Nordamerika

"Eine Schande": Disney World verweigert behindertem Mädchen ohne Gesichtsmaske den Eintritt

Der Besuch des Vergnügungsparks Disney World in Florida ist für in- und ausländische Touristen ein Highlight. Eine junge Familie aus Pennsylvania wollte ihren langersehnten Sommerurlaub in dem Park verbringen – und wurde bitter enttäuscht.
"Eine Schande": Disney World verweigert behindertem Mädchen ohne Gesichtsmaske den EintrittQuelle: AFP © Bryan R. Smith

Ein Tagesticket in das berühmte Walt Disney World Resort in Orlando/Florida ist für eine Familie schon teuer genug. Möchte man aber ein paar Tage bleiben, geht es mit Übernachtungen in einem der Themenhotels und den Eintrittpreisen für die verschiedenen Attraktionen so richtig ins Geld. Familie Ross aus dem US-Bundesstaat Pennsylvania wollte sich diesen Spaß gönnen und sparte zwei Jahre lang für ihren diesjährigen Sommerurlaub.

Selbst von der Coronakrise ließen sich die Eltern eines sechsjährigen Mädchens nicht die Laune verderben und buchten ihren Aufenthalt für acht Tage. Doch es sollte alles anders kommen, als es sich die Familie vorgestellt hatte.

Nach der Ankunft am 6. August an der vorgesehenen Bushaltestelle für das Magic Kingdom freuten sie sich alle auf den ersten Tag in dem Park mit Micky Maus und all den anderen Disney-Helden. Als sich ein Angestellter des Parks der Familie näherte und sie darauf hinwies, dass ihre Tochter ebenfalls eine Gesichtsmaske zu tragen habe, begann der Albtraum für Familie Ross.

Denn ihre Tochter ist Autistin mit einer Störung der Sinnesverarbeitung und verfügt daher über eine ärztliche Bescheinigung, dass sie keine Gesichtsmaske tragen müsse. Der Disney-Angestellte ließ diese Erklärung nicht gelten und bestand weiterhin darauf, dass das Mädchen ohne Maske nicht in den Park gelassen würde. Geistesgegenwärtig zog Richard Ross sein Handy, um die Diskussion zwischen ihm und dem Angestellten aufzunehmen. 

Wiederholt fragte er:

Darf meine Tochter, die autistisch mit einer Störung der Sinnesverarbeitung ist, ohne Maske in Ihren Park reinkommen, weil sie aus medizinischen Gründen keine Maske tragen kann?

Daraufhin erwiderte der Disney-Angestellte:

Sir, Entschuldigung, ich weiß dass Sie frustriert sind. Zum jetzigen Zeitpunkt verlangen wir von jedem, der in unseren Park will,...

Weiter ließ ihn Ross gar nicht sprechen und verlangte eine einfache Antwort auf die Frage, ob seine Tochter nicht ohne Maske in den Park gelassen wird. Nach einigem Hin und Her bestätigte der Angestellte aber, dass dem autistischen Mädchen "trotzdem" der Eintritt in den Park "verweigert" würde.

Tatsächlich verlangt der Vergnügungspark, dass ohne Ausnahme alle Gäste ab dem 2. Lebensjahr jederzeit eine eigene Gesichtsmaske tragen müssen. Ausnahmen werden lediglich beim "aktiven Essen und Trinken" und Schwimmen erlaubt. 

Nachdem Ross das aufgenommene Video ins Netz gestellt hatte, meldete sich das Magazin The Blaze und führte ein Interview mit ihm. Darin erklärte er, dass es "eine Schande" wäre, wie der Disneypark mit seiner Familie umgegangen ist. Denn wäre seine Tochter zum Tragen einer Maske gezwungen wurde, wäre das wie "Folter" für sie gewesen:

Für jemanden wie sie – mit einer Störung der Sinnesverarbeitung – ist das buchstäblich eine Folter. Das Gehirn kann die empfangenen Signale nicht verarbeiten, ihr Herz fängt an zu flattern, sie kann nicht atmen.

Da aber der gesamte Aufenthalt bereits bezahlt war und die Familie "tausende Dollar" gekostet hatte, versuchte sie, dennoch das Beste daraus zu machen. Am Ende musste die Familie aber resigniert feststellen, dass man sich mit ihrer Tochter ohne Gesichtsmaske – abgesehen vom Poolbereich – nur im Hotelzimmer aufhalten konnte. Nach der Hälfte der gebuchten Zeit im Walt Disney World Resort packte Familie Ross die Sachen zusammen und verließ den Park. 

Wie The Blaze weiter berichtet, war die Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit von Disney World trotz mehrmaliger Anfragen offensichtlich nicht an einer eigenen Stellungnahme zu diesem Zwischenfall interessiert.

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