Wirtschaft

Brüssel: EU könnte wegen Sanktionen wirtschaftliche Probleme bekommen

Ein führender Vertreter der Europäischen Union äußerte seine Sorge über mögliche negative Konsequenzen der antirussischen Sanktionen der Europäischen Union. Es werde weiteren Druck auf die Energiepreise geben.
Brüssel: EU könnte wegen Sanktionen wirtschaftliche Probleme bekommenQuelle: www.globallookpress.com © Federico Gambarini/dpa

Der EU-Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni hat am Mittwoch gewarnt, dass der Krieg in der Ukraine und die darauf folgenden Sanktionen gegen Russland Europas Energieversorgung beeinträchtigen und das Wirtschaftswachstum bremsen könnten.

Auf einer Pressekonferenz in Brüssel sagte er, Europa könne Probleme bei der Versorgung mit Energieressourcen bekommen – genauer gesagt, bei der Lieferung von russischem Gas – und müsse auf ein solches Ergebnis vorbereitet sein. Gentiloni fügte hinzu:

"Der Einmarsch Russlands in die Ukraine wird sich wahrscheinlich negativ auf das Wachstum auswirken, unter anderem durch Auswirkungen auf die Finanzmärkte, weiteren Druck auf die Energiepreise, anhaltende Engpässe in der Versorgungskette und Vertrauenseffekte, die wir nicht unterbewerten sollten."

Seine Erklärung erfolgte, nachdem das statistische Amt der EU, Eurostat, am Mittwoch berichtet hatte, dass die Inflation innerhalb der EU im Februar auf einen neuen Höchststand von 5,8 Prozent gestiegen war.

Zuvor hatte auch die Europäische Kommission eine Erklärung abgegeben, in der sie die negativen Auswirkungen der antirussischen Sanktionen auf die wirtschaftliche Lage der Mitgliedstaaten darlegte.

Russland ist der größte Energielieferant der EU, deckt etwa 40 Prozent des Erdgasbedarfs des Staatenblocks und liefert fast ein Drittel der Rohölimporte. Die Öl- und Gasindustrie des Landes steht noch nicht auf der Sanktionsliste, aber am 1. März verabschiedeten die Mitglieder des Europäischen Parlaments eine Entschließung, in der die Militäroffensive Russlands in der Ukraine verurteilt wurde. Sie forderten schärfere Sanktionen, einschließlich der Beschränkung von Öl- und Gasimporten und der vollständigen Abtrennung des Landes vom internationalen SWIFT-Zahlungsverkehrssystem.

Mehr zum ThemaAnerkennung des Donbass: Präsident Putins komplette Rede an die Nation im Wortlaut

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.