International

Zwei afrikanische Länder schließen sich Chinas Neuer Seidenstraße an

Weitere Staaten haben angekündigt, sich der chinesischen Initiative der Neuen Seidenstraße anzuschließen. Diesmal sind es zwei afrikanische Länder – Eritrea und Guinea-Bissau. Peking will dort große Infrastrukturprojekte unterstützen.
Zwei afrikanische Länder schließen sich Chinas Neuer Seidenstraße anQuelle: www.globallookpress.com © Keystone Press Agency/Wang Jiang/Sipa Asia

Eritrea und Guinea-Bissau haben angekündigt, dass sie sich der von Peking aktiv geförderten Belt and Road Initiative (BRI) anschließen wollen. Die beiden Länder haben Berichten zufolge im Vorfeld eines wichtigen regionalen Forums eine formelle Vereinbarung mit China unterzeichnet.

Die ehrgeizige Multi-Billionen-Dollar-Initiative BRI, die auch als Neue Seidenstraße bekannt ist, wurde 2013 von Präsident Xi Jinping angekündigt und soll die Konnektivität und Zusammenarbeit zwischen Ostasien, Europa und Ostafrika fördern. Das Großprojekt soll den Welthandel erheblich ausweiten und die Handelskosten für die beteiligten Länder um die Hälfte senken.

Eritrea wird aufgrund seines Zugangs zum Roten Meer und zum Suezkanal sowie zu den Gewässern des Persischen Golfs und damit zum Indischen Ozean als strategisch wichtig angesehen.

Guinea-Bissau, das am Atlantik liegt, dürfte Chinas maritime Interessen an der westafrikanischen Küste stärken. Das Land ist Mitglied des Afrikanischen Kontinentalen Freihandelsabkommens (AfCFTA), mit dem die Grenzzölle zwischen den afrikanischen Staaten abgeschafft wurden.

China hat sich zum Bau einer Biomasseanlage im Wert von 184 Millionen US-Dollar in Guinea-Bissau verpflichtet und ist Berichten zufolge an mehreren Sanierungsprojekten in dem Land beteiligt. Außerdem unterstütze Peking ein 48-Millionen-US-Dollar-Projekt zur Renovierung des veralteten Telekommunikationssystems des Landes sowie zum Bau von Autobahnen. Chinesische Investoren sollen auch Interesse am Forstsektor, der Tiefseefischerei und der Erdölförderung bekundet haben.

Peking plant, Eritrea dabei zu helfen, ausgebildete Arbeitskräfte zurückzuholen, die Infrastruktur des Landes auszubauen und es "von einer landwirtschaftlichen Basis zu einem höheren Standard der Industrialisierung zu bringen". Im Jahr 2019 begann die China Shanghai Corporation for Foreign Economic and Technological Cooperation (SFECO) mit dem Bau eines Teils der 500 Kilometer langen Straße zwischen der Hafenstadt Massawa und dem Hafen von Assab, die beide über Sonderwirtschaftszonen verfügen.

Eritrea und Guinea-Bissau unterzeichneten die Absichtserklärung wenige Tage vor dem bevorstehenden Ministerforum des Forums für China-Afrika-Kooperation in der senegalesischen Hauptstadt Dakar, das am 29. November beginnt.

Mehr zum Thema - EU will mit Chinas Seidenstraßen-Initiative konkurrieren

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Liebe Leser und Kommentatoren,

wir schätzen die Möglichkeit sehr, Ihnen mit der Kommentarfunktion eine Plattform zum gegenseitigen Austausch bieten zu können. Leider müssen wir diese Möglichkeit vorübergehend einschränken, bis effektive Mittel und Wege gefunden sind sicherzustellen, dass dieses Kommunikationsmittel nicht missbraucht wird.

Das Kommentieren auf unserer Website soll für alle so sicher und so wenig einschränkend wie möglich sein, bei alledem jedoch Hass, Hetze und Beleidigungen konsequent ausschließen.

Ihr RT DE-Team