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Madrid: Spanische Polizei veröffentlicht Luftaufnahmen der Folgen einer tödlichen Explosion

Aufnahmen aus einem Polizeihubschrauber über dem Schauplatz der Gasexplosion am Mittwoch in der Madrider Innenstadt zeigen das Ausmaß der Schäden, die bei der Explosion entstanden sind. Bei dem Vorfall kamen drei Menschen ums Leben.
Madrid: Spanische Polizei veröffentlicht Luftaufnahmen der Folgen einer tödlichen ExplosionQuelle: Reuters © Juan Medina

Nach der Gasexplosion im Zentrum von Madrid kamen Polizeihunde zum Einsatz, um die Trümmer des Vorfallortes zu durchsuchen. Die Katastrophe wurde mutmaßlich durch ein Gasleck verursacht und führte zum Tod von mindestens drei Menschen. Elf weitere wurden verletzt.

Die spanische Polizei teilte mit, dass sie 120 spezialisierte Beamte, darunter Forensiker und Sprengstoffexperten, einsetzen werde, um den Explosionsort zu durchsuchen und die genaue Ursache der Explosion zu ermitteln, sobald der Ort gesichert ist.

Die Explosion, die sich gegen 15 Uhr Ortszeit am Mittwoch ereignete, zerstörte die oberen vier Stockwerke eines Gebäudes der Erzdiözese Madrid in der Toledo-Straße. Das Gebäude grenzt an die Kirche Virgen de la Paloma und befindet sich in der Nähe einer Schule und eines Altenpflegeheims.

In den Aufnahmen aus dem Polizeihubschrauber kann man erkennen, dass das Dach des Gebäudes eingestürzt war. Das Gebäude weist sichtbare Schäden in jedem Stockwerk auf. Außerdem wurden Autos, die auf der anliegenden Straße geparkt waren, beschädigt oder teils sogar vollkommen zerstört.

Ab Donnerstagmorgen wollen die Behörden Kräne einsetzen, um einen kontrollierten Abriss der verbleibenden Struktur des beschädigten Gebäudes durchzuführen.

Die Notfallbehörde von Madrid bestätigte den Tod von drei Männern, darunter David Santos Muñoz, ein 35-jähriger Elektriker und Vater von vier Kindern, der Mitglied der örtlichen Gemeinde war.

Die Präsidentin der Regionalregierung der Autonomen Gemeinschaft Madrid, Isabel Díaz Ayuso, erklärte, es sei "ein weiterer schwieriger Tag" für die Stadt gewesen, während sie bestätigte, dass die Schüler der nahegelegenen Schule und die älteren Bewohner des Pflegeheims in Sicherheit seien.

Der Gaskessel, von dem angenommen wird, dass er die Explosion verursachte, hatte in den Tagen vor dem Vorfall am Mittwoch offenbar nicht funktioniert. Der Schneefall durch den Sturm Filomena hätte Berichten zufolge verhindert, dass Reparaturen durchgeführt werden konnten, so die spanische Zeitung El País.

Nach Angaben eines Sprechers der Rettungsdienste brannte das Gas um 19 Uhr Ortszeit immer noch im Inneren des Gebäudes, weswegen Feuerwehrleute immer noch vor Ort stationiert blieben.

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