Wirtschaft

Globale Lieferkettenengpässe gefährden Weihnachten, wie wir es kennen

Unterbrechungen der Lieferketten haben der Weltwirtschaft in diesem Jahr zu schaffen gemacht. Jetzt droht den Käufern von Weihnachtsgeschenken eine böse Überraschung: Die beliebtesten Geschenke sind entweder stark überteuert oder ganz aus den Regalen verschwunden.
Globale Lieferkettenengpässe gefährden Weihnachten, wie wir es kennenQuelle: www.globallookpress.com © Annette Riedl/dpa

Engpässe in den Lieferketten aufgrund der weltweiten COVID-19-Beschränkungen gefährden das Weihnachten, an das sich die globalisierte Welt gewöhnt hat. Im Vereinigten Königreich beispielsweise werden einige der begehrtesten Artikel online mit Preisaufschlägen von mehr als 70 Prozent verkauft, während sie in den offiziellen Geschäften nicht mehr vorrätig sind. Gadgets wie Spielkonsolen, iPads und kleine Haushaltsgeräte sind aufgrund des weltweiten Mangels an Mikrochips knapp.

Diesen Mangel nutzen die Händler zu ihrem Vorteil. Laut The Guardian wird die Microsoft Xbox Series X, die im November 2020 auf den Markt kam, normalerweise für rund 600 US-Dollar angeboten. Diese Konsole war vergangene Woche bei den meisten Händlern fast ausverkauft, auf dem Online-Marktplatz onbuy.com war sie jedoch für rund 900 US-Dollar zu haben.

Die COVID-19-Pandemie hat Einzelhändlern und Käufern gleichermaßen eine Vielzahl von Problemen bereitet. Sie führte sowohl zu einer erheblichen Verlangsamung der Produktion als auch zu einem Produktionsrückgang, der mit Fabrikschließungen einherging. Außerdem verursachte die Pandemie einen sprunghaften Anstieg der Online-Einkäufe, was wiederum zu Engpässen in der Hafenwirtschaft führte, wo zu viele Frachtschiffe darauf warten, dass zu wenige Hafenarbeiter zu viele Schiffscontainer entladen. Nun herrscht auch noch ein Mangel an Lkw-Fahrern, die diese Waren abholen, sobald sie entladen sind, und an Lagerarbeitern, die diese Lkw entladen. Schließlich werden selbst die Kartons zum Verpacken der Waren knapp. Diese komplexe Situation rund um die Lieferketten ist praktisch in allen Ländern gleich.

Laut einer aktuellen Umfrage des Wiener E-Marketing-Unternehmens Emarsys zum Thema "Alles, was ich mir zu Weihnachten wünsche" befürchten 30 Prozent der Verbraucher, dass ihre Geschenke nicht rechtzeitig zu Weihnachten verfügbar sind.

In Russland wurde die Öffentlichkeit bereits im vergangenen Monat gewarnt, dass in den kommenden Wochen die Preise für Haushaltsgeräte in den Geschäften um weitere 13 bis 15 Prozent, für Elektrowerkzeuge um elf Prozent und für Elektronik um neun Prozent steigen könnten.

Weihnachten war schon immer die Hochsaison für den Einzelhandel. Experten sagen jedoch, dass in diesem Jahr nicht nur Gadgets knapp werden könnten, sondern auch Bücher, Spielzeug und Kleidung. In den USA haben sowohl PlayStation 5 als auch Nintendo Switch mit Lieferengpässen zu kämpfen. Auch einige Laptops, Fernseher und Smartphones sind nur schwer zu beschaffen. Die Einzelhändler versuchen, sich selbst zu beruhigen, indem sie argumentieren, dass dies, wenn auch in geringerem Umfang, jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit im Einzelhandel passiert.

Dennoch raten viele Experten den Verbrauchern, sich in örtlichen Geschäften oder sogar in Secondhand-Läden auf Geschenksuche zu begeben. Oder man entscheidet sich für einen Geschenkgutschein, ein Abonnement oder sogar ein Bild des Geschenks, das aufgrund von Lieferverzögerungen nicht mehr rechtzeitig unter den Weihnachtsbaum gelegt werden kann. In der Not schmeckt jedes Brot.

Einige Analysten gehen davon aus, dass sich die Situation bis zum nächsten oder gar übernächsten Weihnachtsfest nicht bessern wird. Man erwartet, dass sich die Lage erst in 18 bis 24 Monaten normalisiert.

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