International

China: USA treiben einen Keil zwischen China und die muslimische Welt

Die Sprecherin des chinesischen Außenministeriums Hua Chunying zweifelt an den Absichten der USA und einiger europäischer Länder bezüglich der Uiguren. Der Westen nutze das Thema der muslimischen Uiguren, um Zwietracht zwischen China und der muslimischen Welt zu säen.
China: USA treiben einen Keil zwischen China und die muslimische WeltQuelle: Reuters © Florence Lo

Die Vereinigten Staaten und einige europäische Länder hätten kein aufrichtiges Interesse an den Problemen der Muslime auf der Welt. Sie würden das Thema der muslimischen Uiguren nutzen, um Zwietracht zwischen China und der muslimischen Welt zu säen, sagte die Sprecherin des chinesischen Außenministeriums Hua Chunying. In einer Reihe von Tweets vom Sonntag stellte Hua die Absichten infrage, die hinter der erklärten Unterstützung der Uiguren durch die USA und einige europäische Länder stehen.

Die USA und Europa hätten nach den Anschlägen vom 11. September viele muslimische Länder im Namen der Terrorismusbekämpfung so hart getroffen, dass Hunderttausende Muslime getötet und Millionen vertrieben worden seien. 

Sie unterstrich außerdem die schwerwiegende Diskriminierung von Muslimen in den USA und einigen europäischen Ländern, und erklärte in einem weiteren Tweet, der Westen wolle Chinas Einheit, Sicherheit und Stabilität gefährden und dessen Aufstieg eindämmen. 

Die EU hatte jüngst das erste Mal seit 1989 Sanktionen gegen die Volksrepublik China wegen angeblicher Menschenrechtsverletzungen verkündet. Die muslimische Minderheit der Uiguren werde in China "ausgebeutet und unterdrückt". Die EU wolle das nicht länger hinnehmen und habe Sanktionen wegen Menschenrechtsverletzungen verhängt, hieß es seinerzeit in der Erklärung. China reagierte daraufhin mit Sanktionen und verhängte Strafmaßnahmen gegen Politiker aus den USA und Kanada.

Uiguren gehören zu einer turksprachigen Ethnie, die ihren Siedlungsschwerpunkt im Uigurischen Autonomen Gebiet Xinjiang in China hat. Unter den Uiguren gibt es teilweise separatistische Tendenzen. Ihre politischen Gedanken sind teils mit islamistisch-radikalen Ansichten aufgeladen. Uiguren sind dennoch als ein Teil der chinesischen Gesellschaft anerkannt. Laut chinesischen Angaben kommt in Xinjiang  auf jeweils 530 Muslime eine Moschee. China weist den Vorwurf der Menschenrechtsverletzungen bezüglich der Uiguren nicht nur zurück, sondern beschuldigt die im Exil lebenden separatistischen Gruppen der Angriffspläne im ressourcenreichen Xinjiang.

Das Autonome Gebiet Xinjiang ist in letzter Zeit zunehmend in den Mittelpunkt der Außenpolitik sowohl der EU als auch der USA gerückt worden, da es auch ein geografischer Eckpfeiler der Seidenstraße-Initiative Chinas sowie der Hauptroute des Landes in den Großraum Eurasien ist.

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