Nordamerika

Wegen angeblicher Manipulation bei US-Wahlen: Trump will vor Gericht ziehen

Auch Tage nach der US-Präsidentschaftswahl kann keiner der beiden Kandidaten sich zum endgültigen Sieger erklären. Das Kopf-an-Kopf-Rennen dauert noch an. Der derzeitige Präsident erhebt jedoch schwere Vorwürfe: Trump beschwert sich über Wahlmanipulation.
Wegen angeblicher Manipulation bei US-Wahlen: Trump will vor Gericht ziehenQuelle: www.globallookpress.com © Chris Kleponis/Keystone Press Agency

Der amtierende US-amerikanische Präsident Donald Trump hat über Twitter verkündet, die Wahlresultate in allen Bundesstaaten gerichtlich anzufechten, in denen sich sein Rivale der Demokratischen Partei, Joe Biden, aus Trumps Sicht unrechtmäßig zum Wahlsieger ausgerufen hatte. Trump beanstandete, dass es zu Wahlmanipulation und Unregelmäßigkeiten gekommen sei. Konkret nannte er als Vorwürfe Betrug durch einzelne Wähler sowie durch Wahlbeauftragte der US-Bundesstaaten.

Für seine Anschuldigungen will Trump viele Beweise ausgemacht haben. Er verweist auf "die Medien". Seinen Aufruf schließt Trump mit den Worten: "Wir werden siegen! America first!"

Das Wahlteam Bidens reagierte wenig später auf Trumps Behauptungen und dementierte sie. Der Nachrichtendienst Twitter markierte Trumps Erklärung umgehend als möglicherweise irreführend, wie viele seiner Erklärungen im Zusammenhang mit den US-Wahlen.

Trumps Erklärung erfolgt inmitten eines angespannten Wahlrennens, das auch Tage zwei Tage nach der US-Präsidentschaftswahl am 3. November nicht beendet ist.

Bereits Stunden nach der Wahl hatten beide Kandidaten erklärt, dass sie auf dem Weg zum Sieg seien. Doch keine der Wahlprojektionen kann bisher einen eindeutigen Sieger ausmachen, wobei derzeit Biden mit 253 beziehungsweise 264 Stimmen vorne liegt –  manche rechnen ihm bereits den Bundesstaat Arizona mit seinen elf Wahlmännerstimmen zu – , während Trump nur auf 214 Stimmen kommt. Um zum Präsidenten gekürt zu werden, sind mindestens 270 Stimmen erforderlich. In einigen Staaten werden die Stimmen immer noch ausgezählt. Das könnte noch einige Tage dauern.

Trump wiederholte bereits mehrere Male den Vorwurf, dass es eine gegen ihn gerichtete Manipulation der Wahlergebnisse gebe. Bereits vor Monaten hieß es vom Trump-Wahlteam, dass das Prozedere bei den Briefwahlen offen für Manipulation und Betrug sei. Der Präsident fordert auf Twitter immer wieder, die Auszählung der Stimmen zu beenden. Am Mittwoch reichten seine Anwälte Klagen ein, um die Auszählung der Stimmen in den für den Ausgang der Präsidentschaftswahl wichtigen Staaten Michigan, Georgia und Pennsylvania zu stoppen.

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