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Mediziner kritisieren neue Transgender-Richtlinien des IOC: Inklusion statt Wissenschaft

Experten im Bereich der Sportmedizin üben scharfe Kritik an den neuen IOC-Richtlinien bezüglich der Olympia-Teilnahme von Transgenderpersonen. Die neue Regelung basiere anstatt auf wissenschaftlichen Grundsätzen allein auf Inklusionsprinzipien.
Mediziner kritisieren neue Transgender-Richtlinien des IOC: Inklusion statt WissenschaftQuelle: Gettyimages.ru © Jean Catuffe

Vertreter verschiedener internationaler Sportverbände haben die neuen Ansätze des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) gegenüber Transgendersportler scharf kritisiert. Die neue Regelung werde zu einem ungerechten Wettbewerb im Frauensport führen, befürchten die Experten.

In einer Erklärung, die 38 Wissenschaftler im Bereich der Sportmedizin unterzeichneten, rufen die Autoren dazu auf, die Entscheidungen nicht nur unter Berücksichtigung von Inklusionsprinzipien, sondern auch auf Basis medizinischer und wissenschaftlicher Grundsätze zu treffen. Yannis Pitsiladis, Professor für Sportwissenschaft und einer der Unterzeichner, kommentierte die Botschaft gegenüber der Zeitung The Guardian wie folgt:

"Die Berücksichtigung von Menschenrechten ist absolut wichtig. Aber ebenso wichtig ist die Einbeziehung wissenschaftlicher und medizinischer Grundsätze ins Verfahren der Beschlussfassung. Und die IOC-Richtlinien basieren nicht auf medizinischen oder wissenschaftlichen Grundsätzen."

Außerdem äußerte der Experte seine Hoffnung darauf, dass die Erklärung eine öffentliche Debatte zur umstrittenen Frage der Teilnahme der Transgendersportler an Wettbewerben im Frauensport den Weg ebnen werde. Die Forscher verweisen in ihrer kritischen Botschaft an die IOC-Mitglieder darauf, dass die neuen Richtlinien, wonach Transsportlerinnen ihren Testosteronspiegel nicht senken müssen, um gegen biologische Frauen antreten zu dürfen, im Widerspruch mit der modernen Wissenschaft und Medizin stehen.

Die Befürworter des Prinzips, dass die Senkung des Testosteronspiegels eine obligatorische Bedingung für die Teilnahme von Transfrauen an Sportwettbewerben sein muss, argumentieren unter anderem, dass die Regeln für jede Sportart spezifisch ausgearbeitet werden müssten. Bei Kampfsportarten sei die Verwendung von hormonausgleichenden Medikamenten demnach viel wichtiger als zum Beispiel beim Schießsport.

Weitere Experten bringen in die Debatte wissenschaftliche Beweise dafür ein, dass eine Zulassung von Transgenderpersonen bei Frauensportwettbewerben zu Ungerechtigkeiten führt. Auch wenn der Testosteronspiegel bei Proben dem Standard entspricht, profitieren Transfrauen bei sportlichen Leistungen wie biologische Männer von der Entwicklung ihrer Körper während der Pubertät, sagen die Forscher.

Die Kritik der Sportmediziner und der Aufruf zu einer Debatte kommen kurz nach der Siegesserie der US-Transgendersportlerin Lia Thomas, die im vergangenen Monat im Schwimmen einige nationale Rekorde gebrochen hatte, und der heftigen Diskussion über die Teilnahme der ersten Transfrau in der Geschichte, der neuseeländischen Gewichtheberin Laurel Hubbard, an den Olympischen Spielen in Tokio im Sommer 2021.

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