Nordamerika

Finanzexperte: US-Dollar wird 2021 abstürzen – USA sollten sich auf Double-Dip Rezession einstellen

Schon bis Ende kommenden Jahres könnte der US-Dollar stark abstürzen. Das prognostiziert ein Yale-Ökonom, der in seinen Studien hierfür deutliche Vorzeichen entdeckte. Eins der Anzeichen sei der starke Abfall der Nettosparquote, die in den negativen Bereich fiel.
Finanzexperte: US-Dollar wird 2021 abstürzen – USA sollten sich auf Double-Dip Rezession einstellenQuelle: www.globallookpress.com © Keystone Press Agency / Stefani Reynolds

Kommendes Jahr wird für die US-Währung brutal werden, so Stephen Roach, leitender Mitarbeiter der Yale University. Er ist der Meinung, dass seine "scheinbar verrückte Idee", dass der US-Dollar abstürzen wird, nicht mehr so verrückt erscheinen sollte. Gegenüber CNBC erklärte er:

Wir haben Daten, die sowohl die Spar- als auch die Leistungsbilanzdynamik in einer viel dramatischeren Art und Weise bestätigt haben, als selbst ich erwartet habe.

Ihm zufolge "erlitt das Leistungsbilanzdefizit der Vereinigten Staaten, das das breiteste Maß für unser internationales Ungleichgewicht mit dem Rest der Welt ist, im zweiten Quartal eine rekordverdächtige Verschlechterung". Er fügte hinzu:

Die sogenannte Nettosparquote, das heißt die Summe der Ersparnisse von Einzelpersonen, Unternehmen und des Staatssektors, verzeichnete im zweiten Quartal ebenfalls einen Rekordrückgang und fiel zum ersten Mal seit der globalen Finanzkrise wieder in den negativen Bereich.

Im vergangenen Juni sagte der Ökonom voraus, dass ein Zusammenbruch des US-Dollars in den nächsten ein bis zwei Jahren oder wenig eintreten könnte. Nun sieht er ihn bis Ende 2021 voraus. Er hob hervor:

Da uns Ersparnisse fehlen, wir aber wachsen wollen, nehmen wir diese Leistungsbilanzdefizite in Kauf und beleihen diese. Das treibt die Währungen immer weiter nach unten. Der US-Dollar ist nicht immun gegen diese unausweichliche Anpassung.

Roach, ehemaliger Vorsitzender von Morgan Stanley Asia, bezifferte die Wahrscheinlichkeit einer Double-Dip Rezession in den USA auf über 50 Prozent. Er stellte klar:

Da die Grippesaison beginnt, die Neuinfektionsraten wieder ansteigen und die Sterblichkeit unwahrscheinlich hoch ist, kann man das Risiko eines Nachbebens nicht von der Hand weisen. Vor dem Hintergrund der Geschichte kann man davon ausgehen, dass die aufgeblähten Märkte genau hierauf zusteuern.

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