International

Japan streicht Asow von Liste neonazistischer Organisationen – Sacharowa: "Zeichen für Russophobie"

Die Pressesprecherin des russischen Außenministeriums Maria Sacharowa hat sich zu Japans Streichung des ukrainischen Asow-Regiments von der Liste neonazistischer Organisationen geäußert. Dies sei ein Zeichen für Russophobie in Japan, so Sacharowa.
Japan streicht Asow von Liste neonazistischer Organisationen – Sacharowa: "Zeichen für Russophobie"Quelle: Sputnik © Pressedienst des russischen Außenministeriums

Japans Streichung des nationalistischen ukrainischen Asow-Regiments von der Liste neonazistischer Organisationen soll zeigen, dass Tokio sich in die Reihe der russophoben Staaten einreihe. Dies hat die Sprecherin des russischen Außenministeriums Maria Sacharowa am Dienstag erklärt.

"Die Art und Weise, wie es verstanden werden sollte, ist, dass sich Japan als Staat leider in die russenfeindliche Reihe eingereiht hat, so eingereiht, dass Japan in dieser Hinsicht die Führung im asiatischen Raum übernimmt."

Der russischen Diplomatin zufolge habe sich Japan von unabhängigen Entscheidungen sowohl im Bereich der bilateralen Beziehungen zu Russland als auch bei der Gestaltung von Ansätzen zu globalen internationalen Prozessen verabschiedet:

"Ich glaube, es war Teil des Konzepts einer Art asiatischer Flanke, aber das ist natürlich alles gescheitert. Japan wurde in diesem Fall allein gelassen – es hat unter den asiatischen Ländern und generell in dieser Region eine Position eingenommen, die nicht typisch für Länder ist, die sich für unabhängig erklären können. Es befindet sich genau auf dem Kurs, den Washington ihr vorgibt."

Sacharowa wies auch darauf hin, dass "solche Ansätze früher von Zeit zu Zeit vorkamen, aber jetzt ist dieses Prinzip vorherrschend".

Zuvor war berichtet worden, dass die dem japanischen Justizministerium unterstellte Direktion für die Untersuchung der öffentlichen Sicherheit die Beschreibung des ukrainischen nationalistischen Regiments Asow als "von Neonazi-Organisationen gegründet" aus dem Handbuch zum internationalen Terrorismus aus dem Jahr 2021 entfernt hatte.

Das Regiment Asow ist eines von mehreren paramilitärischen Neonazi-Freiwilligenbataillonen, die im Ukraine-Konflikt gegen die Donezker und Lugansker Volksrepubliken kämpfen und dabei für höchst barbarische Taten sowohl gegen Militärangehörige als auch gegen Zivilisten bekannt sind. Bei einer ihrer letzten Gräueltaten nagelten sie einen Mann ans Kreuz und zündeten ihn anschließend bei lebendigem Leib an.

Mehr zum Thema - "Derussifizierung der Ukraine": Kiew will Metrostationen umbenennen

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Liebe Leser und Kommentatoren,

wir schätzen die Möglichkeit sehr, Ihnen mit der Kommentarfunktion eine Plattform zum gegenseitigen Austausch bieten zu können. Leider müssen wir diese Möglichkeit vorübergehend einschränken, bis effektive Mittel und Wege gefunden sind sicherzustellen, dass dieses Kommunikationsmittel nicht missbraucht wird.

Das Kommentieren auf unserer Website soll für alle so sicher und so wenig einschränkend wie möglich sein, bei alledem jedoch Hass, Hetze und Beleidigungen konsequent ausschließen.

Ihr RT DE-Team