Wirtschaft

Ryanair-Chef prophezeit steigende Preise

Laut dem Chef der Billigairline Ryanair würden für diesen Sommer höhere Flugpreise erwartet. Grund seien das Gespenst einer wieder aufkeimenden Pandemie und "schlechte Nachrichten" im Zusammenhang mit dem Ukraine-Konflikt.
Ryanair-Chef prophezeit steigende Preise© Horacio Villalobos#Corbis/Corbis via Getty Images

Der CEO von Ryanair Michael O'Leary hat davor gewarnt, dass die europäischen Fluggäste in diesem Sommer mit höheren Flugpreisen rechnen müssen. Flugkosten würden in diesem Sommer um einen "einstelligen Prozentsatz" über dem vorpandemischen Niveau liegen, so der Chef der Billigfluggesellschaft am Montag in der Sendung "Today" bei BBC Radio 4.

Als Grund für den zu erwartenden Preisanstieg nannte er die "Nachfrage nach den Stränden Europas" während der Sommerferienmonate. Er verwies auch auf den Konflikt in der Ukraine und dessen Auswirkungen auf die Treibstoffpreise. Die Buchungen lägen etwa zehn Prozent hinter dem vorpandemischen Niveau zurück, sagte er am Montag in der CNBC-Sendung "Europe Squawk Box".

O'Leary stellte fest, dass ein erwarteter wirtschaftlicher Abschwung, ein unflexibler Arbeitsmarkt im Vereinigten Königreich nach dem Brexit und eine "anhaltende Unsicherheit" in Bezug auf die Energieversorgung zu "unvermeidlichen Treibstoffzuschlägen" bei allen konkurrierenden Fluggesellschaften führen würden. Allerdings würde eine sehr starke Absicherungsposition bei Kerosin von 80 Prozent es der Fluggesellschaft erlauben, ihren Kunden weiterhin niedrigere Preise anzubieten.

Ryanair, die größte irische Fluggesellschaft und die führende Billigflieger-Airline in Europa, konnte die Pandemie dank der hohen Passagiernachfrage, die auf ein attraktives Preismodell zurückzuführen ist, überstehen.

Der Chef des Unternehmens stellte fest, dass diese hohe Nachfrage in den vergangenen Jahren zu "überschwänglichem Optimismus" geführt habe, der jedoch durch das Auftauchen der SARS-CoV-2-Variante Omikron gedämpft worden sei. Er sagte, das Gespenst einer wieder aufkeimenden Pandemie und "schlechte Nachrichten" im Zusammenhang mit dem Ukraine-Konflikt könnten die starke Erholung des Unternehmens beeinträchtigen.

Er erwarte, dass das Unternehmen im kommenden Geschäftsjahr "bescheiden profitabel" sein werde, so O'Leary. Zudem strebe er an, bis zum Ende dieses Geschäftsjahres 165 Millionen Passagiere zu befördern und damit den Rekord von 149 Millionen vor der Pandemie im Sommer 2019 zu übertreffen.

Ryanair meldete am Montag einen Jahresverlust von 355 Millionen Euro, was eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Verlust von 1,02 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum darstellt.

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