International

Macron fordert "klare rote Linien" gegenüber Russland

In einem Interview mit dem US-Sender "CBS" sprach sich der französische Präsident für "klare rote Linien" der "internationalen Gemeinschaft" gegenüber Russland aus. Er sei zwar für einen Dialog, doch Sanktionen nach "inakzeptablem Verhalten" seien "Teil des Pakets".
Macron fordert "klare rote Linien" gegenüber RusslandQuelle: AFP © Olivier DOULIERY/CBS Broadcasting, Inc.

Die internationale Gemeinschaft müsse "klare rote Linien" mit Russland ziehen, sagte der französische Präsident Emmanuel Macron in einem Interview mit der CBS-Sendung Face the Nation. Dies bedeute auch die "konsequente Umsetzung" von Sanktionen gegen Moskau, auch wenn Sanktionen allein nicht ausreichend seien.

Macron sagte in dem Interview, dass er die Linie des US-Präsidenten Joe Biden, den Dialog mit Russland zu öffnen, "voll und ganz teile". Es sei allerdings wichtig, dem russischen Präsidenten Wladimir Putin gegenüber klar zu signalisieren, wenn man "nicht auf einer Linie" sei. Dies sei der "einzige Weg, um glaubwürdig zu sein", so Macron. Er ergänzte:

"Ich denke, dass Sanktionen an sich nicht ausreichend sind, aber Sanktionen sind ein Teil des Pakets. Ich bevorzuge einen konstruktiven Dialog. Doch um einen konstruktiven und effizienten Dialog zu führen, braucht man Glaubwürdigkeit."

Die Äußerungen erfolgten im Zusammenhang mit den steigenden Spannungen in der Konfliktregion Ostukraine. Kremlsprecher Dmitri Peskow hatte US-Berichte dementiert, nach denen es eine ungewöhnlich große Konzentration russischer Truppen an der Grenze Russlands zum Konfliktgebiet gäbe. Peskow zufolge widersprächen solche Erklärungen der wirklichen Sachlage. Dennoch sieht Macron in den neuen Spannungen Russland als Auslöser. "Ich denke, wir müssen klare rote Linien mit Russland definieren, um glaubwürdig zu sein", so Macron. Die internationale Gemeinschaft habe bis jetzt einen "naiven Ansatz" gegenüber Russland gehabt.

Mehr zum Thema – Kremlsprecher Peskow über Eskalation in Ostukraine: "Niemand will sich in Richtung Krieg bewegen"

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