Nordamerika

USA: Transfrau verliert bei Damen-Schwimmwettbewerb gegen Transmann

Ein Mann, der sich nach einer Hormontherapie als Frau identifiziert, und eine Frau, die sich ihre Brüste entfernen ließ und gerade zum männlichen Geschlecht wechselt: Diese beiden traten am Wochenende bei einem Schwimmwettbewerb für Damen gegeneinander an. Die als Frau geborene Athletin gewann.
USA: Transfrau verliert bei Damen-Schwimmwettbewerb gegen TransmannQuelle: Gettyimages.ru © Hunter Martin

Lia Thomas, eine Transfrau von der University of Pennsylvania, die bereits nach ihrem Übergang vom Mann zur Frau mehrere Schwimmrekorde geknackt hatte, verlor am Samstag bei einem Wettbewerb der Ivy League. Die Siegerin heißt Iszac Henig, sie ist ebenfalls eine Transgender-Athletin.

Henig kam als Frau zur Welt, will aber als Mann weiterleben. Sie darf noch im Kader der Damen antreten, da sie ihre Hormonbehandlung aufgeschoben hat, um ihre Schwimmkarriere als Frau beenden zu können. Sie ließ jedoch bereits ihre Brüste entfernen. Künftig will sie ihre Geschlechtsumwandlung abschließen, um ein Mann zu werden. Laut Medienberichten outete sie sich im April 2021 vor Trainern und Teamkollegen. Nach dem Rennen zog die 20-Jährige das Oberteil ihres Badeanzugs herunter, was viele Eltern fassungslos machte. "Alles ist durcheinander. Ich kann mir das nicht vorstellen. Die National Collegiate Sports Association (NCAA) muss etwas dagegen tun. Man muss die Wissenschaft in die Entscheidung und Diskussion einbeziehen", sagte ein Elternteil, der anonym bleiben wollte, der Daily Mail. Ein anderer sagte: "Ein Mann hat gerade die Damenmannschaft vernichtet."

Thomas, die in mehreren früheren Rennen stets die Nase vorn hatte, hatte sich im Jahr 2019 als Transgender geoutet und war berechtigt, von der Männermannschaft zur Frauenmannschaft zu wechseln. Die Ivy League hatte Thomas öffentlich unterstützt. Die Organisation betonte, dass die 22-Jährige in den letzten zwei Jahren die von der NCAA festgelegten Regeln befolgt und sich einer Hormonersatztherapie unterzogen habe. Doch ihre Teilnahme als Frau löste in der Gesellschaft Kontroversen darüber aus, ob sie nach dem Wechsel überhaupt antreten durfte. "Ein paar Jahre Testosteronblocker und etwas Östrogen ändern nichts daran, dass sie stärkere Muskeln, ein größeres Herz und eine größere Lungenkapazität hat als eine Frau", sagte etwa Erika Brown, zweimalige Olympiamedaillengewinnerin im Schwimmen.

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