Nordamerika

Kanadische Provinz Alberta hebt Corona-Maßnahmen weitestgehend auf

Die kanadische Provinz Alberta hat weitreichende Lockerungen der Corona-Maßnahmen beschlossen: Ab sofort müssen enge Kontaktpersonen von positiv auf SARS-CoV-2 getesteten Personen nicht mehr in Quarantäne, auch das Testen von "asymptotischen Personen" wird nicht mehr empfohlen.
Kanadische Provinz Alberta hebt Corona-Maßnahmen weitestgehend aufQuelle: www.globallookpress.com © R. & S. Hoffmann/blickwinkel

Am Mittwoch hat die kanadische Provinz Alberta bekannt gegeben, dass die Corona-Maßnahmen gelockert und die Quarantäne-Vorschriften für enge Kontaktpersonen von positiv auf SARS-CoV-2 Getesteten aufgehoben werden. Wie aus der Website der kanadischen Provinzregierung hervorgeht, wird seit dem 29. Juli auch das asymptotische Testen nicht mehr empfohlen. Zudem soll ab dem 16. August die Maskenpflicht für öffentliche Verkehrsmittel sowie bei Mitfahrgelegenheiten und Taxis fallen.

Die Änderungen erfolgten, obwohl die Zahl der positiv auf SARS-CoV-2 getesteten Personen in der letzten Zeit stark anstieg. Die Chefmedizinerin der Provinz, Deena Hinshaw, erklärte in der vergangenen Woche auf einer Pressekonferenz, dass man den Fokus auf COVID-19 zurückfahren müsse. Die medizinischen Ressourcen könnten dann auch für andere Atemwegserkrankungen eingesetzt werden, die im Herbst wahrscheinlich zunehmen werden. Gegenüber Reportern erklärte Hinshaw:

"Wir werden noch jahrelang mit dem Virus leben müssen."

Sie sagte weiterhin, dass man die Art und Weise, wie man mit COVID umgehe, in den Umgang mit anderen Krankheiten integrieren müsse. Während der Pressekonferenz forderte sie die Bevölkerung auch dazu auf, sich impfen zu lassen. Bisher haben sich etwa 64 Prozent der Einwohner Albertas impfen lassen, in ganz Kanada sind es mehr als 57 Prozent. Stand 5. August hatte Alberta laut Behördenangaben 2.526 Corona-Verdachtsfälle, die Hospitalisierungsquote blieb in den letzten Wochen jedoch weitestgehend stabil und liegt derzeit bei 102 Fällen, davon 24 in der Intensivpflege.

In der Provinz soll nach einem Bericht von Calgary Herald auch die Rückverfolgung von Kontaktpersonen zurückgefahren werden und die dafür eingesetzten Mitarbeiter wieder an ihre ursprünglichen Arbeitsstätten zurückkehren. Abgesehen von Risikostellen wie Pflegeeinrichtungen sollen enge Kontaktpersonen von positiv auf Corona Getesteten außerdem nicht mehr benachrichtigt werden. Zudem werden Tests nur noch bis Ende August in Testzentren angeboten, danach sind diese nach Angaben der Behörden ausschließlich in der Primär- und Akutversorgung erhältlich.

Währenddessen erklärte die kanadische Provinz British Columbia, dass sie die Maskenpflicht in öffentlichen Innenräumen in der zentralen Okanagan-Region, einschließlich der Stadt Kelowna, wieder einführen wird. Die Behörde begründet dies damit, dass die Übertragung der hochansteckenden Delta-Variante zu einem Anstieg der Krankheitsfälle in der Region führt, insbesondere bei jungen Menschen, die nicht vollständig geimpft sind.

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