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Niederländisches Königshaus mustert alte Kutsche wegen Kolonialzeitsymbolik aus

Das niederländische Königshaus wird eine alte Kutsche ausrangieren, da diese mit einem umstrittenen Bild aus der Kolonialzeit verziert ist. Dies teilte König Willem-Alexander in einer Videobotschaft mit. Dabei rief er die Nation auf, sich ihrer Kolonialgeschichte zu stellen.
Niederländisches Königshaus mustert alte Kutsche wegen Kolonialzeitsymbolik aus© Photo by Patrick van Katwijk/Getty Images

Willem-Alexander, der König der Niederlande, hat angekündigt, dass die königliche Familie nicht mehr die historische goldene Kutsche benutzen wird, auf der ein umstrittenes Bild zu sehen ist. Das Porträt zeigt Kolonialuntertanen, die einer weißen Frau, die die Niederlande symbolisiert, Waren anbieten.

Das Bild ist als "Tribut aus den Kolonien" bekannt und zeigt schwarze und asiatische Menschen, von denen einer kniend einer jungen weißen Frau Kakao und Zuckerrohr überreicht. Auf dem Bild ist auch ein sitzender Mann zu sehen, der einem Jungen ein Buch überreicht. Der Künstler Nicolaas van der Waay sagte 1896, das Bild solle das "Geschenk der Zivilisation" darstellen, das die Niederlande ihren Kolonien gebracht hätte. In den vergangenen Jahren ist das Kunstwerk zunehmend in die Kritik geraten, da es nach Ansicht von Kritikern die koloniale Vergangenheit des Landes verherrlicht.

Bereits seit dem Jahr 2015 kommt der Wagen nicht mehr zum Einsatz. Nach einer langwierigen Restaurierung, die im vergangenen Jahr abgeschlossen wurde, verblieb die Kutsche im Amsterdamer Museum. Traditionell wurde sie benutzt, um den Monarchen zur Eröffnung des Parlaments zu bringen.

Am Donnerstag räumte der König ein, dass die Kutsche mit dem Namen "De Gouden Koets" für viele Menschen eine Beleidigung darstelle, und kündigte ihre Ausrangierung an. In einem Video gab Willem-Alexander den Schritt bekannt und erklärte, dass das Verbot historischer Objekte und Symbole keine Lösung für den Umgang mit der zweifelhaften Vergangenheit des Landes sei. Er forderte die Nation jedoch auf, sich ihrer Kolonialgeschichte zu stellen. Er sagte:

"Es hat keinen Sinn, das, was geschehen ist, durch die Brille unserer Zeit zu verurteilen und zu disqualifizieren."

"Solange es in den Niederlanden Menschen gibt, die täglich den Schmerz der Diskriminierung spüren, wird die Vergangenheit immer noch ihren Schatten auf unsere Zeit werfen."

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