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Kolumbischer Präsident: Westen entfachte Ukraine-Konflikt und zieht nun Lateinamerika hinein

Kolumbiens Präsident Gustavo Petro ist der Ansicht: Der Westen hat den Konflikt in der Ukraine entfacht, weil dies in seinem Interesse lag. Nun versuchten die westlichen Länder auch Lateinamerika in den Konflikt hineinzuziehen.
Kolumbischer Präsident: Westen entfachte Ukraine-Konflikt und zieht nun Lateinamerika hinein© AP Photo/Richard Drew

Länder, die versuchen, Lateinamerika im Rahmen von Waffenlieferungen in den Konflikt in der Ukraine hineinzuziehen, haben selbst zu dessen Entstehung beigetragen. Diese Meinung vertrat der kolumbianische Präsident Gustavo Petro in einer Rede im Rahmen der allgemeinen politischen Debatte der 78. Sitzung der UNO-Generalversammlung. Er erklärte:

"Lateinamerika wurde aufgefordert, Waffen zu schicken, Menschen auf das Schlachtfeld zu schicken. Sie haben vergessen, dass unsere Länder mehrmals von denen überfallen wurden, die heute davon sprechen, gegen Invasionen zu kämpfen. Sie haben vergessen, dass sie den Irak, Syrien und Libyen wegen des Öls überfallen haben. Sie haben vergessen, dass sie aus denselben Gründen, die sie für den Schutz Selenskijs anführen, auch Palästina hätten schützen müssen."

"Sie haben vergessen, dass sie alle Kriege hätten beenden müssen, um die Ziele für nachhaltige Entwicklung zu erreichen. Aber sie haben dazu beigetragen, einen Krieg zu entfachen, weil dies im Interesse der Weltmacht in ihrem Game of Thrones, in ihren Hunger Games lag, denn es lag nicht in ihrem Interesse, ihn zu beenden."

Petro forderte erneut zwei von der UNO unterstützte Friedenskonferenzen zu Palästina und der Ukraine. Weiter wies er darauf hin, dass die Industrieländer ihre Versprechen zur Klimafinanzierung nicht eingehalten haben:

"Sie haben keine 100 Milliarden US-Dollar, um anderen Ländern zu helfen und sie vor Überschwemmungen und Wirbelstürmen zu schützen, aber haben sie, um die Russen und Ukrainer dazu zu bringen, sich gegenseitig zu töten."

Im Januar erklärte die Leiterin des Südkommandos der US-Streitkräfte Laura Richardson, dass Kuba, Venezuela, Nicaragua und sechs weitere lateinamerikanische Länder über russische Waffen verfügten und dass die USA daran arbeiteten, "diese russischen Waffen durch US-amerikanische Waffen zu ersetzen, wenn diese Länder sie an die Ukraine abgeben wollen". Petro bestätigte später, dass Washington Kolumbien aufgefordert hatte, russische und sowjetische Waffen an die Ukraine zu liefern, was das Land jedoch ablehnte.

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