Nordamerika

Pompeo vor der UN: Iran sollte getroffen werden, noch während er wirtschaftlich am Boden liegt

Der US-Außenminister Mike Pompeo forderte vor der UN, den Iran zu zerquetschen, solange das Land am Boden liegt. Der Iran leidet unter den schwersten Sanktionen seit Gründung der Islamischen Republik. Laut US-Außenminister liefe die Zeit davon.
Pompeo vor der UN: Iran sollte getroffen werden, noch während er wirtschaftlich am Boden liegtQuelle: www.globallookpress.com © Michael Gross

Der US-Außenminister Mike Pompeo fordert ein schnelles Handeln gegen den Iran: 

Die Uhr tickt. Es bleibt noch Zeit, bis das UN-Waffenembargo gegen den Iran ausläuft und das Reiseverbot von Qasem Soleimani endet. Wir fordern unsere Verbündeten und Partner auf, den Druck auf das iranische Regime zu erhöhen, bis es sein destabilisierendes Verhalten beendet. 

Die Nachricht Pompeos verbreitete sich mit Hashtags, wie "PahlaviMadeIranGreat" (der gestürzte Schah des Iran Palavi machte den Iran Großartig) und "IranRegimeChange" weiter.

Kritiker verwiesen darauf, dass erst die Aufkündigung des Nuklearabkommens von Seiten der USA die Probleme für den Iran gebracht habe. Pompeo ist seit Monaten bemüht, eine multinationale Koalition der Willigen zu formen, um in der Straße von Hormuz für "Sicherheit" der Handelsschiffe zu sorgen. 

Washington beschuldigt den Iran, Öltanker angegriffen zu haben. Stichhaltige Beweise hierfür gibt es nicht. Großbritannien beschlagnahmte einen Tanker beladen mit iranischem Öl und brachte diesen in den Hafen von Gibraltar mit der Begründung, das Öl sei für Syrien bestimmt gewesen und der Iran habe damit gegen Sanktionen verstoßen. Teheran dementiert und fordert die Rückgabe des Schiffes. 

Der iranische Außenminister Dschawad Sarif äußerte sich zu dem US-amerikanischen Vorhaben einer internationalen Mission in iranischen Gewässern: 

Wir glauben, das Beste, was die USA zum Schutz der Seefahrt unternehmen können, ist, die Leute in Ruhe zu lassen - mischt euch nicht ein. Dies ist nur ein feindlicher Akt gegen den Iran und ich glaube nicht, dass es irgendeinen Einfluss außer Unsicherheit hat. 

Die Vereinigten Staaten machten den Nahen Osten mit ihren Waffenverkäufen zu einem Zündfass, welches jeden Moment explodieren könnte. Die USA bezeichnete er als Quelle der Instabilität in der Region. Sarif machte deutlich, dass sein Land keinen Krieg suche.