Nordamerika

Aus Protest gegen Big-Tech-"Tyrannei": Donald Trump kündigt eigenes soziales Netzwerk an

Der ehemalige US-Präsident Donald Trump hat seine Pläne vorgestellt, ein eigenes soziales Netzwerk zu gründen. Damit will er der "Tyrannei" der großen Tech-Unternehmen die Stirn bieten. Zuvor war Trump nach Sperrung seiner Konten von Facebook und Twitter verbannt worden.
Aus Protest gegen Big-Tech-"Tyrannei": Donald Trump kündigt eigenes soziales Netzwerk anQuelle: AFP © Chris DELMAS

Am Mittwoch kündigte der Ex-Staatschef der USA an, ein alternatives soziales Netzwerk namens TRUTH Social ins Leben gerufen zu haben. Die Plattform soll im Rahmen eines ebenfalls neu gegründeten Medienunternehmens Trump Media & Technology Group (TMTG) operieren und ein Konkurrent für das "liberale Medienkonsortium" mit Sitz im Silicon Valley sein. In einer Mitteilung erklärte Trump:

"Ich habe TRUTH Social und TMTG gegründet, um der Tyrannei von Big Tech die Stirn zu bieten. Wir leben in einer Welt, in der die Taliban eine riesige Präsenz auf Twitter haben, aber euer liebster US-amerikanischer Präsident zum Schweigen gebracht wurde. Dies ist inakzeptabel."

Die Mission der neuen Plattform bestehe darin, "allen eine Stimme zu geben", fügte der US-Republikaner hinzu. Im November soll das Netzwerk für geladene Gäste an den Start gehen. Eine landesweite Einführung ist für Anfang 2022 geplant.

Als Reaktion auf die Erstürmung des US-Kapitols durch Anhänger des damaligen US-Präsidenten Donald Trump am 6. Januar 2021, die insgesamt fünf Menschenleben gefordert hatte, haben die größten Social-Media-Plattformen Facebook, Twitter, YouTube und Instagram Trumps Konten kurz vor dem Ende seiner Amtszeit vorläufig oder dauerhaft gesperrt. Die Versuche des 75-Jährigen, die Entscheidung vor Gericht anzufechten, blieben bisher erfolglos.

Trump hatte bereits seit einiger Zeit die Idee für ein alternatives Netzwerk gehegt. Im Mai startete er seine eigene Webseite From the Desk of Donald J. Trump (deutsch: Vom Schreibtisch von Donald J. Trump), um mit seinen Unterstützern trotz der Big-Tech-Sperre weiter kommunizieren zu können. Wegen mangelnder Aufmerksamkeit wurde das Projekt aber wenige Monate später geschlossen.

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