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Peskow: "Wir leben in einer Welt falscher Anschuldigungen und Lügen"

In einem Interview mit dem US-amerikanischen Fernsehsender CNN hat der Pressesprecher des russischen Präsidenten Dmitri Peskow versichert, dass es keine militärische Eskalation gegen die Ukraine gebe. Er erklärte außerdem, dass Moskau nichts mit den Cyberangriffen auf ukrainische Staatsressourcen zu tun habe.
Peskow: "Wir leben in einer Welt falscher Anschuldigungen und Lügen"Quelle: Sputnik © Mikhail Metzel / POOL

Der Pressesprecher des russischen Präsidenten Dmitri Peskow sagte in einem Interview mit CNN, dass es keine militärische Eskalation seitens Russlands gegenüber der Ukraine gebe. Der Kreml-Sprecher betonte, die USA hätten keine Beweise für ihre Anschuldigungen gegen Moskau vorgelegt.

Auf die Bitte des Hauptnachrichtensprechers von CNN, Fareed Zakaria, Berichte über angebliche Angriffspläne Moskaus gegen die Ukraine zu kommentieren, antwortete Peskow:

"Erstens, Sie sehen, dass es nicht geschieht. Zweitens, wir haben gestern gehört, wie Sullivan versprach, Beweise für diese Anschuldigungen binnen 24 Stunden vorzulegen. (...) Wir warten immer noch darauf."

Jake Sullivan ist der Nationale Sicherheitsberater im Büro der Vizepräsidentin der USA. 

"Wir leben in einer Welt falscher Anschuldigungen und "Fake News", in einer Welt voller Lügen", ergänzte Peskow. 

Er bestritt eine Beteiligung Russlands an den Hackerangriffen auf ukrainische Regierungswebseiten:

"Wir haben Anschuldigungen gehört, dass Russland dahinter steckt. Es wurden jedoch keine Beweise vorgelegt. Wir betrachten dies als eine Fortsetzung anderer unbegründeter Anschuldigungen gegen Russland. Wir sind es gewohnt, dass die ukrainische Seite Russland für alles verantwortlich macht, selbst für schlechtes Wetter in ihrem Land," erinnerte er.

Der ukrainische Sicherheitsdienst (SBU) erklärte am Freitag, er untersuche einen groß angelegten Hackerangriff auf einige Regierungswebseiten, darunter die des Außenministeriums und des Bildungsministeriums, der in der Nacht von Freitag auf Sonnabend stattgefunden hat. Die Hacker haben provokative Botschaften auf der Hauptseite der gehackten Internetseiten veröffentlicht, während ihr weiterer Inhalt nach Mitteilung des SBU nicht verändert worden sei und es nach vorläufigen Informationen keine Weitergabe von persönlichen Daten gegeben habe.

Aleksei Danilow, Sekretär des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates der Ukraine, behauptete am Freitag in einem Kommentar für den britischen Fernsehsender Sky News, dass die Angriffe von "russischen Spezialisten" durchgeführt worden seien. Auf die Frage, ob Russland hinter den Anschlägen stecke, sagte er, er sei sich "zu 99,9 Prozent sicher".

Dagegen sahen andere ukrainische Beamte weißrussische Geheimdienste hinter der Aktion. Der stellvertretende Sekretär des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates der Ukraine, Sergei Demedyuk, äußerte in einer schriftlichen Stellungnahme an Reuters

"Wir gehen vorläufig davon aus, dass die Gruppe UNC1151 in diesen Angriff verwickelt sein könnte".

Die fragliche "Cyberspionage-Gruppe" sei "mit den Sonderdiensten der Republik Belarus verbunden", so der Beamte.

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(TASS/RT International/RT DE)

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