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Präsident Selenskij: Ukraine braucht keine ausländischen Truppen auf ihrem Boden

Der ukrainische Staatschef Wladimir Selenskij hat sich zur aktuellen Situation in seinem Land geäußert und betont, die Ukraine brauche keine ausländischen Truppen auf ihrem Boden. Außerdem erklärte Selenskij, die Minsker Abkommen seien "doof" erstellt worden.
Präsident Selenskij: Ukraine braucht keine ausländischen Truppen auf ihrem BodenQuelle: AFP © Sergei Supinski

Am Donnerstag hat der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij den von den Kiewer Truppen kontrollierten Teil der Donbass-Region besucht. Im Anschluss äußerte sich der Staatschef in einem ausführlichen Interview für die ukrainische Nachrichtenagentur RBC Ukraina zur aktuellen Lage um die Krise in seinem Land. Unter anderem sagte er in Bezug auf die Unterstützung durch westliche Staaten, die Ukraine brauche keine Menschen mit fremden Flaggen auf ihrem Boden. Dies werde zur Destabilisierung in der ganzen Welt führen, so Selenskij.

Bezüglich der Minsker Abkommen erklärte Selenskij, dass die Vereinbarungen, die im Rahmen des sogenannten Normandie-Formats ausgearbeitet und von allen Teilnehmern der Verhandlungen einschließlich der Ukraine unterzeichnet worden waren, "doof" erstellt seien. Sie hätten Kiew nach Ansicht des heutigen ukrainischen Staatschefs von Anfang an in eine ungünstige Position gebracht.

Unter den gegebenen Umständen werde die Ukraine mit den selbsternannten Republiken Donezk und Lugansk keine Verhandlungen aufnehmen, erklärte Selenskij:

"Das hat einfach keinen Sinn. Sie entscheiden eigentlich nichts. Wozu sollen wir dafür Zeit verlieren?"

In politischen Fragen hätten die Volksrepubliken keine Stimme, so Selenskij. Zudem würde sich der ukrainische Präsident mit Rebellen nicht an den Verhandlungstisch setzen. Er äußerte erneut den Wunsch, sich mit dem russischen Präsidenten zu treffen.

Schließlich benötige die Ukraine Selenskij zufolge einen rechtsverbindlichen Vertrag über die geforderten Sicherheitsgarantien, den auch Russland und die USA unterzeichnen würden:

"Außer pragmatischen Dingen brauchen wir ein globales Dokument. Im Normandie-Format werden wir es nicht weit bringen, niemand wird es weit bringen. Die Supermächte einschließlich der USA und Russlands werden sich zusammensetzen und unterzeichnen, dass es einen solchen Weg gibt. Aber es muss darin drei-vier Punkte über die Sicherheit unseres Landes geben. Dann ist das ein Gespräch."

Zuvor hatte der Kreml mehrmals betont, die Minsker Abkommen seien der einzige Ausweg aus der Ukraine-Krise. Moskau hat Kiew daher aufgerufen, einen Dialog mit den selbsternannten Republiken aufzunehmen. Nach Auffassung der russischen Seite handelt es sich bei dem Konflikt im Donbass um eine innere Angelegenheit der Ukraine.

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