Deutschland

Berlin: Polizei führt Großrazzia gegen mutmaßliche islamistische Unterstützer durch

In Berlin und Brandenburg läuft eine Großrazzia der Polizei gegen die mutmaßlich islamistische Vereinigung "Jama'atu Berlin" alias "Tauhīd Berlin". 850 Polizeikräfte sind im Einsatz um an mehr als 25 Objekten Beweismaterial sicherzustellen.
Berlin: Polizei führt Großrazzia gegen mutmaßliche islamistische Unterstützer durchQuelle: www.globallookpress.com © Christophe Gateau / dpa

Seit heute Morgen um 6 Uhr führt die Polizei in Berlin und Brandenburg eine Großrazzia im islamistischen Milieu durch. Das teilte die Berliner Senatsverwaltung für Inneres via Twitter mit. Die Aktion stehe demzufolge im Zusammenhang mit einem Verbot der "Jihad-salafistischen Vereinigung Jama'atu Berlin alias Tauhīd Berlin".

Laut Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) sind 850 Beamte im Einsatz, darunter auch Spezialeinsatzkräfte (SEK) sowie die Bundespolizei. Insgesamt werden mehr als 25 Objekte und Privatwohnungen von mutmaßlichen islamistischen Unterstützern durchsucht, um Beweismittel sicherzustellen. In Berlin sind vor allem die Stadtteile Märkisches Viertel in Reinickendorf, Moabit, Kreuzberg und Neukölln betroffen.

Nach Informationen des rbb werden der verbotenen Vereinigung Jama'atu Berlin alias Tauhīd Berlin rund 20 Personen zugerechnet. Die Gruppierung soll die Terrormiliz IS (Islamischer Staat) verherrlichen, die Tötung von Andersgläubigen befürworten und antisemitisch ausgerichtet sein. Der Tagesspiegel berichtet, "Jama'atu" bedeutet Gemeinschaft, mit "Tauhīd" ist die Einzigartigkeit Gottes gemeint. Gegen mehrere mutmaßliche Mitglieder von Jama'atu Berlin sind Strafverfahren anhängig, auch wegen der Bedrohung von Polizisten.

Der Tagesspiegel berichtet ferner, der Verein betreibe keine eigene Moschee, sondern die Mitglieder würden sich in privaten Räumen treffen. Sie sollen angeblich in der Tradition der Moschee des früheren, seit 2017 verbotenen Vereins Fussilet 33 stehen, welche auch der Attentäter Anis Amri besuchte. Amri verübte am 19. Dezember 2016 einen Anschlag auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz, bei dem zwölf Menschen starben und mehr als 60 verletzt wurden.

Nach Angaben des Tagesspiegels "gelten der Salafist Jarrah B. alias 'Abu Umar' und seine Ehefrau" als "Anführer von Jama'atu Berlin". Sie hatten sich 2016 an der salafistischen Kampagne "Lies!" beteiligt, wo etwa am Potsdamer Platz in Berlin und an zahlreichen weiteren Orten in Deutschland gratis Exemplare des Korans verteilt wurden. Im November 2016 verbot der damalige Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) den hinter der Kampagne steckenden Verein "Die wahre Religion".

Am Vormittag will sich der Berliner Innensenator Andreas Geisel (SPD) im Rahmen einer Pressekonferenz zu weiteren Details äußern.

Mehr zum Thema - Tschetschenen in der Berliner Unterwelt: Teil 1 und Teil 2

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