Europa

Vatikan führt COVID-Pass ein – Mehrere Schweizergardisten quittieren Dienst wegen Impfpflicht

Der Vatikan hat seine Corona-Regeln verschärft: Die eigenen Mitarbeiter müssen nachweisen, dass sie gegen das Coronavirus geimpft, genesen oder getestet sind. Für die sogenannte Schweizergarde gilt zudem eine Impfpflicht. Mehrere Gardisten traten nun vom Dienst zurück.
Vatikan führt COVID-Pass ein – Mehrere Schweizergardisten quittieren Dienst wegen ImpfpflichtQuelle: AFP © Andreas Solaro

Ab 1. Oktober gilt im Vatikan eine Verschärfung der Pflicht zum Führen eines sogenannten "Grünen Passes". Die Angestellten müssen, um zur Arbeit kommen zu können, entweder gegen das Coronavirus geimpft, getestet oder bereits von einer Infektion genesen sein. Die Kosten für einen eventuellen Corona-Test müssen die Beschäftigten selbst tragen. Auch die Besucher müssen im Besitz eines COVID-Passes mit den Nachweisen einer Impfung, einer Genesung oder eines aktuellen Tests sein. Die einzige Ausnahme gilt lediglich für diejenigen, die ausdrücklich zum Besuch einer Messe eingeladen wurden. Diese halten sich nur "für die Zeit, die für den Ritus unbedingt erforderlich ist", im Vatikan auf.

Während andere Mitarbeiter des Vatikans die Möglichkeit haben, sich regelmäßig auf das Coronavirus testen zu lassen, um ihren "Grünen Pass" zu behalten, wurde für die sogenannte Päpstliche Schweizergarde eine strengere Regel eingeführt: Alle Gardisten müssen sich gegen SARS-CoV-2 impfen lassen.

Inzwischen quittierten drei Gardisten "freiwillig" ihren Dienst. Drei weitere aus dem Korps, die bislang ebenfalls eine Impfung verweigert hatten, beschlossen sich nun impfen zu lassen, werden jedoch vorübergehend, bis zur vollständigen Immunisierung, vom Dienst suspendiert.

Der Heilige Stuhl hatte die Impfpflicht für die Garde ohne religiöse Ausnahmen eingeführt, "um ihre Gesundheit und die der anderen, mit denen sie im Rahmen ihres Dienstes in Kontakt kommen, zu schützen", erklärte Leutnant Urs Breitenmoser, Sprecher der Einheit, gegenüber der Nachrichtenagentur AP. Er ergänzte:

"Drei Mitglieder der Garde haben sich entschieden, dieser Aufforderung nicht nachzukommen und das Korps freiwillig zu verlassen."

Bei der Schweizergarde handelt es sich um ein 135 Mann starkes Korps von Schweizer Soldaten, das als zeremonielle Einheit – bekannt für seine dreifarbigen Uniformen im Renaissance-Stil – über die Sicherheit des Heiligen Vaters und seiner Residenz wachen soll. Eintreten dürfen nur ledige, männliche Schweizer zwischen 19 und 30 Jahren, die praktizierende Katholiken sind.

Diejenigen, die sich aus religiösen Gründen gegen Impfungen aussprechen, hatten sich oft auf die Verwendung von Zelllinien berufen. Diese stammen von abgetriebenen Föten und werden seit Jahrzehnten in der Forschung der Impfstoffe – auch bei solchen gegen COVID-19 – eingesetzt. Die Kongregation für die Glaubenslehre – die älteste der neun Kongregationen der römischen Kurie – erklärte Ende vergangenen Jahres, dass es moralisch akzeptabel sei, sich impfen zu lassen, solange keine andere Option zur Verfügung stehe.

Die sogenannte Päpstliche Akademie für das Leben, die sich mit Fragen der medizinischen Ethik in der Katholischen Kirche befasst, argumentierte, dass es eine "moralische Verantwortung" für die Impfung gibt. Sie ging jedoch nicht so weit zu sagen, das Vakzin gegen das Coronavirus für alle Katholiken vorzuschreiben. Die Entscheidung wurde Papst Franziskus überlassen, der zuvor jegliche Bedenken gegen Impfstoffe als "selbstmörderische Verweigerung" bezeichnet hatte und kürzlich erklärte, dass eine Impfung gegen das Coronavirus, die "von den zuständigen Behörden genehmigt" wurde, ein "Akt der Liebe" sei.

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