Lateinamerika

Kuba erlaubt Einsatz von Impfstoff Soberana 02 bei Kindern im Alter von zwei bis 18 Jahren

Im Kampf gegen das Coronavirus hat Kuba den Einsatz eines seiner eigenen Vakzine bei Kindern im Alter von zwei bis 18 Jahre genehmigt. Die Zulassung fußt auf einer klinischen Studie, die die Sicherheit und die Effizienz des Impfstoffs Soberana 02 bei Kindern belegt hat.
Kuba erlaubt Einsatz von Impfstoff Soberana 02 bei Kindern im Alter von zwei bis 18 JahrenQuelle: Reuters © ALEXANDRE MENEGHINI

Seit diesem Freitag können auf Kuba nun auch Kinder offiziell gegen den COVID-19-Erreger geimpft werden. Das staatliche Aufsichtszentrum für Medikamente und Medizingeräte (CECMED) hat am 3. September dem kubanischen SARS-CoV-2-Vakzin Soberana 02 eine Notfallzulassung für den Einsatz bei Kindern und Jugendlichen im Alter von zwei bis 18 Jahre erteilt. Die Genehmigung basiert auf den Ergebnissen einer klinischen Studie, die die Sicherheit und die Wirksamkeit des Impfstoffs unter der jungen Bevölkerung des Karibikstaates belegt hat.

Aus einer komparativen Erhebung des CECMED geht hervor, dass die Ergebnisse der klinischen Studie unter Kindern besser ausgefallen sind, als unter der erwachsenen Bevölkerung. Das vom Finlay-Institut entwickelte Präparat wird in zwei Dosen mit einem zeitlichen Abstand von 28 Tagen verabreicht.

Obwohl der Impfstoff Soberana 02 zunächst nach offiziellen Angaben eine Wirksamkeit von 62 Prozent gezeigt hatte, berichtete das Finlay-Institut Anfang Juli, dass ein Cocktail aus zwei Dosen des Präparats mit einer Dosis des Vakzins Soberana Plus eine Effizienz von 91,2 erreiche.

Seit dem Ausbruch der COVID-19-Pandemie im Karibikstaat haben die örtlichen Gesundheitsbehörden insgesamt mehr als 672.000 SARS-CoV-2-Fälle und mehr als 5.500 Todesopfer im Zusammenhang mit der Krankheit gemeldet. Allein am 2. September wurden weitere 6.927 Corona-Fälle nachgewiesen. 74 testpositive Patienten starben.

Die Situation im Karibikstaat wird auch durch eine tiefe Wirtschaftskrise infolge der jahrzehntelangen US-Sanktionen verkompliziert, die sich auch im Gesundheitssektor bemerkbar macht. Es mangelt an Ausrüstung und Medikamenten.

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