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Roboterhund mit Scharfschützengewehr und Nachtsichtgerät in den USA vorgestellt

Eine Firma für Robotik und ein Waffenhersteller haben gemeinsam einen "Roboterhund" mit einem Scharfschützengewehr anstelle eines Kopfes herstellt. Nachdem die Waffe auf einer Militärmesse vorgestellt wurde, sorgt das Gerät nun in den sozialen Medien für Kontroversen.
Roboterhund mit Scharfschützengewehr und Nachtsichtgerät in den USA vorgestellt© Instagram / @swordinternational; Twitter / @Ghost_Robotics

Eine Firma für Robotik und ein Waffenhersteller haben in einem gemeinsamen Projekt einen animatronischen "Hund" mit einem Scharfschützengewehr als "Kopf" entwickelt.

Nachdem sie das neue Gerät auf einer Militärmesse vorgestellt haben, entbrannten darüber in verschiedenen Internetforen heftige Diskussionen.

Der SPUR (Special Purpose Unmanned Rifle, zu Deutsch unbemanntes Spezialgewehr für besondere Zwecke) getaufte Roboterhund verfügt über einen Kaliber von 6,5 mm und wird mit Creedmoor-Munition geladen. Zusätzlich ist der Roboter in der Lage, 7,62x51-mm-NATO-Patronen abzufeuern. Zuvor hatte The Drive darüber berichtet. Hergestellt hat das System der Gewehrhersteller SWORD International und Ghost Robotics, ein 2015 gegründetes Unternehmen mit Sitz in Philadelphia. In dieser Woche wurde das Gerät auf dem Jahreskongress der Association of the US Army in der US-Hauptstadt erstmals vorgestellt.

Die Unternehmen gaben nur wenige Einzelheiten über die Konfiguration des auf dem Roboter montierten Gewehrs bekannt. Sie führten unter anderem aus, dass SPUR ferngesteuert Patronen laden und abfeuern sowie Ladehemmungen beseitigen kann. Als Hersteller von vierbeinigen unbemannten Bodenfahrzeugen (Q-UGVs) erläuterte Ghost Robotics, SPUR habe eine Schussweite von 1.200 Metern. Um zu "sehen", verwendet das Gerät laut New Atlas eine FLIR-Boson-Wärmebildkamera des Herstellers Teledyne. Diese ermöglicht 30-fachen optischen Zoom und verfügt über eine Nachtsicht-Funktion.

Die US-Luftwaffe setzte einen der Roboterhunde bereits auf dem Tyndall-Luftwaffenstützpunkt in Florida ein. Dieses Model soll allerdings nicht über die "Tödlichkeit" von SPUR verfügen, sondern den Patrouillen auf dem Stützpunkt ein "zusätzliches Paar Augen und Ohren" bieten. Ghost Robotics ist jedoch nicht das erste Unternehmen, das einen Roboterhund für militärische Zwecke auf den Markt bringt. Ähnlich wie der berüchtigte "Spot" von Boston Dynamics und eine Reihe ähnlich konzipierter Geräte geht die Entwicklung von SPUR allerdings für viele Beobachter zu weit. So war in sozialen Medien von "verrückt aussehendem Terminator-Scheiß" die Rede.

Ein Nutzer urteilte "Jeden Tag näher an Black Mirror" und bezog sich damit auf eine Science-Fiction-Serie, in der eine ähnliche Tötungsmaschine in Gestalt eines Hundes auftritt. Die Hersteller von SPUR stellten in dieser Woche weitere neue Q-UGV-Modelle vor. Darunter befand sich auch eine Version, auf deren Rücken eine Quadcopter-Drohne des Rüstungsherstellers Lockheed Martin installiert ist. Beobachter reagierten auf der Social-Media-Plattform Twitter ähnlich beunruhigt und äußerten gegenüber dem Drohnenmodell Befremden.

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