International

Lawrow: Russland erhebt keinen Anspruch auf Ukraine als "Einflusssphäre"

Nach seinem Treffen mit US-Außenminister Antony Blinken hat der russische Außenminister Sergei Lawrow die Behauptung zurückgewiesen, Moskau beanspruche die Ukraine als Teil seines Herrschaftsgebiets. Stattdessen versuche die NATO, das Land in ihre Umlaufbahn zu ziehen.
Lawrow: Russland erhebt keinen Anspruch auf Ukraine als "Einflusssphäre"Quelle: www.globallookpress.com © Janine Schmitz/photothek.de

Der russische Außenminister Sergei Lawrow hat die Behauptung zurückgewiesen, Moskau beanspruche die Ukraine als Teil seines Herrschaftsgebiets, und beschuldigte stattdessen die NATO, das Land in ihre Umlaufbahn ziehen zu wollen. Diese Bemerkung fiel nach seinem Treffen mit US-Außenminister Antony Blinken am Freitag in Genf. Auf eine Frage des britischen Staatssenders BBC sagte Lawrow:

"Wir erheben keinen Anspruch auf Einflusssphären, aber was die NATO in Bezug auf die Ukraine tut, zeigt eindeutig, dass die NATO die Ukraine als Teil ihrer Einflusszone betrachtet."

Er fügte hinzu, dass der von den USA geführte Westen aktiv daran arbeitet, seinen Einfluss auf weitere Gebiete in Europa auszudehnen. Einflusssphären existieren in erster Linie dank der Politik, die die Kolonialmächte nach der Entkolonialisierung verfolgten, weil sie ihre Einflusszonen nicht verlieren wollten. Sie erfanden verschiedene Wege, um diese Gebiete zu halten, sagte Lawrow.

Es gibt viele Beispiele, fügte Lawrow hinzu. Eines der jüngsten ist, dass Blinken von Kasachstan Erklärungen dafür verlangt, warum es Anfang dieses Monats die Entsendung von Truppen der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit als Reaktion auf Massenproteste und Ausschreitungen beantragt hat, die nach Angaben der Regierung von ausländischen Akteuren angefacht worden waren. Die EU verfolge auf dem Balkan einen ähnlichen Ansatz. Lawrow beklagte:

"Es ist wirklich traurig, dass erwachsene Menschen sich auf diese Art von Wettbewerb einlassen, um zu messen, wer härter ist und wer das größere Etwas hat."

Dieser Wettbewerb sei einer der Hauptgründe dafür, dass globale Probleme wie der Klimawandel, der Terrorismus und die Bedrohung durch Pandemien nicht zufriedenstellend bewältigt werden können.

Mehr zum Thema - USA: Warnen Russland vor "raschen und ernsten Konsequenzen"

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Liebe Leser und Kommentatoren,

wir schätzen die Möglichkeit sehr, Ihnen mit der Kommentarfunktion eine Plattform zum gegenseitigen Austausch bieten zu können. Leider müssen wir diese Möglichkeit vorübergehend einschränken, bis effektive Mittel und Wege gefunden sind sicherzustellen, dass dieses Kommunikationsmittel nicht missbraucht wird.

Das Kommentieren auf unserer Website soll für alle so sicher und so wenig einschränkend wie möglich sein, bei alledem jedoch Hass, Hetze und Beleidigungen konsequent ausschließen.

Ihr RT DE-Team