch auf ihr iPhone geladen. 

Der CEO von TMTG, Devin Nunes, ein ehemaliger republikanischer Kongressabgeordneter, teilte am Sonntag gegenüber Fox News mit, "die App zumindest in den USA bis Ende März voll einsatzfähig zu machen". Heise Online berichtete, dass TMTG im Dezember 2021 bekannt gab, eine Milliarde US-Dollar (880 Millionen Euro) von Investoren eingesammelt zu haben. Insgesamt stünden dem Unternehmen nun etwa 1,25 Milliarden US-Dollar zur Verfügung, heißt es in dem Artikel.

Darin heißt es weiter, dass TMTG Mitte Dezember 2021 "wiederum eine Partnerschaft mit dem Medienunternehmen Rumble bekannt gab, in das unter anderem der Risikokapitalgeber Peter Thiel investiert hat. Rumble soll Cloud-Technik für Videoübertragungen und Streaming auf einer geplanten Video-on-Demand-Plattform TMTG+ liefern".

Laut Informationen der Nachrichtenagentur Reuters lauteten andere technische Detail-Antworten des Chief Product Officers Billy B. während der Fragerunde am Freitag, dass "die Funktionen von Truth Social denen von Twitter ähneln" würden. Auf die Frage, ob die Nutzer ihre Postings nach Veröffentlichung bearbeiten könnten, antwortete der Geschäftsführer: "noch nicht". Die Möglichkeit, Beiträge nach der Veröffentlichung zu bearbeiten, ist etwas, das sich zum Beispiel Twitter-Nutzer schon lange wünschen. Die nächste wichtige Funktion, die auf der Plattform eingeführt werden wird, seien Direktnachrichten (DMs) zwischen den Nutzern, so Reuters.

Das Unternehmen erwäge zudem auch, den Nutzern die Möglichkeit zu geben, sich anzumelden, um Benachrichtigungen zu erhalten, wenn andere Inhalte veröffentlichen, so der Produktverantwortliche. Er deutete an, dass die Möglichkeit, andere Nutzer zu blockieren, eine weitere wichtige Komponente sein werde. Abschließend sagte er, dass Truth Social "in den kommenden Wochen" eine Richtlinie zu verifizierten Accounts herausgeben werde.

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