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Für Personen, die von der Maskenpflicht befreit sind: Schweizer Skigebiet bietet Armbinden an

Im Schweizer Skigebiet Laax werden nun Armbinden für Personen angeboten, die durch Attest von der Maskenpflicht befreit sind. Diese sollen separat transportiert werden. In der Vergangenheit hatte es Streit mit Gästen gegeben, die die Atteste nicht akzeptieren wollten.
Für Personen, die von der Maskenpflicht befreit sind: Schweizer Skigebiet bietet Armbinden anQuelle: www.globallookpress.com © MANUEL GEISSER

Auch in der Schweiz haben es Personen, die aus medizinischen Gründen von der Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes befreit sind, oft nicht leicht. Ständig werden sie von anderen zurechtgewiesen oder müssen ihr ärztliches Attest vorzeigen und hoffen, dass dieses auch anerkannt wird. Auch für die Bergbahnen in Schweizer Skigebieten ist dies, sofern sie geöffnet haben, ein Problem.

Der Winterskiort Laax hat nun zu ungewöhnlichen Maßnahmen gegriffen, um das Problem zu lösen: Wie blick.ch berichtet, können sich Wintersportler mit einem Masken-Attest gegen eine Zahlung von 50 Schweizer Franken (rund 46 Euro) eine blaue Armbinde oder eine Karte ausleihen, die sie als "Dispensierte" auszeichnet.

Wie die Pressestelle des Skigebiets auf Anfrage von blick.ch mitteilte, sei es in der Vorsaison in verschiedenen Betrieben zu "groben Auseinandersetzungen" zwischen Personen mit einem Attest, das vom Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes befreit, und anderen Gästen, die dies nicht tolerieren wollten, gekommen. Dennoch sei es "selbstverständlich, dass diese Personen transportiert und so gut wie möglich in keiner Weise diskriminiert werden". Eine Trennung der Gäste schien zur Vermeidung solcher Situationen unumgänglich. Außerdem habe man die Auflage, dass Personen ohne Maske Abstand halten müssen.

Außerdem sei das ständige Vorzeigen des Attests bei den unzähligen Kontrollen zur Durchsetzung der Maskenpflicht für die Betroffenen mühsam und wirke zudem diskriminierend. Eine Prüfung der Atteste am Skilift sei zudem aus Zeitgründen nicht möglich. Außerdem könnten nicht alle Mitarbeiter entsprechend geschult werden, um zu überprüfen, welches Attest auch echt sei, heißt es.

Klar sei dennoch, dass es für diese schwierige Situation keine Lösung gebe, die für alle zufriedenstellend sei. Aber so könne man wenigstens sicherstellen, dass die Mitarbeiter die Personen rechtzeitig erkennen und ein separater Transport möglich sei. Außerdem könne man dadurch das ständige Zurechtweisen durch das Sicherheitspersonal verhindern. Wie die Pressestelle weiterhin mitteilte, reicht das Spektrum der Reaktionen von Dankbarkeit für die praktische Lösung bis hin zur vollständigen Ablehnung sämtlicher Schutzmaßnahmen.

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