Russland

Nach Sperrung: Chodorkowski-Medien stellen Arbeit in Russland ein

Die Investigativplattform "Offene Medien" und die Internetzeitung "MBCh Media" haben nach der Sperrung ihrer Websites durch die russische Medienaufsichtsbehörde Roskomnadsor ihre Tätigkeit beendet. Beide Medien wurden von dem im Ausland lebenden Kremlgegner Michail Chodorkowski gegründet.
Nach Sperrung: Chodorkowski-Medien stellen Arbeit in Russland einQuelle: www.globallookpress.com © Michal Krumphanzl/CTK

Die russische Medienaufsichtsbehörde Roskomnadsor hat den Zugang zu mehreren Websites eingeschränkt. Dazu gehören Webseiten der Investigativplattform Offene Medien, der Internetzeitung MBCh Media, zwei Seiten der politischen Organisation "Offenes Russland" und die Website des damit verbundenen menschenrechtlichen Projektes. Der Grund sind Verbindungen zu in Russland unerwünschten Organisationen. 

Am Donnerstag teilten die Informationsprojekte Offene Medien und MBCh Media die Einstellung der Tätigkeit mit. Beide Medien sind Projekte des im Ausland lebenden Kremlgegners Michail Chodorkowski.

Die Risiken für die eigenen Mitarbeiter seien zu groß geworden, erklärte die Redaktion der Offenen Medien am Donnerstag auf Telegram. Die Chefredakteurin von MBCh Media Weronika Kuzyllo kommentierte die Schließung auf Facebook:

"Ich bin nicht bereit, die Freiheit und das Leben anderer Menschen unter Gefahr zu stellen. Ebensowenig Michail Chodorkowski. Das 'MBCh Media'-Projekt ist geschlossen."

Die Bewegung "Offenes Russland", die sich für die Transformation Russlands in eine liberale Demokratie einsetzt, wurde von Chodorkowski im Jahr 2014 gegründet. Im Mai ernannte die russische Generalstaatsanwaltschaft die Organisation für ihre Rolle in der Protestbewegung in Russland als unerwünscht. Daraufhin kündigte die Bewegung ihre Selbstauflösung für den Schutz der Anhänger an. Die Informationsprojekte Offene Medien und MBCh Media hatten sich in diesem Zusammenhang als unabhängige Strukturen positioniert.

Mehr zum Thema - Russland: Gericht stuft Nawalnys Anti-Korruptions-Stiftung und Regionalstäbe als extremistisch ein

Sehr geehrte RT DE-Leser,

wir sind auf einen neuen Dienst für die Kommentarfunktion umgestiegen.

Da wir die Privatsphäre unserer Leser respektieren und Ihre Daten nicht an eine Drittplattform übermitteln werden, müssen Sie sich erneut registrieren. Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeit und hoffen, dass sie sich weiterhin mittels der Kommentarfunktion über aktuelle Themen austauschen und informieren können.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre RT DE-Redaktion