
Russische Raumfahrtbehörde Roskosmos schickt erstmals seit zwölf Jahren Weltraumtouristen zur ISS
Ein russisches Raumschiff vom Typ Sojus MS-20 mit den Japanern Yusaku Maezawa und Yozo Hirano an Bord hob am Mittwochmorgen Ortszeit vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan in Richtung der ISS ab. Auf ihrer Reise ins Weltall werden die beiden Weltraumtouristen vom Kosmonauten der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos, Alexander Missurkin, der zugleich der erste Korrespondent im Weltraum wird, begleitet. Der Start wurde auf den Social-Media-Kanälen der Behörde live übertragen.
‘Key to launch’! Soyuz-2.1a rocket with the #SoyuzMS20 crewed spacecraft is ready for launch. The crew has sealed their helmets. We are fully prepared for the upcoming launch! https://t.co/VIfh1evXex
— РОСКОСМОС (@roscosmos) December 8, 2021
Nach der Ankunft an der ISS soll die Besatzung der Raummission im Laufe ihres zwölftägigen Aufenthalts auf der Station nicht nur den Außenposten der Menschheit besichtigen, sondern auch eine Reihe von Tests und wissenschaftlichen Forschungen durchführen. Die japanischen Weltraumtouristen werden an einer russischen Forschungsinitiative teilnehmen, bei der die Auswirkungen der Raumfahrt und der Mikrogravitationsbedingungen auf den Blutkreislauf untersucht werden sollen, teilte Roskosmos mit. Die Ergebnisse der Tests sollen nützliche Daten für die Entwicklung von weltraumspezifischen Medikamenten und Behandlungen liefern.
Hirano wird auch an Forschungsarbeiten des US-amerikanischen Baylor College of Medicine, das während seines Aufenthalts auf der Raumstation Gesundheits- und Leistungstests durchführt, teilnehmen. Nach Angaben des Colleges sollen sie Aufschluss über die Erfahrungen eines nicht professionellen Astronauten im Weltraum geben.

Maezawa, der rund drei Monate lang für die jüngste Mission trainiert hat, hofft außerdem, künftig an einer weitaus ehrgeizigeren Reise um den Mond an Bord eines SpaceX-Raumschiffs teilnehmen zu können. Der 2018 erstmals angekündigte Raumflug mit dem Namen "Dear Moon" soll bereits im Jahr 2023 starten und insgesamt zehn bis zwölf Personen um den Satelliten befördern. Zuvor hatte Maezawa in einem weltweit verbreiteten Aufruf Begleiter dafür gesucht.
Seit dem Start des Weltraumtourismusprogramms von Roskosmos im Jahr 2001 haben vor Maezawa und Hirano insgesamt sieben Weltraumtouristen die ISS besucht, zuletzt im Jahr 2009. Ein Grund für die lange Pause ist, dass die russischen Sojus-Raketen viele Jahre lang Astronauten der US-Raumfahrtbehörde NASA zur ISS mitgenommen haben. Hinzu kommen die immensen Kosten für solche Reisen, die sich laut Einschätzungen auf Dutzende Millionen US-Dollar belaufen.
Im Oktober hatte ein russisches Filmteam mit ihrem Flug zur ISS für den weltweit ersten Spielfilm-Dreh im Weltall für viel Aufmerksamkeit gesorgt.
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