Nordamerika

Ida in den USA: Tornados in New Jersey, erste Sturzflut in der Geschichte von New York (Videos)

Die Ausläufer von Hurrikan Ida fegen über die US-Ostküste hinweg. Im US-Bundesstaat New Jersey verwüsteten Tornados mehrere Gemeinden. In New York kam es zur ersten Sturzflut in der Geschichte der Stadt. Die Rede ist von katastrophalen Wassermassen.
Ida in den USA: Tornados in New Jersey, erste Sturzflut in der Geschichte von New York (Videos)Quelle: AP © Craig Ruttle

Die Ausläufer von Tropensturm Ida, der als Hurrikan der Kategorie 4 auf Land traf, fegen über die Ostküste der USA hinweg. Teile der US-Bundesstaaten Louisiana und Mississippi wurden verwüstet.

Ida wurde zwar von Meteorologen am Montag zu einem tropischen Tiefdruckgebiet herabgestuft. Dennoch bringt der Sturm auch weiterhin schwere Unwetter über die betroffenen Landstriche. So wurden am Mittwochabend an mehreren Orten im US-Bundesstaat New Jersey Wirbelstürme gesichtet. In den sozialen Medien kursieren dramatische Videos von riesigen Windhosen, die über die Regionen rasen. 

  

Weitere Videos zeigen umfangreiche Schäden an Wohnhäusern in der Gemeinde Mullica Hill sowie überflutete Straßen in der Stadt Hoboken.

  

  

Derweil kam es in New York zu schweren Niederschlägen. Die für diesen Bundesstaat zuständige Niederlassung des Nationalen Wetterdienstes (NWS) der USA rief erstmals in der Geschichte der Stadt New York den Sturzflut-Notstand aus. Die Hauptniederlassung des NWS hielt sich ebenfalls nicht zurück und warnte vor einer "extrem gefährlichen und lebensbedrohlichen Situation".

  

Straßen und mehrere Wohnungen und Hinterhöfe in der Stadt New York waren von den sintflutartigen Regenfällen überschwemmt. Auf einigen Straßen kam der Verkehr fast vollständig zum Erliegen.

  

  

Auch die U-Bahn der Stadt wurde vielerorts geflutet. Mehrere Haltestellen wurden durch das eindringende Wasser zu Grachten.

  

  

  

Am Mittwochabend rief der New Yorker Bürgermeister Bill de Blasio wegen des "historischen Wetterereignisses" und der "brutalen Überschwemmungen" den allgemeinen stadtweiten Ausnahmezustand aus. Seinem Beispiel folgte bald darauf die Gouverneurin des Bundesstaats New York Kathy Hochul, die in einem Interview an die örtlichen Medien für den gesamten Bundesstaat den Notstand ausrief und dabei von "katastrophalen Wassermengen" sprach.

Auch der Gouverneur von New Jersey Phil Murphy verhängte als Reaktion auf die kritische Wetterlage den Notstand "mit sofortiger Wirkung".

Der Nationale Wetterdienst für den Bundesstaat New York ermahnte Autofahrer zu höchster Aufmerksamkeit. So solle man, wenn man einen Wagen sieht, der gemütlich auf den Wellen schaukelt, anstatt fest auf dem Boden zu stehen, nicht unbedingt versuchen, an ihm vorbeizufahren. Ansonsten könne einen dasselbe Schicksal ereilen:

"Dies ist ein perfektes Beispiel dafür, was Sie nicht tun sollten! Beachten Sie das weiße Auto gegen Ende des Videos – es schwimmt. Das Wasser ist zu tief, um hindurchzufahren. Umdrehen statt absaufen!" 

Bisher seien der Sturzflut und den Tornados insgesamt acht Menschen zum Opfer gefallen, schreibt die New York Times. Sieben Todesopfer im Alter von 2 bis 66 Jahren in der Stadt New York und ein Toter in Passaic im Bundesstaat New Jersey. 

Nachtrag vom 2.9.2021: Bis zum Abend gab es im Großraum New York mindestens 17 Tote.

Mehr zum Thema - Nach Hurrikan Ida: Stromausfall und überflutete Straßen im US-Bundesstaat Louisiana

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