International

Weitere Länder verkürzen Booster-Intervall auf drei Monate

Immer mehr Länder verkürzen die Intervalle für Auffrischungsimpfungen gegen COVID-19 auf drei Monate. Wie zuvor Deutschland und Großbritannien, kündigten in diesen Tagen auch Australien und Frankreich an, den Abstand zwischen den sogenannten Boostern zu verkürzen.
Weitere Länder verkürzen Booster-Intervall auf drei MonateQuelle: www.globallookpress.com © Christoph Hardt/imago-images/ Global Look Press

Australien wird das Intervall für die COVID-19-Auffrischungsimpfung ab dem 4. Januar 2022 von fünf auf vier Monate verkürzen. Dies gab der australische Gesundheitsminister Greg Hunt am Freitag unter Berufung auf Empfehlungen der Australian Technical Advisory Group on Immunisation (ATAGI) bekannt.

Danach wird das Land auf ein dreimonatiges Intervall umstellen und damit dem Beispiel des Vereinigten Königreichs und anderer Länder folgen. Ab dem 4. Januar haben die Australier vier Monate nach ihrer zweiten Impfung Anspruch auf eine Auffrischungsimpfung. Ab dem 31. Januar wird dieser Abstand weiter auf drei Monate verkürzt.

"Das bedeutet, dass ab dem 4. Januar etwa 7,5 Millionen Australier Anspruch auf eine Auffrischungsimpfung haben werden, statt wie bisher 3,2 Millionen", sagte Hunt. Er fügte hinzu, dass am 31. Januar 16 Millionen Australier Anspruch auf eine Auffrischungsimpfung haben werden.

Die ATAGI hatte vor kurzem empfohlen, die Auffrischungsimpfung erst nach fünf statt wie bisher nach sechs Monaten in Anspruch zu nehmen, aktualisierte diese Empfehlung aber auf der Grundlage internationaler Erkenntnisse, so Hunt. Die neuen Termine wurden "aus reiner Vorsicht" festgelegt, um der sich schnell ausbreitenden Omikron-Variante des Virus zu begegnen.

Auch Deutschland kündigte am Dienstag an, dass es das Intervall für Auffrischungsimpfungen auf der Grundlage der Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) von sechs auf drei Monate verkürzen wird. Das Vereinigte Königreich und Thailand gehörten zu den ersten Ländern, die den zeitlichen Mindestabstand für Auffrischungsimpfungen auf drei Monate halbiert haben. Auch die Philippinen haben diese Woche die Wartezeit für eine Auffrischungsimpfung auf drei Monate reduziert, während die Schweizer Behörden die Wartezeit auf vier Monate verkürzt haben.

Der australische Chief Medical Officer, Professor Paul Kelly, erklärte, dass der Schutz vor schweren Krankheiten durch die ersten beiden Dosen der mRNA-Impfung "nicht vollständig verschwindet", aber mit der Zeit nachlässt, weshalb eine dritte Impfung erforderlich ist – und eine vierte "bei immungeschwächten Personen".

Selbst das sei jedoch "nicht genug", sagte Kelly und fügte hinzu, dass auch andere "öffentliche Gesundheits- und Sozialmaßnahmen", die in den letzten Tagen von mehreren australischen Bundesstaaten eingeführt wurden, eine Rolle bei der Verlangsamung der Ausbreitung spielen werden.

Auch die französische Aufsichtsbehörde Haute Autorité de Santé (HAS) erklärte am Freitag, dass COVID-19-Auffrischungsimpfungen drei Monate nach der ersten vollständigen Impfung verabreicht werden können. Die neue Empfehlung wurde im Rahmen der laufenden Bemühungen zur Eindämmung der Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus im Land ausgesprochen.

Der deutsche Virologe Hendrik Streeck hatte vor wenigen Tagen in einem Interview erklärt, dass auf Dauer nicht alle halbe Jahre neu geimpft werden könne. Das Mitglied des jüngst eingerichteten Expertenrates der Bundesregierung sagte, es irritiere ihn, dass in Deutschland zum jetzigen Zeitpunkt schon über eine vierte Impfung laut nachgedacht werde.

Durch die immer kürzere Zeitspanne, zwischen den einzelnen Verabreichungen der Impfstoffe müsse dann doch ab einem bestimmten Punkt der Impfdiskussion das Eingeständnis erfolgen, dass "der Impfstoff nicht gut funktioniert".

Mehr zum Thema - EU-Impfzertifikate ohne "Booster" künftig nach neun Monaten ungültig

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Liebe Leser und Kommentatoren,

wir schätzen die Möglichkeit sehr, Ihnen mit der Kommentarfunktion eine Plattform zum gegenseitigen Austausch bieten zu können. Leider müssen wir diese Möglichkeit vorübergehend einschränken, bis effektive Mittel und Wege gefunden sind sicherzustellen, dass dieses Kommunikationsmittel nicht missbraucht wird.

Das Kommentieren auf unserer Website soll für alle so sicher und so wenig einschränkend wie möglich sein, bei alledem jedoch Hass, Hetze und Beleidigungen konsequent ausschließen.

Ihr RT DE-Team