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Mexiko will nicht ohne Russland an Ukraine-Gesprächen teilnehmen

Der mexikanische Präsident Andrés Manuel López Obrador hat erklärt, dass sein Land nicht ohne Russland an Verhandlungen über die Ukraine teilnehmen werde. Zuvor war bekannt geworden, dass im August in Saudi-Arabien Friedensgespräche ohne Russland stattfinden sollen.
Mexiko will nicht ohne Russland an Ukraine-Gesprächen teilnehmenQuelle: Gettyimages.ru © Gerardo Vieyra/NurPhoto

Mexiko ist nur dann bereit, an den von Saudi-Arabien organisierten Gesprächen über die Ukraine teilzunehmen, wenn beide Seiten des Konflikts daran beteiligt sind. Dies verlautbarte der Präsident des Landes, Andrés Manuel López Obrador, gegenüber RIA Nowosti. Er erklärte:

"Wenn sowohl die Ukraine als auch Russland bereit sind, eine Friedenslösung zu suchen, werden wir teilnehmen. Wenn die Konfliktparteien zustimmen und (andere Länder) zu diesem Zweck einberufen. Wir sind für den Frieden. (...) Wenn beide Länder vertreten sind, dann ja."

Der Staatschef erinnerte daran, dass Mexiko mit der Vermittlung von Papst Franziskus, dem indischen Premierminister Narendra Modi und UN-Generalsekretär António Guterres die Initiative für den Frieden in der Ukraine ergriffen hatte. López Obrador fügte hinzu:

"Der einzige, der davon profitiert, ist die Militär- und Rüstungsindustrie. (...) Wir wollen uns nicht an diesen Krieg gewöhnen, der so viele Menschenleben und menschliches Leid kostet und darüber hinaus Instabilität in der Welt provoziert – wirtschaftlich und politisch. Ja, wir sind für jeden friedensorientierten Vorschlag."

Wie das Wall Street Journal am vergangenen Wochenende berichtet hatte, will Saudi-Arabien im August in Dschidda Friedensgespräche über die Ukraine abhalten. Rund 30 Länder wurden dazu eingeladen, Russland ist jedoch nicht dabei. Eingeladen sind unter anderem Länder wie Chile, Ägypten, Indonesien, Mexiko, Chile und Sambia. Das Vereinigte Königreich, Südafrika, Polen und die Europäische Union haben ihre Teilnahme bestätigt.

Der Kreml werde das Treffen beobachten und müsse verstehen, was die Ziele dieser Veranstaltung sind, sagte der russische Präsidentensprecher Dmitri Peskow.

Ihrerseits erklärte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, dass das Treffen zur Ukraine in Saudi-Arabien nützlich sein könnte. Sie führte aus:

"Was die von Saudi-Arabien ausgerichtete Veranstaltung angeht, so wird sie sehr nützlich sein, wenn sie dem Westen hilft, die ganze Sackgasse des 'Selenskij-Friedensplans' zu verstehen."

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