Asien

Japan: Erneut Erdbeben nahe Fukushima

Nahe der Region Fukushima, wo es vor rund zehn Jahren im Atomkraftwerk zu einem Super-GAU kam, hat es wieder ein starkes Erdbeben gegeben. Das Epizentrum befand sich im Meer, etwa 92 Kilometer von der Millionenstadt Sendai entfernt.
Japan: Erneut Erdbeben nahe Fukushima© z03/ ZUMAPRESS/ Global Look Press

Ein Erdbeben der Stärke 6,0 hat am Freitag den Nordosten Japans erschüttert. Sein Zentrum lag vor der Küste der Präfektur Fukushima in einer Tiefe von 40 Kilometern, wie die Meteorologische Behörde mitteilte. Die Gefahr durch einen Tsunami bestehe nicht.

Es gab zunächst keine Berichte über erdbebenbedingte Schäden oder Opfer und es wurde keine Tsunami-Warnung von den lokalen Behörden ausgegeben. Vor gut zehn Jahren, im März 2011, war dieselbe Region von einer Tsunami-Katastrophe mit Tausenden Toten heimgesucht worden. Im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi kam es zu einem Super-GAU. 

Japan hatte im April angekündigt, konterminiertes Wasser aus dem Unglücksreaktor in Fukushima ins offene Meer zu leiten. Fast 1,3 Millionen Tonnen konterminiertes Wasser werden derzeit auf dem Gelände der Atomruine Fukushima Daiichi zu jährlichen Kosten von etwa 100 Milliarden Yen (etwa 766 Millionen US-Dollar) gelagert. In jüngster Zeit wird die Region wiederholt von Erdbeben heimgesucht. Im Februar kam dabei ein Mensch ums Leben, rund 200 Menschen wurden zudem verletzt. Starke Erdbeben treten regelmäßig in und nahe Japan auf, das in einem seismisch aktiven Gebiet liegt, das als "Feurring" bekannt ist.

Ein schweres Erdbeben hat zudem am Freitag den Westen Indonesiens erschüttert. Das Beben der Stärke 7,2 ereignete sich gegen 13:30 Uhr Ortszeit (8:30 Uhr MESZ) vor der Westküste der Provinz Nordsumatra, wie die zuständige Behörde mitteilte. Das Zentrum des Bebens lag demnach etwa 150 Kilometer südwestlich der Insel Nias in rund 19 Kilometer Tiefe. Nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS hatte das Beben eine Stärke von 6,6. Menschen hätten fluchtartig ihre Häuser verlassen, sagte ein Sprecher der örtlichen Katastrophenschutzbehörde.

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