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Russland hofft für die Zukunft auf eine Rückkehr zu persönlichen G20-Treffen

Die russische G20-Chefunterhändlerin hat die Hoffnung geäußert, dass der nächste Gipfel in Form einer persönlichen, nicht virtuellen Veranstaltung abgehalten wird. In diesem Jahr fand das Spitzentreffen vom 21. November bis 22. November per Videokonferenz statt.
Russland hofft für die Zukunft auf eine Rückkehr zu persönlichen G20-TreffenQuelle: Reuters © NAEL SHYOUKHI

Swetlana Lukasch, die russische Unterhändlerin des G20-Treffens, hat erklärt, sie hoffe, dass der nächste Gipfel persönlich stattfinden wird. Dieses Jahr wurde das Treffen pandemiebedingt virtuell durchgeführt. Die russische Vertreterin betonte:

Alle drückten ihre Bereitschaft aus, alle Anstrengungen zu unternehmen, um sicherzustellen, dass der nächste Gipfel der Gruppe der Zwanzig live im traditionellen Format stattfindet.

Sie unterstrich, dass man während der Pandemie gelernt habe, wie in dem neuen virtuellen Format zu arbeiten sei. Dennoch bemerke sie, dass dabei der Effekt der Live-Kommunikation sicher verloren gehe. Dies ist ihren Worten zufolge vor allem für die Ereignisse auf einem derartigen Niveau bedauerlich. Lukasch ist überzeugt, dass eine Möglichkeit, Fragen persönlich zu besprechen, unschätzbar wichtig ist.

Im Interview mit dem russischen Fernsehsender Rossija 24 TV teilte die Unterhändlerin mit, dass die Abschlusserklärung des G20-Gipfels vor dem Hintergrund von Meinungsverschiedenheiten ausgearbeitet wurde. Dennoch will man auch in der Zukunft eng zusammenarbeiten:

Dieses Jahr waren alle entschlossen, gemeinsame Anstrengungen zu demonstrieren und zu zeigen, dass sie bereit sind, die Krise gemeinsam zu bekämpfen.

Unter den herausfordernden Themen bei der Ausarbeitung der Abschlusserklärung nannte Lukasch den Klimawandel und die Rolle der internationalen Organisationen. Sie unterstrich, dass die pandemiebedingte Krise die gegenwärtigen globalen Probleme verschlimmert hat. Als Beispiel führte Lukasch an, dass Staaten weniger Vertrauen in multilaterale Mechanismen der Zusammenarbeit hätten. In diesem Zusammenhang hob sie hervor, dass auf dem Höhepunkt der Pandemie selbst die Rolle der Weltgesundheitsorganisation in die Kritik geraten sei.

Das Gipfeltreffen der G20 fand am 21. und 22. November im Rahmen einer Videokonferenz unter saudi-arabischer Präsidentschaft statt. Die Hauptthemen waren krisenbedingte Herausforderungen und die Wiederbelebung der Weltwirtschaft. Die Abschlusserklärung wurde bei Beendigung des Forums angenommen.

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