Wirtschaft

IWF warnt vor Bitcoin als gesetzlichem Zahlungsmittel

Der Internationale Währungsfonds hat davor gewarnt, dass Bitcoin "erhebliche Risiken" für die Verbraucher birgt. Er berief sich dabei auf die Entscheidung El Salvadors, die Kryptowährung als gesetzliches Zahlungsmittel zuzulassen.
IWF warnt vor Bitcoin als gesetzlichem ZahlungsmittelQuelle: Reuters © Edgar Su

Während Kryptowährungen und digitales Geld das Potenzial haben, Zahlungssysteme effizienter zu machen, sei die Entscheidung El Salvadors, Bitcoin zu einem gesetzlichen Zahlungsmittel zu machen, eine riskante Entscheidung, so der Internationale Währungsfonds (IWF) in einer Mitteilung vom Montag. Die globale Finanzorganisation erklärte:

"Angesichts der hohen Preisvolatilität von Bitcoin birgt seine Verwendung als gesetzliches Zahlungsmittel erhebliche Risiken für den Verbraucherschutz, die finanzielle Integrität und die Finanzstabilität."

"Aufgrund dieser Risiken sollte Bitcoin nicht als gesetzliches Zahlungsmittel verwendet werden."

Außerdem drängte der IWF auf eine "Stärkung der Regulierung und Überwachung des neuen Zahlungsökosystems".

El Salvador verabschiedete im September vergangenen Jahres ein Gesetz, das Bitcoin den Status eines offiziellen gesetzlichen Zahlungsmittels neben dem US-Dollar verlieh und war damit das erste Land der Welt, das die Kryptowährung anerkannte. Die Regierung hat seitdem ein E-Wallet-System namens Chivo etabliert, mit dem die Einwohner Zahlungen in Bitcoin veranlassen und die digitalen Münzen in US-Dollar umtauschen können.

Der IWF erkannte zwar an, dass das System die "finanzielle Eingliederung und das Wachstum fördern" könnte, forderte aber zusätzliche rechtliche Schutzmaßnahmen zum Schutz der Verbraucher sowie zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung.

Die Warnung des IWF erfolgte nur wenige Tage, nachdem El Salvador Pläne für die erste "Bitcoin-Stadt" der Welt vorgestellt hat, die zunächst durch Krypto-Anleihen finanziert werden soll. Die am vergangenen Wochenende angekündigte Krypto-Stadt soll in der Nähe des Vulkans Conchagua im Südosten des Landes errichtet werden. Sie soll über Gewerbe- und Wohngebiete sowie Unterhaltungsmöglichkeiten, Restaurants, einen Flughafen und andere Annehmlichkeiten verfügen, die in einer modernen Metropole üblich sind. Das Projekt befindet sich noch in der Konzeptionsphase. Eine erste Anleiheemission ist für 2022 geplant und der Bau soll etwa zwei Monate nach Sicherung der Finanzierung beginnen.

Mehr zum Thema - Nigeria führt erste digitale Währung in Afrika ein

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Liebe Leser und Kommentatoren,

wir schätzen die Möglichkeit sehr, Ihnen mit der Kommentarfunktion eine Plattform zum gegenseitigen Austausch bieten zu können. Leider müssen wir diese Möglichkeit vorübergehend einschränken, bis effektive Mittel und Wege gefunden sind sicherzustellen, dass dieses Kommunikationsmittel nicht missbraucht wird.

Das Kommentieren auf unserer Website soll für alle so sicher und so wenig einschränkend wie möglich sein, bei alledem jedoch Hass, Hetze und Beleidigungen konsequent ausschließen.

Ihr RT DE-Team