Deutschland

Hohe Dunkelziffer an Impftoten? – Heidelberger Pathologe fordert mehr Obduktionen

Der Leiter des Pathologischen Instituts der Universität Heidelberg fordert, dass viel mehr Personen, die nach einer Corona-Impfung verstarben, obduziert werden müssten, um die Wirkung der Impfung zu verstehen. Er geht zudem von einer hohen Dunkelziffer von Impftoten aus.
Hohe Dunkelziffer an Impftoten? – Heidelberger Pathologe fordert mehr ObduktionenQuelle: www.globallookpress.com © www.imago-images.de

Nach Ansicht des Chefpathologen der Universität Heidelberg Peter Schirmacher sollten bei Todesfällen nach Corona-Impfungen wesentlich mehr Obduktionen stattfinden. Wie der Direktor des Pathologischen Instituts in Heidelberg der dpa erklärte, müssten neben den Leichnamen von mutmaßlichen Corona-Toten auch die Menschen, die im zeitlichen Zusammenhang zur Corona-Impfung versterben, untersucht werden.

Schirmacher warnt vor einer hohen Dunkelziffer an Impftoten und moniert, dass die Pathologen von den meisten Patienten, die möglicherweise infolge der Impfung sterben, gar nichts mitbekämen.

Seit über einem Jahr werden an den Unikliniken im Südwesten Deutschlands mutmaßliche Corona-Tote obduziert, um die Erkrankung besser zu verstehen. Vom Land wird dies mit 1,8 Millionen Euro unterstützt. Nun will der Mediziner die schweren Nebenwirkungen der Corona-Impfungen wie Hirnvenenthrombosen oder Autoimmunerkrankungen genauer untersuchen. Aus seiner Sicht ist es ein Problem, dass Geimpfte meist nicht unter klinischer Beobachtung sterben:

"Der leichenschauende Arzt stellt keinen Kontext mit der Impfung her und bescheinigt einen natürlichen Tod, und der Patient wird beerdigt. Oder er bescheinigt eine unklare Todesart, und die Staatsanwaltschaft sieht kein Fremdverschulden und gibt die Leiche zur Bestattung frei."

Wie Schirmacher erklärte, arbeiten in Baden-Württemberg daher Pathologen mit den Staatsanwaltschaften, der Polizei und niedergelassenen Ärzten zusammen. Man habe bisher mehr als 40 Menschen obduziert, die innerhalb von zwei Wochen nach Verabreichung des Impfstoffs verstarben. Man könne davon ausgehen, dass 30 bis 40 Prozent an der Impfung verstorben sind.

Andere Mediziner kritisieren Schirmachers Äußerungen jedoch: Wie das Paul-Ehrlich-Institut mitteilte, seien die Aussagen, dass die Gefahren des Impfens unterschätzt werden und man derzeit zu wenig über Nebenwirkungen wisse, nicht nachvollziehbar. Zudem bestehe eine Meldepflicht für schwere Nebenwirkungen. Auch Thomas Mertens, Chef der Ständigen Impfkommission, gab bekannt, er gehe nicht von einer Dunkelziffer aus. Es gebe keine Daten, die hier eine begründbare Aussage zulassen.

Schirmacher beharrt jedoch auf seiner Meinung:

"Die Kollegen liegen da ganz sicher falsch, weil sie diese spezifische Frage nicht kompetent beurteilen können."

Die Impfung sei zwar ein wichtiger Bestandteil im Kampf gegen Corona, doch man müsse die medizinischen Gründe für eine Impfung individuell abwägen. Er sei kein Impfgegner und wolle keine Panik verbreiten. Nach eigenen Angaben hat er sich selbst bereits gegen COVID-19 impfen lassen. Es sei jedoch problematisch, dass man eher auf eine schnelle Durchimpfung der Bevölkerung setze statt auf "individuelle Schutzüberlegungen".

Auch der Bundesverband deutscher Pathologen fordert mehr Obduktionen bei Geimpften, um Zusammenhänge zwischen Todesfällen und Impfungen zu bestätigen oder auszuschließen zu können. Laut Johannes Friemann, Leiter der Arbeitsgruppe Obduktion im Verband, ist es jedoch noch zu früh, von einer Dunkelziffer zu sprechen, da man zu wenig obduziere. Hausärzte und Gesundheitsämter müssten sensibilisiert werden.

Bereits im März hatte der Pathologen-Bundesverband in einem Schreiben an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gefordert, dass die Länder die Gesundheitsämter dazu auffordern müssten, vor Ort Obduktionen anzuordnen. Bis heute blieb das Schreiben unbeantwortet.

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 (rt/dpa)

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