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Neue Studie: Pfizer-Impfstoff wird mit Fällen von Augenentzündungen in Verbindung gebracht

Eine israelischen Studie fand heraus, dass der Pfizer-Coronavirus-Impfstoff eine Form der Augenentzündung, der Uveitis, hervorrufen könnte. Das schlussfolgerte das Team um Prof. Zohar Habot-Wilner vom Sourasky Medical Center in Tel Aviv.
Neue Studie: Pfizer-Impfstoff wird mit Fällen von Augenentzündungen in Verbindung gebrachtQuelle: www.globallookpress.com © Yonatan Sindel/JINI

Laut einer israelischen Studie unter der Leitung von Prof. Zohar Habot-Wilner vom Sourasky Medical Center im Bereich Augenheilkunde in Tel Aviv könnte der Pfizer-Coronavirus-Impfstoff mit einer Form der Augenentzündung, der Uveitis, in Verbindung stehen. Das berichtet die Jerusalem Post. Dabei handelt es sich um eine Entzündung der mittleren Augenhaut (Uvea), die aus der Aderhaut (Choroidea), dem Ziliarkörper (Corpus ciliare) und der Iris besteht.

Die Studie wurde von der Fachzeitschrift für Augenheilkunde Retina zur Veröffentlichung angenommen. Habot-Wilner, Leiterin der Uveitis-Abteilung des Krankenhauses, stellte fest, dass 21 Personen, die zwei Impfungen mit dem Pfizer-Impfstoff erhalten hatten, innerhalb von einem Tag bis zu einem Monat nach der ersten Impfung eine Uveitis entwickelten. Konkret handelt es sich um eine anteriore Uveitis und bei zwei weiteren um das Multiple evanescent white dot Syndrome (MEWDS). Sie sagte:

"Alle Patienten in der Studie erfüllten die Kriterien der Weltgesundheitsorganisation, die das Auftreten der Uveitis mit der Impfung in Verbindung bringen. Dieser Zeitrahmen stimmt mit anderen Berichten über Uveitis nach verschiedenen Impfungen überein."

Acht der Patienten hatten eine Vorgeschichte mit Uveitis, die jedoch nicht weniger als ein bis 15 Jahre zurücklag.
Die meisten Fälle waren leicht –
nur drei waren schwer –
und alle Fälle von anteriorer Uveitis konnten mit topischen Kortikosteroiden und Augentropfen zur Pupillenerweiterung behandelt werden. Keine Angaben wurden zur Gesamtgröße der zu Untersuchenden gemacht. Unklar ist also wie hoch die Prozentzahl für solche Nebenwirkungen ist. 
"Nur in einem Fall kam es nach der zweiten Impfdosis zu einer Verschlimmerung", ergänzte Habot-Wilner, aber auch bei dieser Person sei die Krankheit bei entsprechender Behandlung abgeklungen. Es gab auch einen positiven Effekt:

"Eine Untersuchung am Ende der Nachbeobachtungszeit ergab, dass sich die Sehschärfe bei allen Augen verbessert hatte und die Krankheit vollständig abgeklungen war."

"Die Schlussfolgerung ist, dass ich die Impfung für Menschen mit oder ohne Uveitis in der Vergangenheit empfehle", betonte Habot-Wilner. Wenn jedoch nach der Impfung ein Uveitis-Anfall auftritt, sollten die Betroffenen eine gründliche Augenuntersuchung durchführen lassen und entsprechend behandelt werden. Tritt die Uveitis nach der ersten Dosis auf, sollten trotzdem die zweite Dosis verabreicht werden.

Habot-Wilner betonte, dass die Entwicklung einer Uveitis nach einer Impfung im Allgemeinen "recht selten" sei, dass die Augenentzündung aber auch mit anderen Impfstoffen in Verbindung gebracht worden sei. Sie resümierte: 

"Es ist sehr selten, aber wenn Sie das Gefühl haben, dass etwas mit Ihren Augen nicht stimmt, wenn Sie Schmerzen, Rötungen oder eine Verschlechterung der Sehkraft haben", sagte sie, "gehen Sie bitte zu Ihrem Augenarzt."

In Israel, dessen Bevölkerung fast ausschließlich mit Pfizer geimpft wurde und eine der höchsten Impfraten der Welt aufweist, gibt es zur Zeit fast 4.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus pro Tag, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet. Das Wort "Lockdown" wird von der Regierung zwar vermieden, dennoch wächst die Liste der Einschränkungen weiter: Die Maskenpflicht, zuvor schon für Innenräume wieder verordnet, gilt nun auch wieder bei Veranstaltungen mit mehr als 100 Teilnehmern. An Treffen mit weniger als 100 Menschen dürfen nur noch Geimpfte, Genesene und Getestete teilnehmen. Sogar Kinder unter zwölf Jahren müssen beim Einlass ein negatives Corona-Testergebnis aufweisen. 

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