Deutschland

Sachsens Sozialministerin Köpping bezeichnet Corona-Protestler als "Feinde der Demokratie"

Sachsens Sozialministerin Petra Köpping (SPD) hat Angst vor angeblichen "Umsturzfantasien." Bei den Corona-Protesten sieht sie Parallelen zur Flüchtlingskrise 2015 und hält die Impfpflicht für einen Ausweg aus der Corona-Krise.
Sachsens Sozialministerin Köpping bezeichnet Corona-Protestler als "Feinde der Demokratie"© Sebastian Willnow

Vor zwei Wochen protestierten etwa 30 Menschen vor dem Anwesen der sächsischen Ministerin für Soziales, Petra Köpping (SPD). Auf die Frage, ob sie Parallelen zwischen der heutigen Situation und Drohungen gegen die Ministerin im Zusammenhang mit der Aufnahme von Geflüchteten im Jahr 2015 sehe, sagte Köpping gegenüber dem Spiegel:

"Es sind zum Teil die gleichen Menschen, die jetzt bei Protesten ganz vorne stehen, Menschen, die genauso gegen die Aufnahme Geflüchteter sind, wie sie jetzt gegen das Impfen sind. Denen geht es nicht um die Sache."

Weiter sagte sie:

"Mehr als 2015 und 2016 richten sich Hass und Gewalt heute maßgeblich gegen die Verantwortungsträger in Land und Kommunen. Diese Leute haben Umsturzfantasien, sie sind Feinde der Demokratie. Das besorgt mich sehr."

Mit den Leuten, die vor ihrem Haus demonstrierten, könne man auch nicht mehr reden, denn "Die wollen nur noch einschüchtern. Das ist ein feiges Drohspektakel." Auf die Frage, warum sich gerade in Sachsen so viele nicht gegen COVID-19 impfen lassen, gibt sie eine interessante Antwort:

"Ein Grund für die Ablehnung ist bei manchem sicher die DDR-Diktatur, aus der wir in Ostdeutschland kommen: Die Menschen hier lassen sich vom Staat nicht gern etwas vorschreiben. Und so manche Enttäuschung der vergangenen 30 Jahre hat sie skeptisch gemacht gegenüber dem Staat – leider bis hin zu einer gewissen Unvernunft."

Laut ihrer Meinung seien Ostdeutsche sehr empfindlich, was die Einschränkung ihrer persönlichen Freiheit betrifft. Ihren "mühsam erarbeiteten Wohlstand" sehen viele Menschen durch die Corona-Maßnahmen in Gefahr. Hinzu käme eine gewisse "Staatsferne" und das vermeintliche ignorieren und ablehnen "wissenschaftlicher Erkenntnisse". Auf die Frage, was denn die Politik noch tun könne, um diese Menschen zu erreichen, sagte die 63-Jährige:

"Ich habe mir die Impfpflicht, die nun in ein paar Monaten kommen soll, nicht gewünscht. Aber sie kann auch eine Chance sein. Die Menschen haben dann ein neues Argument zur Hand, sie können dann sagen: Jetzt, wo ich muss, lasse ich mich impfen." 

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