Nordamerika

Trump wirft Medien und Big Tech Wahleinmischung vor: "Zählt man legale Stimmen, gewinne ich locker"

US-Präsident Donald Trump hat dazu aufgerufen, die Ergebnisse der Wahlen zu verteidigen. Derweil werden in den aktuellen Schlüsselstaaten noch immer Stimmen gezählt, die das Ergebnis beeinflussen dürften. Das Rennen ist laut US-Medien für eine Aussage noch zu knapp.
Trump wirft Medien und Big Tech Wahleinmischung vor: "Zählt man legale Stimmen, gewinne ich locker"Quelle: AFP © Brendan Smialowski / AFP

Der amtierende US-Präsident und Präsidentschaftskandidat Donald Trump gab sich bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus selbstbewusst, warf jedoch gleichzeitig Medien- und High-Tech-Konzernen sowie Finanzkonglomeraten Wahleinmischung vor:

Ich habe in vielen kritisch wichtigen US-Bundesstaaten entscheidend gewonnen, darunter massive Siege in Florida, Iowa, Indiana, Ohio eingefahren, um nur einige zu nennen. Wir haben diese und viele andere Siege trotz der Wahlbeeinträchtigung durch die Medienkonzerne, Finanzkonglomerate und High-Tech-Kozerne errungen.

Bei der Pressekonferenz, auf der er keine Fragen beantwortete, beschuldigte Trump die Medien, wissentlich sogenannte Unterdrückungsumfragen zu verbreiten, laut derer er im Rennen hinter seinem demokratischen Herausforderer Joe Biden liege.

Er bezog sich auf die absichtlich verzerrten Umfragen der Washington Post, Quinnipiac und anderer, die den falschen Eindruck erwecken würden, sein Rivale Joe Biden aus dem Lager der Demokraten habe einen großen Vorsprung. Dadurch, so Trump, sollte bei den Wählern der Republikaner der Eindruck erzeugt werden, eine Wahlbeteiligung sei zwecklos, wodurch seine Wähler in geringerer Zahl in den Wahllokalen erscheinen würden.

Zudem behauptete Trump, dass angebliche Unregelmäßigkeiten bei der Stimmenauszählung ihn den ansonsten sicheren Wahlsieg kosten könnten:

Wenn man die legalen Stimmen zählt, gewinne ich leicht. Wenn man die illegalen Stimmen zählt, dann könnten sie durchaus versuchen, uns die Wahl zu stehlen.

Trump beharrte mit Nachdruck auf seinen Behauptungen über einen weitverbreiteten Wahlbetrug seitens der Demokraten und Wahlhelfer. Klageprozesse gegen die Stimmenauszählung würden "selbst Sie aufrütteln", erklärte er den anwesenden Journalisten.

Angesichts der ins Haus stehenden Rechtsstreitigkeiten deutete Trump an, dass der Oberste Gerichtshof der USA das letzte Wort bei der Wahl wird sprechen müssen:

Es wird vielleicht vor dem höchsten Gericht des Landes enden. Wir werden sehen.

In einem Tweet schrieb der US-Präsident ferner, Wahlbeobachter seien an der Ausführung ihrer Arbeit gehindert worden und die währenddessen angenommen Wählerstimmen seien für nichtig zu erklären.

Aktuell ersucht Donald Trump, die weitere Auszählung der Wählerstimmen (die momentan größtenteils Briefwahlen zuzuordnen sind) vor allem in den US-Bundesstaaten Pennsylvania und Georgia aussetzen zu lassen.

Biden: Auf diese Demokratie ist die Welt neidisch

All dem gegenüber forderte Trumps Konkurrent im Wahlrennen, der ehemalige Vizepräsident Joe Biden, jede einzelne Stimme zählen zu lassen. Hier zitiert von CNN:

Jeder Stimmzettel muss gezählt werden, und genau das werden wir jetzt erleben – das läuft ja jetzt gerade. Und so sollte es auch sein. Demokratie ist manchmal chaotisch. Manchmal erfordert sie auch ein wenig Geduld. Aber diese Geduld wird nun seit mehr als 240 Jahren mit einem Regierungssystem belohnt, um das uns die Welt beneidet.

Grundsätzlich gab sich Biden zuversichtlich, nach endgültigem Abschluss der Stimmenzählung mit Kamala Harris als Vize die Präsidentschaft antreten zu können.

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