Nordamerika

USA: Walmart verweigert Mann Medikament gegen COVID-19 – und wird verklagt

Einem ehemaligen US-Marine war das Medikament Ivermectin gegen COVID-19 verschrieben worden. Nachdem die Apotheke des US-Einzelhandelsriesen Walmart sich geweigert hatte, das Rezept einzulösen, erhielt er das Medikament anderswo als Tierarzneimittel. Der Mann berichtete, dass es ihm innerhalb von acht Stunden "viel besser" ging. Nun verklagt er Walmart.
USA: Walmart verweigert Mann Medikament gegen COVID-19 – und wird verklagtQuelle: Gettyimages.ru © NurPhoto / Kontributor

Der ehemalige US-Marine Bill Salier aus dem US-Bundesstaat Minnesota verklagt den US-Einzelhandelsriesen Walmart, nachdem sich eine seiner Apotheken geweigert hatte, sein vom Arzt verschriebenes Ivermectin-Rezept auszufüllen. Zuvor hatte Salier sich mit COVID-19 infiziert. Er erzählte dem US-Nachrichtensender BlazeTV in dieser Woche seine Geschichte, da er gezwungen war, einen Anbieter für das Medikament zu finden und es auf eigene Faust zu kaufen.

Das Medikament Ivermectin wird bis heute in Entwicklungsländern eingesetzt, um Parasiten zu bekämpfen. Zugelassen wurde es in den USA im Jahr 1987. Für das Mittel, mit dem eine Infektion mit einem parasitären Rundwurm behandelt werden kann, wurde seinen Entwicklern der Nobelpreis der Medizin verliehen. Später folgte der Einsatz gegen Krätze und Kopfläuse. Seine antivirale Wirkung wurde auch bei Krankheiten wie HIV, Grippe, Zika und West-Nil-Viren nachgewiesen. Schon zu Beginn der COVID-19-Pandemie wurde diskutiert, ob das Medikament sich positiv auf den Verlauf einer Infektion auswirken könnte.

Der 53-jährige Salier hatte sich am 1. Oktober erstmals krank gefühlt, und ein paar Tage später war er positiv auf COVID-19 getestet worden. Nach seiner Diagnose sagte Salier, er habe versucht, über die Ressourcenzuteilungsstelle von Minnesota eine Behandlung mit monoklonalen Antikörpern zu erhalten, aber seine Anträge seien ignoriert worden. Salier erklärte:

"Wir haben nie auch nur ein Wort gehört, nicht einmal eine Bestätigung, dass die Anträge gestellt wurden."

Salier sagte, er habe sich dann an eine Klinik gewandt, die über eine monoklonale Behandlung verfügte, die aber für einen schwereren Fall aufbewahrt worden war. Er sagte, er habe um Ivermectin gebeten, aber die Klinik habe sich geweigert, ihn damit zu behandeln, weil die US-amerikanische Arzneimittelbehörde (FDA) die Verwendung des Medikaments zur Behandlung von COVID-19 nicht zugelassen habe.

Ärzte in den USA sind den Empfehlungen der US-Regierung zu Ivermectin weitgehend gefolgt und haben es zur Behandlung von COVID-19-Patienten gemieden. Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat sich gegen den Einsatz von Ivermectin in den USA ausgesprochen.

Organisationen wie die Front Line COVID-19 Critical Care Alliance und America's Frontline Doctors hingegen haben sich für das mit dem Nobelpreis ausgezeichnete Medikament als wirksame Behandlung für COVID-19 eingesetzt.

Salier sagte, er habe einen Arzt gefunden, der ihn und seine Frau behandelte. Nach einer Telefonkonferenz verschrieb der Arzt ihnen Ivermectin, Hydroxychloroquin und einige andere Medikamente, die sie einnehmen sollten. Der Arzt sagte, Saliers Zustand habe sich so weit verschlechtert, dass er ohne ernsthafte Intervention innerhalb von 48 Stunden ins Krankenhaus eingeliefert werden müsse. Salier erzählte, sein Rezept sei an seinen örtlichen Walmart in Albert Lea im Bundesstaat Minnesota geschickt worden, aber der Apotheker habe sich geweigert, es einzulösen. Er erzählte:

"Dieser Apotheker kontaktierte meine Frau und teilte ihr mit, dass er das Rezept nicht einlösen werde. Meine Frau erklärte, dass er nicht das Recht habe, sich zwischen die Verschreibung unseres Arztes und den Patienten zu stellen, und er behauptete, dass er dieses Recht habe und sich weigere, es einzulösen."

Salier betonte, dass sein Arzt später die Walmart-Apotheke anrief, um darauf zu bestehen, dass das Rezept ausgestellt wird, aber der Apotheker weigerte sich und legte auf. Daraufhin war Salier gezwungen, sich auf eigene Faust auf die Suche nach einem Laden zu machen, in dem er Ivermectin kaufen konnte. Er konnte es nur in veterinärmedizinischer Form finden, die für Pferde bestimmt ist, und berichtete, dass er es auf eine für den menschlichen Verzehr geeignete Dosierung umstellte, obwohl die veterinärmedizinische Version angeblich in keiner Form für den menschlichen Verzehr geeignet ist. Salier erklärte, er habe sich "innerhalb von acht Stunden" viel besser gefühlt. Er schilderte:

"Ich begann, die Veränderung in meinem Körper zu spüren."

Da Saliers Frau ebenfalls an COVID-19 erkrankt war, fügte er hinzu, dass Ivermectin "sie innerhalb von sechs Stunden umgestimmt hat". Salier fuhr fort: "Am Ende wurden wir durch die Weigerung, das Rezept auszufüllen, vor die Wahl gestellt, entweder auf die Pony-Paste oder darauf zu setzen, dass ich überleben werde, was ich durchmachte. Wir haben gebetet und die Paste in das Apfelmus getan, und dann ging es los", fügte er hinzu. "Gott sei Dank habe ich mich so entschieden." Jetzt verklagt Salier den US-Einzelhandelsriesen, weil dieser sich weigerte, sein vom Arzt verschriebenes Rezept für Ivermectin einzulösen. Er sagte BlazeTV:

"Wenn Sie jemals wissen wollten, wie es ist, einem Marine ins Gesicht zu schlagen, und welche Art von Reaktion Sie erhalten werden – nun, Amerika, dann werden Sie gleich sehen, welche Art von Reaktion Sie erhalten. Denn wenn Sie es mit mir und meiner Familie aufnehmen und sich zwischen unseren Arzt und die medizinische Versorgung stellen, die er mir als lebensrettendes Mittel verschrieben hat – meiner Meinung nach hat er das getan –, dann haben Sie einen Kampf vor sich, und ich werde diesen Kampf aufnehmen."

Brian Festa, ein Anwalt von "We the Patriots USA", sagte BlazeTV, es sei "abscheulich", dass der Walmart-Apotheker "Gott" mit dem Leben der Saliers gespielt habe. Festa fügte hinzu, dass der Apotheker "absolut kein Recht hatte, Bill und seiner Frau zu sagen, dass er dieses Rezept nicht einlösen werde" und dass Walmart für das, was passiert ist, zur Verantwortung gezogen werden muss.

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