Nordamerika

Medienbericht: USA planen Impfpflicht für ausländische Reisende

Wie die Nachrichtenagentur "Reuters" exklusiv berichtet, planen die USA künftig nur ausländische Reisende mit einem Impfnachweis ins Land lassen zu wollen. Bereits jetzt gelten für die Einreise in die Vereinigten Staaten strikte Beschränkungen für Besucher aus dem Ausland.
Medienbericht: USA planen Impfpflicht für ausländische ReisendeQuelle: AFP © Daniel Slim

Seit vergangenem Jahr gilt wegen der COVID-19-Pandemie ein weitreichendes US-Einreiseverbot für Personen aus Europa. Wer sich auch in den vorangegangenen 14 Tagen im europäischen Schengen-Raum aufgehalten hat, darf nicht in die Vereinigten Staaten einreisen. Strikte Beschränkungen gelten auch für Besucher aus China, Brasilien oder Südafrika. Ausgenommen sind lediglich US-Bürger und einige andere Personengruppen wie zum Beispiel enge Verwandte von US-Amerikanern, Mitarbeiter internationaler Organisationen oder Diplomaten.

Nun könnten diese Beschränkungen demnächst gelockert werden, jedoch nicht für alle. Wie die Nachrichtenagentur Reuters exklusiv berichtet, plant die US-Regierung, eine Impfpflicht für Besucher aus dem Ausland einzuführen. Künftig sollen dann nur jene Ausländer einreisen dürfen, die einen Nachweis über eine vollständige Impfung gegen das Coronavirus vorlegen können.

Mit Berufung auf einen nicht namentlich genannten Beamten berichtet Reuters, dass derzeit behördenübergreifende Arbeitsgruppen einen Plan erarbeiten würden, wann und wie der normale Reiseverkehr wieder aufgenommen werden kann. Das Weiße Haus möchte demnach Lockerungen der Beschränkungen auf den Weg bringen, um die Luftfahrt- und Tourismusbranche wieder in Schwung zu bringen. 

Wegen der steigenden Corona-Zahlen und der Ausbreitung der als hochansteckend geltenden Delta-Variante des Virus sei Washington jedoch nicht bereit, die Beschränkungen sofort aufzuheben, so der Beamte. Es soll nun "ein neues System für die Wiedereröffnung des Reiseverkehrs" entwickelt werden. Dies beinhalte "einen schrittweisen Ansatz, der im Laufe der Zeit bedeuten wird, dass ausländische Staatsangehörige – mit wenigen Ausnahmen –, die in die Vereinigten Staaten (aus allen Ländern) einreisen, vollständig geimpft sein müssen", wird der Beamte weiter zitiert.

Laut Reuters muss seitens der US-Regierung unter anderem noch geklärt werden, welche Impfnachweise denn akzeptiert würden. Die Frage, die noch im Raum steht, ist etwa, ob die USA Impfstoffe anerkennen würden, die einige Länder verwenden, die aber noch nicht von den US-Behörden zugelassen wurden. Dazu zählen beispielsweise der russische Sputnik V oder der chinesische Sinopharm.

Ob die Impfpflicht auch für jene gelten soll, die auf dem Landweg aus Kanada oder Mexiko in die USA einreisen, konnte der Beamte laut Reuters nicht sagen. Gegenwärtig seien die einzigen ausländischen Reisenden, die auf dem Landweg aus den Nachbarstaaten der USA ins Land einreisen dürfen, wichtige Arbeitskräfte wie Lastwagenfahrer oder Krankenschwestern, erklärt Reuters.

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