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Oxford-Studie: Wirksamkeit von AstraZeneca nimmt langsamer ab als die von BioNTech/Pfizer

Der Schutz von BioNTech/Pfizer soll laut einer Studie der Universität Oxford schneller nachlassen als jener des Konkurrenten AstraZeneca. Gegen die Delta-Variante seien beide Präparate weniger wirksam. Zudem seien Geimpfte bei Delta ähnlich ansteckend wie Ungeimpfte.
Oxford-Studie: Wirksamkeit von AstraZeneca nimmt langsamer ab als die von BioNTech/PfizerQuelle: Reuters © Dado Ruvic

Die Forscher der Universität Oxford haben am Donnerstag eine Studie veröffentlicht, der zufolge die Wirksamkeit des Impfstoffs von BioNTech/Pfizer schneller nachlässt als von AstraZeneca. Zwar hätten zwei Dosen des BioNTech/Pfizer-Vakzins anfangs eine höhere Wirksamkeit gegen eine Infektion mit dem Coronavirus, doch gehe diese schneller zurück als bei zwei Dosen AstraZeneca.

Die Wissenschaftler der britischen Universität, die den AstraZeneca-Impfstoff mitentwickelt hatte, wiesen zwar darauf hin, dass weitere Untersuchungen zu den langfristigen Effekten der Impfstoffe durchgeführt werden müssten, doch zeigten erste Ergebnisse, "dass das Schutzniveau der beiden Impfstoffe nach vier bis fünf Monaten ähnlich wäre".

Neben der Untersuchung der Geschwindigkeit, mit der die Wirksamkeit der Impfstoffe nachlässt, stellten die Forscher zudem fest, dass sowohl das Präparat von BioNTech/Pfizer als auch das von AstraZeneca weniger wirksam gegen die Delta-Variante des Coronavirus sei. Diese Variante von SARS-CoV-2 war zuerst in Indien aufgetreten und ist seitdem in vielen Ländern zur vorherrschenden Virus-Variante geworden.

Obwohl die Forscher der Universität Oxford feststellten, dass der Schutz der Impfstoffe abnimmt und weniger wirksam gegen die Delta-Variante ist – auch selbst bei Menschen, die zwei Vakzine verabreicht bekommen hatten –, sind sie weiterhin überzeugt, dass zwei Dosen "nach wie vor der wirksamste Weg sind, um einen Schutz" gegen den vorherrschenden Erregerstamm zu gewährleisten. Sarah Walker, Professorin für medizinische Statistik und Epidemiologie an der Universität Oxford, die die Studie geleitet hatte, erklärte am Donnerstag:

"Die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung ist immer noch geringer, wenn Sie zwei Dosen erhalten haben. Aber wenn das der Fall ist, haben Sie eine ähnliche Viruskonzentration wie jemand, der überhaupt nicht geimpft wurde."

In der Studie, die noch von Experten geprüft werden soll, wurden zwei Gruppen von mehr als 300.000 Über-18-Jährigen in Großbritannien in zwei Zeiträumen untersucht: ab Dezember 2020, als die Alpha-Variante des Virus vorgeherrscht hatte, und ab Mai 2021, als die Delta-Variante häufiger anzutreffen war.

Bei der Alpha-Variante sei die Viruslast bei Menschen, die sich trotz einer Impfung infizierten, noch deutlich niedriger gewesen. "Die Tatsache, dass wir eine höhere Viruslast sehen, deutet darauf hin, dass Herdenimmunität tatsächlich schwieriger werden könnte", zitiert die Nachrichtenagentur Reuters den Oxford-Wissenschaftler Koen Pouwels. Er ergänzte:

"Impfstoffe sind wahrscheinlich am besten geeignet, schwere Krankheiten zu vermeiden und etwas weniger, um die Übertragung zu verhindern."

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