Europa

Oxford-Studie zu "Long COVID": Ähnliche Symptome treten auch nach Grippe auf

Laut einer Studie der Universität Oxford treten Beschwerden, die bisher dem "Long-COVID-Syndrom" zugeordnet wurden, auch bei Grippepatienten auf. Diese Symptome wie Müdigkeit, Kopfschmerzen oder Verlust des Geruchssinns treten auch nach einer Grippe nur wenig seltener auf.
Oxford-Studie zu "Long COVID": Ähnliche Symptome treten auch nach Grippe aufQuelle: www.globallookpress.com © Fabian Strauch

Wie bekannt ist, leiden einige COVID-19-Patienten auch noch Monate nach einer Infektion an Beschwerden, im Allgemeinen wird dabei vom Long-COVID-Syndrom gesprochen. Doch genaue Zahlen gibt es auch nach über 1,5 Jahren Corona-Krise unvollständig, wie das RND berichtet. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts ist der Anteil derjenigen, die an Langzeitfolgen leiden, "noch nicht sicher abzuschätzen".

In den meisten Studien zu Langzeitfolgen nach einer schweren COVID-19-Erkrankung fehlt schlichtweg die Vergleichsgruppe. Bei unspezifischen Symptomen ist es oft nicht eindeutig nachzuweisen, ob sie tatsächlich auf eine vorherige Erkrankung zurückzuführen sind.

Wissenschaftler der Universität Oxford haben nun in einer Studie im Wissenschaftsmagazin PLOS-Medicine beobachtet, wie oft bestimmte Symptome einige Monate nach einer COVID-19-Erkrankung und nach einer Grippe auftraten. Dabei stellte sich heraus: Fast alle Langzeitfolgen zeigten sich nach einer Corona-Erkrankung etwas, aber nicht deutlich öfter vor als nach einer Grippe. 

Die Forscher hatten Krankenakten aus den USA von über 270.000 auf COVID-19 positiv Getestete und rund 115.000 Grippeinfizierten durchforstet. Im Anschluss werteten sie aus, wie viele der Patienten Symptome aufwiesen, die häufig als Long-COVID-Symptom eingestuft werden: Kopfschmerzen, Verlust des Geschmacks- und Geruchssinns, Müdigkeit, Atembeschwerden, Magen-Darm-Probleme, Verstimmungen, Konzentrationsprobleme, oder andere Schmerzen.

Ein Viertel bis ein halbes Jahr nach einem positiven Corona-Test litten etwa 37 Prozent der COVID-Patienten an mindestens einem der genannten Symptome. Das Gleiche lässt sich aber auch für 30 Prozent derjenigen feststellen, die vorher an einer Grippe erkrankt waren. Länger anhaltende Symptome sind offenbar kein Alleinstellungsmerkmal einer COVID-19-Erkrankung.

Über Kopfschmerzen klagten 6,6 Prozent der an COVID-19-Erkrankten, ebenso fünf Prozent der Grippekranken. Atemprobleme ließen sich in der COVID-19-Gruppe mit rund neun Prozent der Fälle fast doppelt so häufig feststellen wie in der Grippegruppe.

Grundsätzlich waren Spätfolgen einer Infektion besonders bei älteren COVID-19-Patienten mit einem schweren Verlauf zu beobachten. Da die Wissenschaftler für ihre Studie Daten von Krankenhäusern und Ärzten auswerteten, wurden leichte Verläufe, bei denen keine Behandlung erforderlich war, weniger berücksichtigt. Daraus könne man eine noch geringere Zahl an Long-COVID-Symptomen mit Blick auf die Gesamtbevölkerung schließen. Einen konkreten Vergleich dazu, wie häufig unspezifische Symptome wie Müdigkeit, Kopfschmerz oder Magen-Darm-Beschwerden in der Allgemeinbevölkerung auftreten, hatte die Studie jedoch nicht. 

Mehr zum Thema - Macht Corona dumm? – Studie sieht intellektuelle Defizite nach COVID-19-Erkrankung

Information:

Das Virus SARS-CoV-2 löst laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Atemwegserkrankung COVID-19 aus. Am 11. März 2020 hat die WHO eine Pandemie ausgerufen. Grundlage dafür ist die weltweite starke Ausbreitung einer Infektionskrankheit mit hohen Erkrankungszahlen und in der Regel auch mit schweren Krankheitsverläufen. Nach offizieller Einschätzung handelt es sich um ein gefährliches Virus sowie um eine Krankheit, die vor allem für sogenannte Risikogruppen tödlich ausgehen kann. Generell gilt, dass neben Impfungen Corona-Maßnahmen wie Kontaktbeschränkungen und die AHA+A+L-Regeln – Abstand halten, Hygieneregeln beachten, Alltag mit Maske, die Nutzung der Corona-Warn-App und regelmäßiges Lüften – essentiell sind. Auch die regelmäßige Verwendung von PCR-Tests, um potenziell infizierte Personen zu identifizieren, damit diese sich in Quarantäne begeben können, wird von den Behörden als sinnvoll erachtet, um die Ausbreitung des SARS-CoV-2-Erregers zu identifizieren. Die Erklärungen der WHO und des für Deutschland zuständigen Robert Koch-Institutes zum Virus und zur Pandemie finden Sie hier und hier.

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Liebe Leser und Kommentatoren,

wir schätzen die Möglichkeit sehr, Ihnen mit der Kommentarfunktion eine Plattform zum gegenseitigen Austausch bieten zu können. Leider müssen wir diese Möglichkeit vorübergehend einschränken, bis effektive Mittel und Wege gefunden sind sicherzustellen, dass dieses Kommunikationsmittel nicht missbraucht wird.

Das Kommentieren auf unserer Website soll für alle so sicher und so wenig einschränkend wie möglich sein, bei alledem jedoch Hass, Hetze und Beleidigungen konsequent ausschließen.

Ihr RT DE-Team