Deutschland

Desinformation? Lauterbach spricht von "nebenwirkungsfreier Impfung"

Der SPD-Politiker Karl Lauterbach hat es wieder einmal geschafft und mit seinen Äußerungen Twitter polarisiert: Diesmal war der Anlass ein Tweet, dem zufolge eine "Minderheit der Gesellschaft eine nebenwirkungsfreie Impfung nicht will". Dafür erntete er scharfe Kritik.
Desinformation? Lauterbach spricht von "nebenwirkungsfreier Impfung"Quelle: www.globallookpress.com © Christian Spicker

Er kann es nicht lassen: Der SPD-Politiker und Talkshow-Experte Karl Lauterbach fällt immer wieder durch seine öffentlichen Äußerungen zum Thema COVID-19 und Corona-Impfungen auf und durch seine oftmals kryptischen Tweets, die teilweise nicht der Realität entsprechen oder auf "persönlichen Schätzungen" beruhen. So gab Lauterbach beispielsweise während der EM bekannt, dass die UEFA "für den Tod vieler Menschen verantwortlich" sei.

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Jüngstes Beispiel für Lauterbachs fragwürdige Äußerungen: Als der Klimatologen Stefan Rahmstorf auf Twitter rhetorisch fragte, ob sich der Wahlkampf gerade auf die Alternativen "Currywurst retten" oder "Welt retten" zuspitze, empfand es Lauterbach als notwendig, seine Meinung zum Besten zu geben und wieder einmal eine Verbindung zum Thema Corona herzustellen:

"Stimmt. Und zusätzlich geht es darum, weshalb eine Minderheit der Gesellschaft eine nebenwirkungsfreie Impfung nicht will, obwohl sie gratis ist und das Leben vieler anderer retten kann. Daher bin ich pessimistisch, was freiwillige Opfer für den Klimaschutz betrifft."

Abgesehen von der Tatsache, dass die Impfung nicht wirklich gratis ist, sondern im Endeffekt vom Steuerzahler bezahlt wurde, lässt sich anhand der Datenbank des Paul-Ehrlich-Instituts leicht überprüfen, dass die Corona-Impfungen alles andere als nebenwirkungsfrei sind. Daraufhin erntete Lauterbach einige Kritik:

Nach knapp 75 Millionen verabreichten Impfdosen gab es nach einem Bericht des Paul-Ehrlich-Instituts neben den für Impfungen üblichen Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen und Übelkeit in den ersten Tagen nach der Impfung mehr als 10.000 Fälle von schweren Nebenwirkungen, die teilweise im Krankenhaus behandelt werden mussten und in einigen Fällen zu bleibenden Schäden oder sogar zum Tod führten. Bei diesen Fällen soll es sich erst einmal um "Verdachtsfälle" handeln, wie die offiziellen Stellen und auch "Faktenchecker" immer wieder betonen.

Bekannt ist jedoch, dass der AstraZeneca-Impfstoff zu mehreren Todesfällen durch Thrombosen führte und dass beim BioNTech/Pfizer-Impfstoff das Risiko besteht, eine Myokarditis (Herzmuskelentzündung) oder Perikarditis zu erleiden. Erst kürzlich wurde zudem bekannt, dass der BioNTech/Pfizer-Impfstoff eine Form der Augenentzündung hervorrufen kann. Die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA gab darüber hinaus kürzlich bekannt, dass sie drei neuen mögliche Nebenwirkungen der mRNA-Impfstoffe von BioNTech/Pfizer und Moderna, darunter Nierenversagen und allergische Hautreaktionen, auf den Grund gehen will.

Und dabei handelt es sich nur um die offiziell gemeldeten Impfnebenwirkungen. Einige Pathologen gehen jedoch von einer möglicherweise hohen Dunkelziffer an Impftoten aus und fordern daher mehr Obduktionen bei Todesfällen, die nach der Impfung auftraten. Angesichts dessen ist es wenig erstaunlich, dass Lauterbach für seinen Tweet scharf kritisiert wurde. Ein Nutzer schrieb beispielsweise:

"Nebenwirkungsfrei – allein dafür müsste er zurücktreten."

Andere Nutzer unterstellten Lauterbach, "Fake News" zu verbreiten:

Einige Nutzer fragten sich auch, warum sogenannte "Faktenchecker" Lauterbachs Falschinformationen bisher nicht aufgriffen:

Andere Nutzer forderten wiederum rechtliche Konsequenzen für Lauterbach:

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