Deutschland

Virologe Hendrik Streeck resümiert: "Zwei Booster pro Jahr hieße, der Impfstoff ist 'nicht gut'"

Virologe und Mitglied im Expertenrat der Bundesregierung Hendrik Streeck äußerte in einem Interview seine Zweifel über die momentane Corona-Strategie der Politik. Die forcierte Diskussion über eine Impfpflicht empfindet er als "überraschend".
Virologe Hendrik Streeck resümiert: "Zwei Booster pro Jahr hieße, der Impfstoff ist 'nicht gut'"Quelle: www.globallookpress.com © Fabian Sommer

Am 22. Dezember gab der Virologe Hendrik Streeck dem Sender n-tv ein Interview. Streeck ist auch Mitglied des jüngst eingerichteten Expertenrates der Bundesregierung. In dem Interview ging es vorrangig, um die aktuelle Impfstrategie der Regierung und den daraus resultierenden beruflichen, wie auch privaten Neuregelungen für die Bürger.

Streeck verwies in dem Interview darauf, dass auf Dauer nicht alle halbe Jahre neu geimpft werden könne. Zudem irritiere ihn, dass zum jetzigen Zeitpunkt schon über eine vierte Impfung laut nachgedacht werde. Durch die immer kürzere Zeitspanne, zwischen den einzelnen Verabreichungen der Impfstoffe müsse dann doch ab einem bestimmten Punkt der Impfdiskussion das Eingeständnis erfolgen, dass "der Impfstoff nicht gut funktioniert".

Die Bedenken seitens Streeck widerspiegelten sich seiner Meinung nach in der Ungewissheit gegenüber einem Medikament, bei dem weiterhin nicht bekannt sei, wie lang die Schutzdauer anhalte, wie sich die Schutzwirkung darstelle, welche "Varianten abgedeckt wären" und wie oft der Wirkstoff etwaig neue Virustypen angepasst werden müsste.

Bei der dritten sogenannten Booster-Impfung sehe die Sachlage jedoch anders aus, da durch die Verabreichung "die Immunantworten höher und breiter werden", so Streeck im Interview. Er sehe aber die Situation kommender "immunologischer Phänomene", da man durch die drei Impfungen "das Immunsystem trainiert". Die Probleme könnten ab der dritten Impfung ergeben, wenn das Immunsystem "dauerhaft nur ein Protein sieht". Dies könne laut Streeck nach einer gewissen Zeit "auch nachteilig für das Immunsystem sein".

Er rate dennoch jedem Bürger zur "Booster-Impfung", weil das "der beste Weg sei", dem Omikron-Virus "zu begegnen". Einer verpflichtenden Impfaufforderung seitens der Politik stehe er aber skeptisch gegenüber, da man mit dem momentanen Erkenntnisstand zu den aktuellen Impfstoffen sehr schnell auch in "kompliziertes Fahrwasser" kommen könnte.

Die jüngsten Beschlüsse der Bundesregierung seien aufgrund der abzeichnenden Fallzahlen ausreichend. Sollten diese sich negativ entwickeln, könnte man durch die Regelungen jederzeit "nachjustieren", so Streecks abschließende Einschätzung in dem Interview. Der gleiche Sender zitierte, ebenfalls am 22. Dezember, Gesundheitsminister Lauterbach hingegen mit den Worten:

"Ich würde persönlich als Wissenschaftler davon ausgehen, dass eine vierte Impfung nötig sein wird."

Es könne sein, "dass der Impfschutz nicht allzu dauerhaft ist", so Lauterbach laut n-tv.

Mehr zum Thema - Boris Palmer und die Impfpflicht: Mit Corona in den Bürgerkrieg?

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Liebe Leser und Kommentatoren,

wir schätzen die Möglichkeit sehr, Ihnen mit der Kommentarfunktion eine Plattform zum gegenseitigen Austausch bieten zu können. Leider müssen wir diese Möglichkeit vorübergehend einschränken, bis effektive Mittel und Wege gefunden sind sicherzustellen, dass dieses Kommunikationsmittel nicht missbraucht wird.

Das Kommentieren auf unserer Website soll für alle so sicher und so wenig einschränkend wie möglich sein, bei alledem jedoch Hass, Hetze und Beleidigungen konsequent ausschließen.

Ihr RT DE-Team